Fusion der VR-Banken Rosenheim-Chiemsee und Altötting

IBAN, Kontonummer, Filialen: Das sind die Folgen für die Kunden

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Die Standorte beider Banken sollen auch nach der Fusion komplett erhalten bleiben.
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Altötting/Rosenheim - Die VR meine Raiffeisenbank eG und die Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim- Chiemsee eG werden im kommenden Jahr fusionieren. Innsalzach24.de erklärt die Änderungen.

Mit der Fusion der VR meine Raiffeisenbank eG und die Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim- Chiemsee eG wollen beide Häuser „die Weichen für eine sichere und wettbewerbsfähige Zukunft für ihre über 123.000 Mitglieder und 320.000 Kunden stellen“, heißt es in der Pressemitteilung vom 23. Oktober. Doch was bedeutet dies genau? Auf was müssen sich die Kunden einstellen? Innsalzach24.de klärt die wichtigsten Fragen.

Ändert sich der Name der Bank?

Ja, alle Kunden müssen sich auf einen neuen Namen ihrer Bank einstellen. Auf Nachfrage erklärt Iven Matheis, Abteilungsdirektor Presse/Medien VR meine Raiffeisenbank eG, gegenüber innsalzach24.de: „Unser Ziel für die Gestaltung der neuen Firma war es, dass sich die bisherige Identität der Häuser wiederfindet, um für alle Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter eine neue, gemeinsame Identifikation zu schaffen“. Doch da der neue Name zunächst erst beim Registergericht geprüft werden muss, kann dieser erst nach diesem Vorgang veröffentlicht werden.

Bekommen Kunden eine neue Kontonummer und IBAN/BIC?

Für Konto, VR-BankCard oder Kreditkarte gibt es zunächst keine Änderungen. Allerdings müssen einige Kunden mit Änderung ihrer Kontonummer rechnen, die jedoch rechtzeitig informiert werden sollen. Dies habe laut Matheis technische Gründe.

IBAN/BIC werden sich auf alle Fälle ändern. Für die Umstellung gibt es nach Auskunft der Bank jedoch ausreichende Übergangsfristen. Die Umstellung von Daueraufträgen und wesentlichen Zahlungsvorgängen erfolgt automatisch durch die Bank.

Wollen mit der Fusion die Weichen für eine sichere und wettbewerbsfähige Zukunft stellen. (v.links: Wolfgang Altmüller, Vorstandsvorsitzender der VR meine Raiffeisenbank eG, Prof. Dr. Josef Stadler, Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG, Peter Schacherbauer, Aufsichtsratsvorsitzender der VR meine Raiffeisenbank eG, Huber Kamml, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG)

Fallen durch Synergien Arbeitsplätze und Filialen weg?

Die Arbeitsplätze aller derzeit 1359 Bankangestellten sollen erhalten bleiben. „Durch die Verschmelzung entstehen noch attraktivere Perspektiven für unsere Mitarbeiter. Durch unsere Geschäftsstellen vor Ort und die drei Verwaltungsstandorte in Altötting, Bad Aibling und Rosenheim können regionale Arbeitsplätze gesichert werden“, erklärt Matheis.

Auch in Bezug der Filialen soll sich nichts ändern. Da beide Partner keine Doppelpräsenzen an einem Ort haben, werden durch die Fusion keine Standorte geschlossen. Der Fokus soll weiterhin auf regionale Nähe gelegt werden. Dennoch werden laut Matheis ständig Analysen zum Kundenverhalten betrieben. Heißt im Umkehrschluss: Hat eine Filiale zu wenige Kunden, wird auch in Zukunft über eine Schließung eines Standortes nachgedacht. Dennoch betont Matheis: „Durch die Stärkung unserer wirtschaftlichen Kraft sichert die Verschmelzung das Angebot unserer Leistungen in der Fläche sogar langfristig“.

Ändert sich etwas an den Geschäftsanteilen?

Die Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee hat pro Geschäftsanteil einen Wert von 50 Euro in ihrer Satzung geregelt, die VR meine Raiffeisenbank 150 Euro. Bei positivem Bescheid durch die Vertreterversammlung im Juni 2020 würden die Mitglieder der VR meine Raiffeisenbank pro 150 Euro Mitgliedschaft 3 Anteile bei der neuen Bank erhalten.

Gebühren und Bargeldabhebungen

Bezüglich der Kontomodelle und Gebühren kann derzeit noch keine Aussage getroffen werden. Bargeld Abheben kann wie bereits vor der Fusionkostenlos an allen Geldautomaten beider Banken durchgeführt werden.

Wann geht die Fusion über die Bühne?

In der Pressemitteilung beider Banken heißt es: „Durch Beschlüsse der Vertreterversammlungen Mitte 2020 soll das neue gemeinsame Bankhaus rückwirkend zum 01.01.2020 entstehen. Die technische und rechtliche Verschmelzung wird im September 2020 umgesetzt“.

jz

Quelle: innsalzach24.de

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