News-Ticker zur Corona-Pandemie

Vier neue Corona-Fälle in den Landkreisen Altötting und Mühldorf

Abstrich für Coronavirus-Test
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Symbolbild: Weitere Corona-Fälle in Altötting und Mühldorf.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr sieben Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch (9. September) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:


  • Bislang infizierte Personen: Rosenheim 3082, Traunstein 1413, Berchtesgadener Land 404, Mühldorf 621, Altötting 734
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9338 Todesfälle in Deutschland (2643 in Bayern)
  • Neue Testzentren in Rosenheim, Mühldorf und Bayerisch Gmain ab 1. September
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:


Hier geht‘s zum nächsten Corona-Ticker.

Update, 22 Uhr - Vier neue Fälle in Altötting und Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Dienstag, 8. September, drei neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 9. September 2020, 8 Uhr).

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 25,9. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 29 aktive Fälle, davon wird keiner stationär behandelt.

Im Landkreis Altötting gibt es laut Auskunft des Landratsamts einen neuen bestätigten Corona-Fall. Dabei handelt es sich um eine 69-jährige Person aus Burgkirchen, welche von einem Italien-Aufenthalt zurückgekehrt ist.

Update, 18.05 Uhr - Hunderte bayerische Schülerinnen und Schüler nach nur zwei Tagen in Quarantäne

Für viele Schülerinnen und Schüler in Bayern war der Schulstart nach wenigen Stunden bereits wieder beendet. Nachdem bereits am Montag eine Lehrerin einer Grundschule in Bischofsmais im Kreis Regen positiv auf das Coronavirus getestet wurde und insgesamt 23 Kinder und vier Lehrer in Quarantäne mussten, wurden am Dienstag erneut über 100 Schülerinnen und Schüler in anderen bayerischen Orten nach Hause geschickt.

Im oberbayerischen Olching wurde eine Schülerin des Gymnasiums ebenfalls positiv auf das Coronavirus getestet. 103 Schülerinnen und Schüler der elften Jahrgangsstufe wurden mit sofortiger Wirkung vom Unterricht ausgeschlossen. Sie erhalten bis zum 22. September Online-Unterricht. (siehe Update 14.52 Uhr)

Und auch in Lappersdorf im Landkreis Regensburg mussten zwei Klassen des ansässigen Gymnasiums in Quarantäne geschickt werden. Eine Person der fünften Klasse wurde hier positiv auf das Coronavirus getestet, wie br.de berichtet. Zudem gebe es auch in einer zehnten Klasse einen Verdachtsfall.

Update, 16.17 Uhr - Sechs Neuinfektionen im Raum Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 46 aktive Corona-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 12,42.

Seit Dienstagnachmittag sind beim Staatlichen Gesundheitsamt sechs Neuinfektionen eingegangen. Dem aktuellen medizinischen Ermittlungsstand zufolge handelt es sich dabei in zwei Fällen um Reiserückkehrer - aus keinem Risikogebiet.

Es liegen somit insgesamt 1413 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden .Als genesen gelten mindestens 1279 Personen. Derzeit wird ein COVID-19-Patient im Klinikum Traunstein auf Normalstation behandelt.

Update, 14.52 Uhr - Nach dem ersten Schultag - über 100 Schüler in Quarantäne

Das neue Schuljahr gerade mal vier Tage alt und schon wurden 100 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe am Gymnasium Olching vom Unterricht ausgeschlossen, weil eine Mitschülerin an Corona erkrankte. Betroffen sind die 11. und 12. Klasse, wie Antenne Bayern berichtet könne die Stufen 5 bis 10 regulär am Unterricht teilnehmen.

Die Erkrankte wurde nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet auf den Virus getestet, weil sie keine Symptome zeigte ging sie am Dienstag aber schon in die Schule, bevor das Ergebnis kam. Nun dürfen über 100 Schüler bis zum 22. September nicht mehr in den Unterricht.

Update, 14 Uhr - Aktuelle Zahlen aus dem Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern sieben weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gibt. Sechs Personen befanden sich bereits als direkte Kontaktpersonen in Quarantäne und wurden nunmehr Corona-positiv abgestrichen. Bei einer Person handelt es sich um einen Reiserückkehrer aus einem Nicht-Risikogebiet. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land erhöht sich somit auf 404 (Meldestand: 9 September, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land steigt auf 11,3.

Von den insgesamt 404 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind 366 Personen wieder genesen (gleichbleibend im Vergleich zur letzten Meldung) und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 13 SARS-CoV-2-Infizierte (7 mehr im Vergleich gestern).

Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 19 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne (5 weniger im Vergleich zur letzten Meldung). Insgesamt 1.100 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile seit März wieder aus der Quarantäne entlassen worden (5 mehr im Vergleich zur letzten Meldung).

Pressemeldung Landratsamt Berchtesgadener Land

Update, 12.55 Uhr - Corona-infizierter Berlusconi kämpft gegen „höllische Krankheit“

Italiens früherer Regierungschef Silvio Berlusconi hat sich erstmals nach seiner Infektion mit dem Coronavirus zu Wort gemeldet und Parteikollegen vom Kampf gegen die „höllische Krankheit“ berichtet. „Ich gebe alles und hoffe, dass ich bald wieder zurück bin“, sagte Berlusconi am Dienstagabend laut Nachrichtenagentur Ansa bei einer Telefonkonferenz mit Mitgliedern seiner Partei Forza Italia. „Ich kämpfe, um dieser höllischen Krankheit zu entkommen.“

Der 83-Jährige wird seit vergangenem Freitag wegen seiner Infektion mit dem Coronavirus im Mailänder Krankenhaus San Raffaele behandelt. Seit einigen Tagen ist der Politiker und Unternehmer, der wegen seines Alters und einiger Vorerkrankungen als Risikopatient gilt, auf dem Weg der Besserung. „Ich denke, dass uns jede Stunde, die vergeht, näher ans positive Resultat einer Genesung bringt“, sagte Berlusconis Arzt Professor Alberto Zangrillo am Dienstagabend im TV-Sender Rai.

Allerdings sei Covid-19 eine „tückische Krankheit“, bei der man nicht vorschnell denken dürfe, man habe sie besiegt, warnte Zangrillo. Bei Berlusconi zeige die Behandlung im Krankenhaus jedoch Erfolge. „Seine Krankheit hat den erhofften Verlauf genommen, er reagiert sehr gut auf die Therapien“, sagte der Mediziner.

Update, 11.58 Uhr - Zwei Kinder aus Kreis Traunstein positiv aus Coronavirus getestet

Im Kreis Traunstein wurden zwei Kinder positiv auf das neuartige Coronavirus getestet. Beide Testabstriche wurde im Testzentrum Hochfelln Nord an der A8 vorgenommen. Beide Kinder zeigen derzeit keine Symptome.

Bei dem ersten Fall handelt es sich um ein Kind, welches in der Heilpädagogischen Tagesstätte „Wilhelm-Löhe-Zentrum" in Traunreut betreut wird. Der Testabstrich wurde laut Gesundheitsamt am 31. August vorgenommen, die Befundmitteilung erfolgte am 5. September.

Als Kontaktpersonen der Kategorie 1 wurden Personen im privaten Umfeld des Kindes sowie acht Mitschüler und acht Personen des Betreuungspersonals ermittelt und in Quarantäne gesetzt. Das Gesundheitsamt hat zeitnahe Reihentestungen aller Kontaktpersonen im Corona-Testzentrum für den Landkreis Traunstein organisiert.

Bei dem zweiten Fall handelt es sich um ein betreutes Kind der AWO Kindertagesstätte in Tacherting. Dieser Testabstrich wurde am 5. September vorgenommen, die Befundmitteilung erfolgte am 7. September.

Als Kontaktpersonen der Kategorie 1 wurden Personen im privaten Umfeld des Kindes sowie 42 Betroffene aus dem Kindergarten (sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und 36 Kinder) ermittelt und in Quarantäne gesetzt. Auch hier hat das Gesundheitsamt zeitnahe Reihentestungen aller Kontaktpersonen im Corona-Testzentrum für den Landkreis Traunstein organisiert.

Sowohl das Diakonische Werk Traunstein als auch der AWO Kreisverband Traunstein, Träger der Einrichtungen, können versichern, dass keine Beeinträchtigungen in der Betreuung der anderen Kinder und Jugendlichen entstanden sind und somit der Betrieb mit dem Personal und für die Kinder, die nicht unter Quarantäne stehen, weitergeführt werden kann.

Beide Einrichtungen betonten die gute Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt.

