Hagelsaison

Vorsicht Beulen: Das sollten Sie bei Hagelschäden beachten

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Mit der richtigen Versicherung müssen Sie sich keine Gedanken um Hagelschäden machen.

Wer sein Auto bei einem Hagelsturm nicht rechtzeitig unterstellen kann, muss mit Schäden rechnen. Wir erklären Ihnen, was Sie über Hagelschäden wissen sollten.

In einem Moment scheint noch die Sonne, im nächsten prasselt ein fieser Hagelschauer auf Ihr Auto. Wenn Sie nicht rechtzeitig Unterschlupf finden konnten, beginnt der Ärger erst richtig. Denn Hagelschäden sind nicht gnädig mit Ihrem Auto.

Laut Dekra hätten Hagel und Sturm allein im Jahr 2016 Kaskoschäden in Höhe von 615 Millionen Euro an Autos in Deutschland angerichtet. Was Sie nach einem Hagelschaden beachten und erledigen müssen, erklären wir Ihnen.

Welche Versicherung zahlt bei Hagelschaden?

Haben Sie für Ihr Auto eine Teilkaskoversicherung abgeschlossen, sind Hagelschäden in vollem Umfang gedeckt. Eine Haftpflichtversicherung reicht dafür nicht aus.

Melden Sie Hagelschäden sofort

Hat Ihr Auto unter einem Hagelsturm gelitten, sollten Sie den Schaden unverzüglich Ihrem Versicherer melden. Dies können Sie in der Regel telefonisch, per Brief, Fax oder E-Mail erledigen. Geben Sie dabei Tag, Uhrzeit und Ort des Hagelschlages an.

Lesen Sie hier, wie Sie Ihr Auto richtig abmelden.

Dokumentieren Sie den Hagelschaden

Die Dekra empfiehlt, dass Sie das Ausmaß des Schadens möglichst unmittelbar nach dem Hagelschlag durch Fotos dokumentieren. Dafür reicht auch Ihr Smartphone. Dies kann bei später aufgeworfenen Fragen zum Schadenbild von Vorteil sein.

Beachten Sie die Schadenminderungspflicht

Kommt es zu einem Hagelschlag, sind Sie verpflichtet, alles zu tun, um den Schaden gering zu halten. Eine eingeschlagene Scheibe müssen Sie zum Beispiel abdecken, damit das Fahrzeug nicht mehr als unvermeidbar durch nachfolgenden Regen beschädigt wird. Wenn Sie dieser Pflicht nicht nachkommen, kann die Versicherung ihre Leistung kürzen.

Reparieren Sie Hagelschäden erst nach Rücksprache

Wichtig auch: Vor einer Reparatur Ihres Autos müssen Sie die Freigabe Ihrer Versicherung einholen, sonst laufen Sie Gefahr, auf den Kosten sitzen zu bleiben. Auch für eine "Notreparatur" benötigen Sie die Deckungszusage Ihres Versicherers. Meistens schaltet die Versicherung vorher einen Gutachter ein, der den Schaden ermittelt und den Reparaturweg festlegt.

Auch interessant: Unwetter – Wer zahlt bei Schäden am Auto?

Reparatur oder Bares?

Ihnen steht frei, ob Sie Ihr Auto reparieren oder sich die Schadenssumme auszahlen lassen. Bei einer Auszahlung wird aber im Falle eines späteren zweiten Hagelschadens der bereits regulierte Erstschaden abgezogen.

Der Beweis über eine etwaige Reparatur oder Teilreparatur müssen Sie selbst führen. Prüfen Sie bei einer Reparatur, ob Ihr Vertrag eine Werkstattbindung vorsieht; das heißt, dass Sie Ihr Auto in einer Werkstatt instand setzen müssen, die von der Versicherung benannt wird.

Geben Sie Hagelschäden beim Verkauf an

Verkaufen Sie Ihr Auto, müssen Sie dem Käufer von früheren Hagelschäden berichten. Ansonsten darf der Käufer vom Kaufvertrag zurücktreten oder den Kaufpreis mindern.

Erfahren Sie hier, wofür das "E" auf Kennzeichen steht.

anb

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