Höchste Konzentration im Linienverkehr im Berchtesgadener Land

Busse lassen sich nur von Straßensperren aufhalten

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Berchtesgadener Land - Seit sechs Tagen gilt im Berchtesgadener Land der Katastrophenfall. Schneizlreuth ist von deutscher Seite derzeit gar nicht zu erreichen. Ramsaus Zufahrt über das Felsentor, die Bundesstraße, ist seit Montagnachmittag wieder zu erreichen. Doch zuvor hat Bürgermeister Herbert Gschoßmann eine Sorge ausgesprochen:

"Einzig für die Bewohner, die auf den Öffentlichen Personen Nahverkehr angewiesen sind, könnte es ärgerlich sein. Die müssen Termine, die sie am Montag außerhalb Ramsaus haben, absagen", meinte er am Montagvormittag gegenüber BGLand24. Da war die Zufahrt über die B305 noch gesperrt. Somit sind auch die Busse des Regionalverkehr Oberbayern nicht durchgekommen.

Straßensperren sind derzeit aber das einzige, was eine Linienbusfahrt verhindert. Alle anderen Haltestellen werden regulär angefahren. "Was äußerst positiv auffällt, ist das Verhalten der Fahrgäste, die mit der eingeschränkten Situation sehr entspannt umgehen. Selbst wenn sich Kurse verspäten oder wir einzelne Linien ganz einstellen mussten, erfuhren wir weitgehendes Verständnis", berichtet Niederlassungsleiter Andreas Datz und schiebt ein "Vergelt’s Gott" hinterher.

Derzeitigen Einschränkungen im Busverkehr:

Komplettsperre:

  • 828 Bad Reichenhall - Unterjettenbeg - Melleck Ortsmitte
  • 838 Berchtesgaden - Dokumentation - Buchenhöhe - Christophorusschule Bus fährt nicht zum Hinterband
  • 845 Ramsau - Hochschwarzeck
  • 848 Berchtesgaden - Oberau - Rossfeld
  • 853 Freilassing - Surheim - Saaldorf - Schign

Teilsperre:

846 Berchtesgaden - Unterstein - Schönau - Ramsau - Hintersee Bus fährt nur bis Haltestelle Hintermühle

Denn ganz selbstverständlich ist es nicht, dass die Busse trotz Schneetreiben und immer enger werdenden Straßen weiter unterwegs sind. "Die Situation ist für unsere Mitarbeiter im Fahrdienst nach wie vor sehr belastend. Insbesondere dort, wo die Räumfahrzeuge derzeit mit dem Beseitigen der Schneemassen noch nicht nachkommen, wie zum Beispiel im Streckenverlauf der Linie 837 im Bereich Finanzamt-Schachernkreuz, gilt für die Fahrer höchste Konzentration und äußerst vorausschauende Fahrweise, um jeglichen Begegnungsverkehr zu vermeiden", schildert Datz.

Busfahrer können gesperrte Straßen nicht ignorieren

An Streik hätten die Fahrer dennoch keine Minute gedacht, wird in der RVO-Zentrale in München Stellung bezogen. Dieses Gerücht hatte nach der ersten Schneewelle die Runde gemacht. Die Busse fahren und "auch die Mitarbeiter in der Verwaltung geben ihr Bestes, sämtlichen Anfragen gerecht zu werden", lobt der Niederlassungsleiter seine Mitarbeiter. "Zusätzlich halten wir seit mittlerweile einer Woche ständigen Kontakt zur Koordinierungsstelle des Krisenstabs, um über alle relevanten Entwicklungen informiert zu sein und entsprechend reagieren zu können."

Denn eines können auch Busfahrer nicht, gesperrte Straßen ignorieren. Aber seit Montagnachmittag können sie wieder nach Ramsau fahren. Die Schneizlreuther müssen noch ein bisschen Geduld haben, aber auch dort wird der Linienverkehr wieder aufgenommen, sobald die Straßen wieder freigegeben sind.

cz

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / Jens Büttner/ Symbolbild

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