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Nach S-Bahn-Katastrophe bei Schäftlarn

„Wie im Tunnel“: Lokführer Richard Z. soll mehrere schwere Fehler gemacht haben

S-Bahn Unglück Schäftlarn
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Die zerstörten Züge nach dem S-Bahn-Unglück bei Schäftlarn.

Schäftlarn/München – Am Montag (14. Februar) hatte es bei einem schrecklichen S-Bahn-Unglück einen Toten und zahlreiche (Schwer-)Verletzte gegeben. Die finale Unglücksursache ist weiterhin unklar. Allerdings verdichten sich die Anzeichen, dass einer der beiden Lokführer schwere Fehler begangen haben könnte.

So soll Richard Z. (54), der von der zuständigen Staatsanwaltschaft inzwischen als „Beschuldigter“ geführt wird, erst vor kurzem als Lokführer bei der Deutschen Bahn angefangen haben. Er war also ein Fahranfänger. Zuvor soll er für eine Firma in Baden-Württemberg gearbeitet haben, die dann Insolvenz hat anmelden müssen. Das berichtet nun die Bild-Zeitung. Z. soll am Unglückstag mehrere schwere Fehler gemacht haben: Erst soll er als Zugführer der S-Bahn, die von Schäftlarn Richtung München fuhr, ein rotes Haltesignal überfahren haben. Dann soll Z. die automatisch einsetzende Notbremsung umgangen und seine Fahrt fortgesetzt haben. Wenig später kam es dann zur folgenschweren Katastrophe, als er mit seinem Zug auf freier Strecke in die S-Bahn in Richtung Wolfratshausen krachte, die dort stehend auf ire Weiterfahrt wartete.

Warum der Lokführer seine Fahrt trotz einsetzender Notbremsung weiterfuhr, ist bislang unklar. Laut Bild sollen die Ermittler die Theorie verfolgen, dass der 54-Jährige möglicherweise aus Unsicherheit so reagiert hat. Möglicherweise habe er auch Angst gehabt, seinen Job zu verlieren. Laut dem Bericht soll der Fahranfänger „überfordert“ und „wie im Tunnel“ gewesen sein. Bereits kurz nach der Katastrophe hatten sich die Anzeichen verdichtet, dass einer der beiden Lokführer folgenschwere Fehler gemacht haben könnte. Deswegen war unter anderem Z.‘s Handy beschlagnahmt und seine Wohnung durchsucht worden. rosenheim24.de hatte bereits darüber berichtet.

Zerstörte Züge nach S-Bahn-Unglück bei Schäftlarn

Fotos zerstörte S-Bahnen nach Zugunglück bei Schäftlarn
Die zerstörten S-Bahnen nach dem Zugunglück bei Schäftlarn. © Feuerwehr Hohenschäftlarn (Facebook)
Fotos zerstörte S-Bahnen nach Zugunglück bei Schäftlarn
Die zerstörten S-Bahnen nach dem Zugunglück bei Schäftlarn. © Feuerwehr Hohenschäftlarn (Facebook)
Fotos zerstörte S-Bahnen nach Zugunglück bei Schäftlarn
Die zerstörten S-Bahnen nach dem Zugunglück bei Schäftlarn. © Feuerwehr Hohenschäftlarn (Facebook)
Fotos zerstörte S-Bahnen nach Zugunglück bei Schäftlarn
Die zerstörten S-Bahnen nach dem Zugunglück bei Schäftlarn. © Feuerwehr Hohenschäftlarn (Facebook)
Fotos zerstörte S-Bahnen nach Zugunglück bei Schäftlarn
Die zerstörten S-Bahnen nach dem Zugunglück bei Schäftlarn. © Feuerwehr Hohenschäftlarn (Facebook)

Umfangreiche Ermittlungen und Vermessungen

Bei dem furchtbaren Unglück am Montagnachmittag (14. Februar) waren gegen 16.35 Uhr im Bereich Schäftlarn-Ebenhausen zwei S-Bahnen frontal zusammengestoßen. Ein 24-jähriger Afghane starb, sechs Menschen (die beiden Lokführer sowie vier Fahrgäste) wurden schwer verletzt. Die Zahl der leicht und mittelschwer verletzten Personen korrigierte die Polizei später auf „etwa 25“ nach oben. Nach der Katastrophe gab es einen nahezu beispiellosen Großeinsatz, an dem in der Spitze bis zu 800 Einsatzkräfte beteiligt waren.

Anschließend wurde ein Gutachter eingesetzt, zudem wurde die Unfallstelle umfangreich vermessen – unter anderem mit Drohnen-Aufnahmen aus der Luft. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte relativ rasch „einen technischen Fehler“ als mögliche Ursache weitestgehend ausgeschlossen. Die Bergung der havarierten Züge gestaltete sich in den Tagen nach dem Unglück sehr aufwendig. Lokalpolitiker bezeichneten die chronisch überlastete Linie S7 derweil als „Problemlinie“.

mw

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