News-Ticker zur Corona-Pandemie

Sieben Neuinfektionen in Landkreisen Traunstein und Altötting, darunter einjähriges Kind

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr sieben Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Donnerstag (10. September) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:


  • Bislang infizierte Personen: Rosenheim 3082, Traunstein 1415, Berchtesgadener Land 404, Mühldorf 624, Altötting 739
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9341 Todesfälle in Deutschland (2643 in Bayern)
  • Neue Testzentren in Rosenheim, Mühldorf und Bayerisch Gmain ab 1. September
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:


Update, 19.40 Uhr - Sieben Neuinfektionen in Traunstein und Altötting

im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 40 aktive COVID-19-Fälle vor.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 12,99. Seit der letzten Pressemitteilung am 09.09.20 sind beim Staatlichen Gesundheitsamt zwei Neuinfektionen eingegangen. Dem aktuellen medizinischen Ermittlungsstand zufolge handelt es sich dabei um keine Reiserückkehrer.

Es liegen somit insgesamt 1415 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 1287 Personen (8 mehr als im Vergleich zur Meldung am 09.09.20). Derzeit wird ein COVID-19-Patient im Klinikum Traunstein auf Normalstation behandelt.

Wie das Landratsamt Altötting bekanntgibt, infizierten sich im Landkreis fünf Personen mit dem Corona-Virus. Dabei handelt es sich zum einen um in Altötting wohnhafte Reiserückkehrer aus der Türkei im Alter von 49, 58 und 28 Jahren. Weiters wurde ein 39-jährige, ebenfalls aus Altötting stammende Person infiziert, sowie ein einjähriges Kind. Bei den beiden letztgenannten Fällen handelt es sich um Kontaktpersonen eines bestätigten Falles.

Im Landkreis Berchtesgadener Land gibt es keine Neuinfektionen. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land verringert sich auf 10,4.

Von den insgesamt 404 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind 367 Personen wieder genesen (eine mehr im Vergleich zur letzten Meldung) und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 12 SARS-CoV-2-Infizierte (eine weniger im Vergleich zu gestern).

Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell be-finden sich 18 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne (eine weniger im Vergleich zur letzten Meldung). Insgesamt 1.104 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile seit März wieder aus der Quarantäne entlassen worden (vier mehr im Vergleich zur letzten Meldung).

Update, 17.02 Uhr - Schüler positiv getestet: BOS Rosenheim schickt 12. Klasse in Quarantäne

Am Donnerstag musste die Schulleitung der BOS Rosenheim eine 12. Klasse auf Anordnung der Gesundheitsamtes Rosenheim aufgrund eines Corona-Falles nach Hause schicken. In einem offiziellem Schreiben teilt die Schulleitung mit, dass ein Schüler positiv getestet wurde und noch am Dienstag den Unterricht besucht hatte.

Alle Schüler der betroffenen Klasse werden demnach am Freitag getestet und haben nun eine zweiwöchige Quarantänezeit vor sich. „Die gute Nachricht, ist dass alle Schülerinnen und Schüler sowie alle Lehrkräfte eine Maske trugen und ausreichend Abstand gehalten wurde, so dass das Ansteckungsrisiko gering gewesen sein dürfte."

Weiter heißt es, dass das Gesundheitsamt aufgrund des sehr gut eingehaltenen Hygieneplans keinen Grund sieht, die Schule teil- bzw. komplett zu schließen.

Update, 16.24 Uhr - Komplette bayerische Schule nach Corona-Fall im „Home-Schooling“

Der Unterrichtsbetrieb an der Mittelschule Furth im Wald muss bis einschließlich Freitag, 18. September auf die Beschulung zu Hause, das sog. „Home-Schooling“ umgestellt und beginnt erst wieder am darauffolgenden Montag als Präsenzunterricht. Dies teilte das Landratsamt Cham am Donnerstag in einer Pressemeldung mit.

Hintergrund ist ein kurzfristig nach Schulstart aufgetretener positiver Covid 19-Fall in der Lehrerschaft. Das Gesundheitsamt hat aus Gründen der Vorsicht für alle Mitglieder des Lehrerkollegiums und weitere Mitarbeiter an der Schule häusliche Quarantäne bis einschließlich 20. September angeordnet.

