Pressemeldung Polizei Waldkraiburg

Skeptischer Bankangestellter "rettet" Geld einer Rentnerin

Waldkraiburg - Vergangenen Freitag versuchte eine Frau mittels trügerischer Anrufe an das Geld zweier Rentnerinnen zu kommen. Ein geistesgegenwärtiger Bankangestellte griff glücklicherweise ein und konnte einen Schaden verhindern.

Am Freitag, den 25.Januar, erhielten zwei Rentnerinnen aus Waldkraiburg unabhängig voneinander einen Anruf. Die Frau am anderen Ende der Leitung bat dabei um hohe Geldsummen, wegen einer dringend benötigten Wohnung und drohender Obdachlosigkeit. Da eine der Rentnerinnen angab, nicht so schnell über das Geld verfügen zu können und auch der Bitte nach Schmuck nicht nachkam, legte die unbekannte Anruferin auf. 

Die andere Dame aus Waldkraiburg ging zu ihrer Bank und wollte der Bitte der unbekannten Anruferin nachkommen. Dank dem aufmerksamen Bankangestellten entstand jedoch kein Schaden. Dieser wurde nämlich skeptisch und verständigte die Polizei in Waldkraiburg.

Die Polizei rät:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen.
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis.
  • Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
  • Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: Besprechen Sie dies mit Familienangehörige oder anderen Ihnen nahe stehende Personen.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen.
  • Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110.
  • Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks geworden, zeigen Sie die Tat unbedingt bei der Polizei an. Dies kann der Polizei helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen entsprechend zu sensibilisieren und die Täter zu überführen.
  • Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Sie gar nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich an die Telekom.
  • Bewahren Sie Ihre Wertsachen, z.B. höhere Geldbeträge und andere Wertgegenstände nicht zuhause auf, sondern auf der Bank oder im Bankschließfach.

Pressemeldung Polizeiinspektion Waldkraiburg

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa (Symbolbild)

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