Update, 11.37 Uhr - Testperson erkrankt - AstraZeneca setzt Impfstoff-Tests aus

Der Pharmakonzern AstraZeneca hat die klinische Studie für seinen Corona-Impfstoff vorsorglich gestoppt, nachdem bei einem der Teilnehmer gesundheitliche Probleme aufgetreten sind. Dies teilte das britisch-schwedische Unternehmen in der Nacht mit. „In großen Versuchsreihen treten Erkrankungen zufällig auf, müssen aber von unabhängiger Seite untersucht werden, um das gründlich zu überprüfen.“ Während des Stopps sollen keine weiteren Studienteilnehmer geimpft und bisher geimpfte Personen weiterhin beobachtet werden.

AstraZeneca machte zur Erkrankung der Person keine Angaben, geht aber von einem Einzelfall aus. Die New York Times wiederum berichtet unter Berufung auf einer informierten Person, dass es sich bei dem gesundheitlichen Problem um Transverse Myelitis handele - eine Art Entzündung des Rückenmarks, welche durch Vireninfektionen ausgelöst werden könne.

Der Impfstoff befindet sich derzeit in der dritten und abschließenden Studien-Phase. AstraZenecas Wirkstoff AZD1222 beruht auf der abgeschwächten Version eines Erkältungsvirus von Schimpansen und soll das Immunsystem auf Trab bringen, damit es SARS-CoV-2 im Falle einer Infektion unschädlich machen kann.

Im August will bild.de aus Regierungskreisen erfahren haben, dass sich Gesundheitsminister Jens Spahn für Deutschland bereits 54 Millionen Dosen des britischen Impfstoffes gesichert habe - mit Option auf weitere 18 Millionen Dosen.

Update, 10.32 Uhr - Kovac mit Coronavirus infiziert

Der ehemalige Bayern-Coach Niko Kovac hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das bestätigte der aktuelle Trainer des AS Monaco im Interview mit „Sport Bild“. Am Donnerstag vergangener Woche sei das gesamte Team getestet worden, am Freitag habe er den positiven Befund erhalten. „Ich fühle mich gut und bin ohne Symptome“, sagte er. Das Training bei Monaco leite derzeit sein Bruder und Assistent Robert, mit dem er sich abstimme.

Update, 9.23 Uhr - Frau geht in Spanien trotz Corona surfen und wird festgenommen

Eine Frau wurde am Zurriola-Strand bei der spanischen Stadt San Sebastián am Montag von mehreren Beamten in Schutzanzügen verhaftet. Das berichtet der spanische Nachrichtensender „eSPAINews“. Die Frau war positiv auf das Coronavirus getestet worden und sollte eigentlich in Quarantäne sitzen. Doch sie ging lieber zum Surfen.

„El País“ berichtet, dass die Beamten gegen Mittag die Information erhalten hatten, dass die Frau ihre Quarantäne verlassen hatte. Zuerst waren ihre Kollegen mit einem Rettungsboot aufs Wasser gefahren, um ihr mitzuteilen, dass sie an Land kommen müsse. Doch sie zeigte sich uneinsichtig. Wie die spanische Zeitung El Diario Vasco schrieb, wurde der Strand sogar teilweise gesperrt, da sich die Frau weigerte, den Anweisungen Folge zu leisten und deshalb eine Gefahr für andere Badegäste darstellte.

Auf sie wartet nun ein Strafverfahren wegen schwerwiegenden Ungehorsams gegenüber Beamten. Da die Surferin die Quarantäne-Regeln ignorierte, könnte sie zudem mit einem Bußgeld in Höhe zwischen 60.000 und 600.000 Euro belangt werden.

Update, 8.17 Uhr - 1176 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben innerhalb eines Tages 1176 neue Corona-Infektionen gemeldet. Dies gab das Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwoch auf seiner Homepage bekannt. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 253.474 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 9.9., 0.00 Uhr). Bis Mittwochmorgen hatten etwa 228.000 Menschen die Infektion überstanden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9338. Das sind neun weitere Todesfälle im Vergleich zum Vortag.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Dienstag bei 1,10 (Vortag: 1,12). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,98 (Vortag: 0,95). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Aus den Daten des RKI-Lageberichts geht hervor, dass sich von den vom 31. August bis 6. September erfassten Infizierten, bei denen eine Angabe zum Infektionsland vorliegt, 32 Prozent wahrscheinlich im Ausland ansteckten. Auf vier Wochen betrachtet wurden Kroatien, der Kosovo, die Türkei, Bosnien und Herzegowina sowie Spanien als wahrscheinliche Infektionsländer am häufigsten genannt.