Das Gesundheitsamt wird umgehend eine Testung der rund 25 Kontaktpersonen durchführen. 

Update, 14.28 Uhr - Rosenheim trauriger Spitzenreiter - Zahlen weit über kritischem Wert

Seit Tagen bzw. mittlerweile seit mehr als drei Wochen steigen die Infektionszahlen in Rosenheim rapide an. Vor allem den bundesweit geltenden Grenzwert von höchstens 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen hat Rosenheim bereits im August überschritten und seitdem so gut wie nicht mehr unterschritten.

Trotz der daraufhin eingeführten Einschränkungen für das öffentliche Leben in Rosenheim nimmt der 7-Tage-Inzidenz-Wert weiter nicht ab. Im Gegenteil: Laut Robert-Koch-Institut liegt Rosenheim am Donnerstag bei 69,5 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, welches für gewöhnlich noch aktuellere Zahlen veröffentlicht, meldet für die Stadt Rosenheim sogar einen 7-Tage-Inzidenz-Wert von 72,64. Das bedeutet einsame Spitze im bundesweiten Vergleich - gefolgt von Memmingen Stadt mit einem Wert von 63,87 und Würzburg Stadt mit einem Wert von 57,87.

Update, 13.31 Uhr - München untersagt „Querdenker“-Demo am Odeonsplatz

Die Stadt München hat eine für Samstag angekündigte Demonstration der Vereinigung „Querdenken 089“ gegen die Corona-Maßnahmen mit 5000 angemeldeten Teilnehmern auf dem Odeonsplatz untersagt. Stattdessen dürfe sie unter strikten Auflagen auf der Theresienwiese stattfinden - allerdings aus Infektionsschutzgründen nur mit 1000 Teilnehmern, wie das Kreisverwaltungsreferat (KVR) am Donnerstag mitteilte. Ein geplanter Demonstrationszug durch die Stadt wurde ebenfalls untersagt.

„Zwischen allen Teilnehmenden, Passanten und zu Pressevertretern muss zwingend ein Mindestabstand von 1,5 Metern gewahrt und jeder Körperkontakt vermieden werden“, hieß es in der Mitteilung des KVR. Außerdem müssen alle Teilnehmer - bis auf die jeweiligen Redner - eine Maske tragen. Die Demonstration soll um 15 Uhr beginnen und muss nach KVR-Angaben bis spätestens 19.30 Uhr beendet sein. Schon die Zuwege sollen von der Polizei kontrolliert werden.

Update, 12.59 Uhr - Wohnviertel in Palma de Mallorca wegen Corona abgeriegelt

Wegen hoher Corona-Zahlen hat die Regionalregierung der Balearen die Abriegelung eines Wohnviertels der Stadt Palma angeordnet. Die etwa 23.000 betroffenen Menschen im Arbeiterviertel Son Gotleu und in einigen angrenzenden Straßenzügen dürften ihr Wohnviertel ab Freitag nur noch verlassen, um zur Arbeit, zu einem Arzt oder einem Krankenhaus sowie zur Schule oder einer anderen Bildungseinrichtung zu gehen oder um sich um Pflegebedürftige zu kümmern, berichtete die deutschsprachige „Mallorca Zeitung“ am Donnerstag. Geschäfte und Cafés dürften mit der halben Zahl der üblichen Plätze weiter geöffnet bleiben. Bars müssen spätestens um 22 Uhr schließen. Die Einschränkungen gelten zunächst für zwei Wochen.

Son Gotleu im Norden der Stadt, wo viele Menschen aus Lateinamerika, Osteuropa und Afrika leben, leidet seit langem unter sozialen Problemen, die sich durch Corona noch verschärft haben. Urlauber, die für die Wirtschaft der Inseln von enormer Bedeutung sind, kommen nur selten dorthin. Allerdings gibt es kaum noch Urlauber auf den Inseln, seit das Robert Koch-Institut ganz Spanien einschließlich der bei Deutschen beliebten Balearen zum Risikogebiet erklärt hat und das Auswärtige Amt vor Reisen in das Land warnt.

