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Schutz vor Corona-Ansteckung?

20 FFP2-Masken im Test: Nur vier sind gut

Coronavirus - Schulunterricht mit Masken
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Mit Mundschutzmasken sitzen Schülerinnen und Schüler einer fünften Klasse eines Gymnasiums im Unterricht (Symbolbild)

Von 20 FFP2-Masken können die Tester nur vier ohne Einschränkung empfehlen. Hier erfahren Sie die Gründe.

Rosenheim - Schon im Februar unterzogen die Warentester zehn FFP2-Masken einer umfassenden Untersuchung. Damals konnten sie nur eine ohne Einschränkung empfehlen. Nach weiteren zehn Modellen auf dem Prüfstand fällt die Quote mit 4 von 20 nun etwas erfreulicher aus. Aber ein Testergebnis ist dann doch erfreulich: Die Filterwirkung ist bei allen – nun insgesamt 20 geprüften Masken – hoch.

Topmasken überzeugen in Sachen Schutz, Komfort und Dichtigkeit

„Rundum empfehlen“ wollen die Experten aber nur vier Masken: die 3M Aura 9320+ aus dem Februar-Test sowie die Modelle von Lindenpartner, Moldex und Uvex aus dem aktuellen Test. Alle vier schützen nicht nur sehr gut vor Aerosolen, sondern bieten auch genug Atemkomfort, überzeugen in Passform und Dichtigkeit und schneiden unauffällig in der Schadstoffprüfung ab.

Interessant: Alle vier Testsieger stammen von Anbietern, die auf Arbeits- und Atemschutzprodukte spezialisiert sind. Eine gute Maske muss übrigens nicht teuer sein. Die Maske von Uvex kostet nur 67 Cent pro Stück und ist gleichzeitig eine der vier besten. Zum Vergleich der Preis für die 3M: 2,74 Euro.

Bei sieben Masken leidet der Atemkomfort

Bei sieben Masken leidet der Atemkomfort: Kingfa, Leikang, Mea Vita, Taidakang, Hygisun, Mivolis von dm und Altapharma von Rossmann. Wer sie trägt, so die Erfahrung der Experten, bekommt schlechter Luft als unter Masken mit hohem Atemkomfort. Sie erhielten deshalb die Testnote: wenig geeignet!Um den Atemkomfort zu überprüfen, ließen sich die Tester übrigens eine sehr spezielle Messmethode einfallen, die im Labor durchgeführt wurde.

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Sie befestigten die Masken an einem Prüfkopf und schlossen ihn an eine künstliche Lunge an. Ein Sensor am Prüfkopf maß dann den Widerstand, der sich beim künstlichen Atmen ergab. Wichtig für die Bewertung der Masken war den Testern auch die Passform, denn eine gut filternde Maske nützt wenig, wenn sie nicht dicht am Gesicht anliegt. Standardisierte Größen gibt es für Atemschutzmasken bislang aber nicht.

Passform entscheidend

Umso wichtiger, so die Warentester, sei es deshalb, dass ein Modell möglichst vielen Menschen passt – egal sie ob ein rundes oder schmales, langes oder kurzes Gesicht haben. Die besten Noten bei der Passformprüfung gingen an 3M, Dräger, Hum, Lindenpartner, Moldex und Uvex. Fast alle haben ein Kopfband, nur die von Hum hat Ohrschlaufen.

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Ärgerlich: Bei sechs Masken stellten die Tester fest, dass die Ohrschleifen und Kopfbänder mit löslichen Latexproteinen belastet waren. Das betrifft die Masken von Dräger, Hum, Kingfa, Leikang, Sentias und Taidakang. Latexproteine zählen zu den Allergenen, das heißt, sie können Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen.

Tragen von FFP2-Maske in jedem Fall sinnvoll

Fragt sich nach den durchwachsenen Testergebnissen, wie sinnvoll ist es denn überhaupt, eine nicht ganz optimale FFP2-Maske zu benützen. Bietet dann vielleicht sogar eine medizinische oder eine Stoffmaske mehr Schutz?

Dazu meinen die Experten: Selbst wenn die Maske Aerosolpartikel eines infizierten Menschen nur zu 30 Prozent filtert und die Maske eines gesunden Menschen ebenfalls nur 30 Prozent filtert, sind die Aerosole insgesamt um etwa 50 Prozent abgemildert. Und das sei doch besser als nichts.

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