Normaler Räumdienst im Berchtesgadener Land in Sicht

Kein Zwei-Schicht-Betrieb mehr 

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Berchtesgadener Land - Gut zwei Wochen, nachdem der Schnee im Berchtesgadener Land eingesetzt hat, nähern sich die Mitarbeiter der Gemeinden Berchtesgaden, Bischofswiesen, Marktschellenberg, Ramsau und Schönau am Königssee einem normalen Winterbetrieb.

"Wir sind noch lange nicht da, wo wir hinwollen", heißt es aus dem Rathaus in Bischofswiesen. Wie Geschäftsleiter Rupert Walch im Gespräch mit BGLand24 erklärt, habe diese Woche Priorität, die angehäuften Schneeberge an Straßen und in Siedlungsgebieten wegzubringen. "Wenn neuer Schneefall einsetzt, brauchen wir Platz." Wenn dieser geschaffen ist, sind die Wanderwege dran, die in den letzten beiden Wochen nicht wie üblich geräumt wurden. "Wir mussten aufgrund der Schneemengen Prioritäten setzten."

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Genauso sieht es in den Gemeinden Berchtesgaden und Schönau am Königssee aus. Wie in Bischofswiesen ist man in der letzten Zeit mit zwei Schichten im Räumbetrieb gefahren. Dennoch habe das nur dazu gereicht, sämtliche Straßen freizuhalten, jetzt geht es an die Schönheitskorrekturen. Außer in Berchtesgaden. Da verkündet Bürgermeister Franz Rasp nicht ohne stolz: "Wir sind fertig! Die Straßensperren sind aufgehoben, alle Bäume sind weg, wir sind in einem normalen Winter angekommen."

Natürlich müssten die Wanderwege noch geräumt werden und die Zufahrt zur Sprungschanze wieder befahrbar gemacht werden, gibt auch Rasp zu, aber angesichts der Lage seien das Kleinigkeiten. Kleinigkeiten, über die sich in allen drei Gemeinden durchaus Bürger beschwert haben. "Gerade genug", heißt es aus Schönau am Königssee. Warum ist der Wanderweg nicht geräumt, der Schneepflug hat meine Einfahrt zugeschoben und und und. Themen, die die Bürger trotz Katastrophenfall und Dauerschneefall beschäftigt haben.

Ettenberger Straße weiter gesperrt

Seit Mittwoch merke man aber deutlich, wie sich die Lage beruhige. Mittlerweile ist auch die Zufahrt zum Hintersee in der Gemeinde Ramsau wieder freigegeben. Das heißt für die Gemeinde jetzt auch, zumindest einen Teil der Wanderwege wieder freizukriegen. "Wir arbeiten bereits am Soleleitungsweg und am Weg von der Wimbachbrücke bis zum Hintersee", so Geschäftsleiter Martin Willeitner. "Wann wir fertig werden, kann man jetzt noch nicht überblicken."

Bis übers Wochenende rechnet Marktschellenbergs Bürgermeister Franz Halmich noch mit der Sperre der Ettenberger Straße. "Leider hat die Lawinenkommission noch kein grünes Licht gegeben. Heute (Freitag) ist man dabei einige neuralgische Stellen vor Ort zu besichtigen, dann entscheidet man weiter", sagte er im Gespräch mit BGLand24. Die Ettenberger Straße ist seit 7. Januar gesperrt. Ansonsten kehrt auch in Marktschellenberg Normalität ein. "Mit der Freiräumung auf die volle Straßenbreite sind wir weitgehend durch. Die Straßen selbst sind geräumt und befahrbar, mit Ausnahme der noch gesperrten Wege."

cz

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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