Nach Angaben der lokalen Gesundheitsbehörden vom Mittwoch wurden auf den Inseln mit 1,15 Millionen Einwohnern in den vergangenen 24 Stunden 329 Neuinfektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 registriert.

Update, 12.01 Uhr - Drei neue Fälle im Kreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Mittwoch, 9. September drei neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 10. September 2020, 8 Uhr). Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 23,3. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 27 aktive Fälle, davon wird keiner stationär behandelt.

Update, 11.05 Uhr - Gastgewerbe im Juli noch ein Viertel im Minus - Camping im Plus

Das bayerische Gastgewerbe leidet nicht mehr ganz so stark unter der Corona-Krise. Im Juli lagen die nominalen Umsätze der Branche zwar noch 24,5 Prozent unter dem Wert aus dem Vorjahresmonat, im Vergleich zum Juni ging es allerdings um 39,1 Prozent nach oben, wie das Landesamt für Statistik am Donnerstag mitteilte. Dabei können aber auch saisonale Effekte eine Rolle spielen.

Die Zahl der Beschäftigten lag im Vergleich zum Vorjahresmonat um 17,2 Prozent im Minus, im Vergleich zum Juni allerdings 5,0 Prozent im Plus. Über die ersten sieben Monate des Jahres gerechnet fehlen dem Gastgewerbe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 36,2 Prozent der Umsätze.

Unter allen Wirtschaftsgruppen des Gastgewerbes lagen im Juli nur die Campingplätze im Plus. 8,3 Prozent betrug der nominale Umsatzzuwachs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Besonders hart traf es dagegen die Bereiche Ausschank von Getränken mit einem Rückgang um 58,6 Prozent sowie Caterer mit einem Minus von 49,9 Prozent. Im Bereich Ausschank dürfte sich die Situation ein Stück weit entspannen: Ab dem 19. September dürfen in Bayern Bars und Kneipen wieder öffnen.

Update, 10.11 Uhr - Inzidenz-Wert von Würzburg fast bei 50 - viele Reiserückkehrer

In Würzburg ist die Zahl der Menschen, die sich neu mit dem Coronavirus infiziert haben, weiter gestiegen. Laut Gesundheitsamt liegt die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner bei 48,46 – und damit nur knapp unter dem kritischen Wert von 50. Rund die Hälfte der Neu-Infektionen lässt sich laut einer Statistik des Gesundheitsamtes auf Reiserückkehrer und deren Kontaktpersonen sowie Familienangehörige zurückführen.

Da vor allem Reiserückkehrer sowie deren Kontaktpersonen Grund für diesen Anstieg an Neuinfektionen sind, werde die Stadt Würzburg nach Auskunft eines Pressesprechers gegenüber dem Bayerischen Rundfunk als erste Konsequenz am Donnerstag (10. September) mit sofortiger Wirkung eine Allgemeinverfügung erlassen. Danach wird bei allen Reiserückkehrern, die aus einem Risikogebiet zurückkommen, die häusliche Quarantäne erst aufgehoben, wenn innerhalb von fünf bis sieben Tagen eine zweite Testung stattgefunden hat, deren Ergebnis negativ ist.

Update, 9.16 Uhr - Corona-Rekordanstieg in Tschechien - Maskenpflicht in Innenräumen

In Tschechien breitet sich das Coronavirus weiter rasant aus. Die Bundesregierung sprach am Mittwochabend eine Reisewarnung für die am stärksten betroffene Hauptstadt Prag aus und erklärte sie zum Risikogebiet. Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen sich in Quarantäne begeben und testen lassen. Die Warnung ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren.

Bei der Zahl der täglichen Neuinfektionen wurde in Tschechien ein neuer Rekordwert erreicht. Am Dienstag kamen 1164 Fälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium in Prag am Mittwoch bekannt gab. Der bisherige Höchstwert innerhalb von 24 Stunden hatte bei knapp 800 gelegen. Die Gesamtzahl der aktiv Infizierten stieg damit auf rund 9300. Es wurden bisher insgesamt 441 Todesfälle mit einer Covid-19-Erkrankung in Verbindung gebracht. Tschechien hat nur knapp 10,7 Millionen Einwohner.