Update, 7.51 Uhr - Antisemitische Vorfälle bei 48 Corona-Demonstrationen in Bayern

Bei Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen ist es in Bayern zu etlichen antisemitischen Vorfällen gekommen. Allein von Ende April bis Ende Juli hat es bei 48 solcher Kundgebungen und Demonstrationen antisemitische Äußerungen gegeben, wie aus einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) hervorgeht. Demnach hefteten sich Teilnehmer gelbe Sterne mit Aufschriften wie „nicht geimpft“ an oder behaupteten, ein Immunitätsausweis wäre der „Judenstern 2.0“.

Unabhängig von den Versammlungen hatten in demselben Zeitraum elf antisemitische Vorfälle in Bayern einen Bezug zur Corona-Krise, wie in dem Bericht weiter ausgeführt wird. Ein jüdischer Spaziergänger sei beispielsweise beschimpft worden, „die Juden“ seien für das Coronavirus verantwortlich. Außerdem seien Aufkleber verbreitet worden, auf dem der Virologe Christian Drosten mit dem nationalsozialistischen Arzt und Kriegsverbrecher Josef Mengele gleichgesetzt wurde.

Bundesweit kam es laut Bericht von Mitte März bis Mitte Juni bei 123 Corona-Demonstrationen zu antisemitischen Vorfällen. Der RIAS-Bundesverband erfasst antisemitische Vorfälle mittels eines Online-Melderegisters. Er wurde 2018 in Berlin gegründet. Die Meldestelle geht davon aus, dass es gerade in Bezug auf Antisemitismus bei Protesten eine hohe Dunkelziffer geben dürfte.

Update, 7.02 Uhr - Lehrerin in Bischofsmais positiv auf Corona - Schüler in Quarantäne

Für eine Grundschulklasse in Bischofsmais war der erste Tag zurück in der Schule vorerst direkt auch wieder der letzte: Weil eine Lehrerin positiv auf Corona getestet wurde, müssen sie und ihre 23 Schüler in Quarantäne. Sie bekam am Dienstagnachmittag das positive Ergebnis.

Auch weitere Lehrer, die am ersten Schultag Kontakt mit der infizierten Lehrerin hatten, müssen in Quarantäne. Wo die Frau sich angesteckt hat, ist noch unklar. Sie hatte die Ferien zuhause verbracht. Außerdem war die Lehrerin auch symptomfrei. Der einzige Grund, durch den die Infektion erkannt wurde, war die Vorsicht der Frau, die sich auch ohne Symptome oder andere konkrete Anhaltspunkte hat testen lassen.

Ausblick auf diesjährige Grippewelle - „Durch Corona-Routine werden Infektionen insgesamt reduziert“

Der Sommer verabschiedet sich langsam und räumt die Bühne für die kühleren, von bunten Blättern und Nebel geprägten Tage im Herbst. Wie jedes Jahr nähert sich damit die Zeit von Erkältungen und auch der wiederkehrenden Grippe - heuer in Zeiten von Corona.

Ausgerechnet die Pandemie soll aber nun laut Aussage von Ärztepräsident Klaus Reinhardt die Bevölkerung so sensibilisiert haben und somit eine sanftere Grippewelle verursachen. „Durch die Corona-Routine, also durch häufiges Händewaschen, Maskentragen und Abstandhalten, werden Infektionen insgesamt reduziert“, sagte Reinhardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Donnerstag.

Eine Grippeimpfung könne zudem einen positiven Effekt auf das Corona-Risiko haben, denn: „Jede Impfung ist ein Trainingsprogramm für das Immunsystem. Die Grippeschutzimpfung führt zwar nicht zu einer spezifischen Immunisierung gegen das Corona-Virus, kann aber das Immunsystem so stärken, dass eine Infektion harmloser verläuft“, wie Reinhardt anmerkt.

In Aussicht auf zwei zeitgleich grassierende und sich schnell verbreitende Erreger fordert Reinhardt eine möglichst lückenlose Grippeimpfung für Erzieher und Lehrer. Seine Begründung: „Die Grippewelle darf nicht den Betrieb von Kitas und Schulen gefährden“.

Von Seiten des SPD-Gesundheitspolitikers Karl Lauterbach wird gefordert, Klassenräume mit Luftfilteranlagen auszustatten. Das soll verhindern, dass sich Schulkinder im Winter mit dem Coronavirus infizieren. „Eine Luftfilteranlage kostet pro Schüler maximal 100 Euro. Das sollten uns die Kinder wert sein“, sagte Lauterbach der „Rheinischen Post“ (Donnerstag).

mda/dpa

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