„Wir rufen alle Bürger zu maximaler Verantwortung und der Einhaltung grundlegender Hygieneregeln auf“, teilte der 33 Jahre alte Minister der populistischen Partei ANO mit. In den sozialen Netzwerken stieß die Ankündigung Vojtechs überwiegend auf Kritik. Dem tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babis wurde vorgehalten, dass er erst im Juni erklärt habe, es werde künftig keine flächendeckenden Maßnahmen mehr geben. Eine Corona-Ampel sollte regional begrenzte Verschärfungen ermöglichen.

Update, 8.07 Uhr - Quarantäne für mehrere bayerische Klassen und Lehrkräfte

Kaum hat die Schule begonnen, ist sie für zahlreiche Schüler und auch Lehrer in Bayern erstmal wieder vorbei - Corona-bedingt. In Oberbayern wurde in Olching eine Schülerin des Gymnasiums positiv getestet. 103 Schüler der elften Jahrgangsstufe sind ab sofort vom Unterricht ausgeschlossen und erhalten bis 22. September Online-Unterricht.

In Lappersdorf im Kreis Regensburg sind zwei Klassen des Gymnasiums in 14-tägiger Quarantäne. In einer fünften Klasse gibt es einen bestätigten Fall, in einer zehnten Klasse einen Verdachtsfall. Die Familie eines Grundschulkindes, die Klassenkameraden und zwei Lehrkräfte befinden sich in Güntersleben (Unterfranken) ebenfalls in Quarantäne. Am Donnerstag werden Corona-Tests im Schulumfeld durchgeführt.

In Niederbayern befinden sich in Bischofsmais 23 Kinder einer Klasse und vier Lehrkräfte in Quarantäne. Außerdem wurde ein Schüler einer dritten Klasse in Pfarrkichen (Kreis Rottal-Inn) positiv getestet. Auch hier wurden die gesamte Klasse samt Lehrerin in Quarantäne geschickt.

Update, 7.05 Uhr - 1892 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben innerhalb eines Tages 1892 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 255.366 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag auf seiner Homepage bekannt gab (Datenstand 10.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9341. Das sind drei mehr als noch am Vortag.

Erstmals seit Juni hat zuletzt die Zahl vom Robert Koch-Institut (RKI) wöchentlich erfasster Corona-Tests wieder abgenommen. In der Woche vom 31. August bis 6. September wurden demnach gut eine Million Tests gezählt - etwa 50.000 weniger als in der Vorwoche. Es ist das erste Mal seit der Woche vom 22. bis 28. Juni, dass die Testzahl wieder abnimmt.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Mittwoch bei 0,88 (Vortag: 1,10). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,95 (Vortag: 0,98). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Pflege-Schutzschirm soll bis März verlängert werden

„Die Pandemie geht weiter - und sie wird uns auch im Winter noch vor große Herausforderungen stellen.“ Das sagt Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Deshalb setzt sie sich für die Verlängerung des Corona-Pflege-Schutzschirms des Bundes ein. Huml spricht davon, dass eine kürzere Verlängerung nur bis zum Ende des Jahres ein fatales Signal wäre. Darüber wurde nämlich auf Bundesebene nachgedacht.

Hier geht‘s zum Corona-News-Ticker von Mittwoch.

Das Ziel des Schutzschirms ist, Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen vor finanzieller Überlastung zu schützen und ihnen Sicherheit zu geben. Huml mahnt dabei: „Wenn der Schutzschirm zu früh ausläuft und dann in den Einrichtungen Mehrausgaben anfallen oder weniger Geld eingenommen wird, bleiben den Trägern nur zwei Möglichkeiten: Sie können die Kosten auf die Pflegebedürftigen umlegen oder Einrichtungen schließen. Beides würde letztlich die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen belasten. Das müssen wir verhindern.“

Pflegebedürftige sollen durch den Pflege-Schutzschirm entlastet werden. Bei coronabedingten Mehrausgaben oder Mindereinnahmen können zugelassene Pflegeeinrichtungen sich außerdem eben diese von der Pflegeversicherung erstatten lassen. Bislang sind diese Regelungen bis Ende September 2020 angesetzt. Doch eine Verlängerung soll bald im Bundestag beraten werden.

mh/mda/dpa

Rubriklistenbild: © Christin Klose/dpa

Kommentare