News-Ticker zur Corona-Pandemie

Gastronom am Tegernsee will trotz Lockdown öffnen - 104 Neuinfektionen im Berchtesgadener Land

Gaststätten wurden geschlossen, erlaubt sind weiter Lieferdienste und Essen zum Mitnehmen.
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Gaststätten sind geschlossen, erlaubt sind weiter Lieferdienste und Essen zum Mitnehmen.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Freitag, 8. Januar, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 130,6, Landkreis Rosenheim 107,5, Landkreis Traunstein 148,3 , Landkreis Berchtesgadener Land 325,7, Landkreis Mühldorf 149,3, Landkreis Altötting 113,9 (Quelle/Stand: RKI, 8. Januar, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2427, Landkreis Rosenheim 8984, Traunstein 6035, Berchtesgadener Land 3156, Mühldorf 3553, Altötting 3056 (Quelle/Stand: RKI, 8. Januar, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 40, Landkreis Rosenheim 350, Traunstein 157, Berchtesgadener Land 68, Mühldorf 82, Altötting 107 (Quelle/Stand: RKI, 8. Januar, 0 Uhr)
  • Mindestens 38.795 Todesfälle in Deutschland (7656 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.04 Uhr - 104 Neuinfektionen im Berchtesgadener Land

Die meisten Neuinfektionen in der Region vermeldet unterdessen das Landratsamt Berchtesgadener Land, hier wurden 104 Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag bekannt. 16 Personen davon galten bereits als direkte Kontaktpersonen und befanden sich bereits in häuslicher Isolation. Im Landkreis gibt es aktuell 387 aktive Fälle, 292 Personen befinden sich als Kontaktpersonen in Quarantäne. In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 57 Covid-19-Patienten stationär behandelt, fünf davon werden intensivmedizinisch betreut.

Update, 19.22 Uhr - 23 neue bestätigte Fälle im Landkreis Mühldorf am Inn

Im Zuständigkeitsbereich des Landratsamtes Mühldorf am Inn gibt es seit der letzten Meldung am Donnerstag 23 neue bestätigte Corona-Fälle. Der Landkreis zählt derzeit (Stand: 8. Januar, 8 Uhr) insgesamt 257 aktive Fälle, mindestens 3208 Personen sind seit Pandemiebeginn von ihrer Erkrankung genesen.

Update, 18.57 Uhr - 44 neue Corona-Fälle im Landkreis Altötting

Das Landratsamt Altötting berichtet von 44 Neuinfektionen. Landkreisweit gibt es damit derzeit insgesamt 212 aktive Fälle (Stand: 8. Januar, 11 Uhr), die meisten davon in Garching an der Alz (49), gefolgt von Burghausen (32), Altötting (18) und Töging am Inn (15). 2764 Bürgerinnen und Bürger gelten bislang von der Erkrankung an Covid-19 als wieder genesen.

Update, 17:49 Uhr - Gastronom am Tegernsee will trotz Lockdowns öffnen

Aus Protest gegen den Corona-Lockdown will ein Gastronom ab Montag sein Bistro in Gmund am Tegernsee wieder öffnen. „Ich möchte einfach ein Zeichen setzen, dass die Maßnahmen der Politik nicht verhältnismäßig sind. Sie zerstören die Gastronomie“, erklärte Betreiber Hans Becker am Freitag. Zuerst hatte die „Tegernseer Zeitung“ über die geplante Öffnung von „Das Becker’s“ berichtet.

Die Polizei und das Landratsamt suchen schon vorab das Gespräch mit dem Betreiber, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. „Es ist nicht zulässig, dass gastronomische Betriebe öffnen. Wir hoffen, dass die Einsicht siegt.“ Die Beamten und zwei Vertreter des Landratsamtes werden das Bistro ansonsten am Montag kontrollieren, kündigte eine Sprecherin des Landratsamtes an. „Sollten dabei Verstöße festgestellt werden, werden diese konsequent geahndet.“

Laut Bußgeldkatalog droht dem Gastronom eine Strafe von 5000 Euro. „Natürlich zahle ich nicht. Im Zweifel ziehe ich bis zum Europäischen Gerichtshof“, sagte Becker, der sich ausdrücklich von der rechten Szene distanziert. Er leugne nicht die Existenz des Virus und wolle sich an die Hygiene- und Abstandsregeln halten, um seine Gäste nicht zu gefährden. Zwei Besucher hätten trotz drohender Geldstrafe von 250 Euro schon für Montag reserviert.

Zuletzt hatte ein Sportartikelhändler aus der Region angekündigt, seine Läden ab Montag zu öffnen. Nach Zuspruch aus der rechten Szene machte er dann aber einen Rückzieher.

Update, 16.18 Uhr - Probleme bei Dokumentation der Corona-Impfungen in Bayern

Bei der Dokumentation der Impfungen gegen das Coronavirus gibt es in Bayern Schwierigkeiten. Für mindestens 1000 Impfdosen gab es in der speziell für die Pandemie entwickelten Software zuletzt keinen Nachweis. Dies geht aus einer internen Behörden-E-Mail hervor. Vom Gesundheitsministerium in München waren am Freitag zunächst keine Informationen zu dem Problem zu erhalten. Das Ministerium hatte allerdings eine spätere Stellungnahme angekündigt.

Wie es in der E-Mail der Regierung von Unterfranken heißt, hat das Ministerium am Donnerstag in einer Videokonferenz die Regierungspräsidenten auf die mangelhafte Dokumentation hingewiesen. „So sei für eine bayernweit vierstellige Zahl von zugewiesenen Impfdosen die Verimpfung bislang nicht nachgewiesen“, heißt es in der Mail, mit der die Regierungsbehörde die Städte und Landkreise informierte.

Die Kommunen wurden darauf hingewiesen, dass für die Dokumentation einer Impfung auf jeden Fall die Software „BayIMCO“ verwendet werden müsse. Mit dem Programm müsse der Freistaat auch die Einhaltung der Vorgaben gegenüber dem Bund belegen. „Sollte die Dokumentation nicht im vorgeschriebenen Umfang erfolgen, stehen auch Kürzungen der zugewiesenen Impfdosen im Raum“, heißt es in dem Schreiben.

Der Sprecher der Regierungsbehörde in Würzburg, Johannes Hardenacke, wies darauf hin, dass die E-Mail aber nicht bedeute, dass die Verwendung der erwähnten Impfdosen nun gar nicht mehr nachzuvollziehen sei. Die Impfungen seien zunächst nur nicht in dem richtigen Computerprogramm erfasst worden und müssten nachgetragen werden. Da das Programm „BayIMCO“ nicht von Anfang an alle Funktionen aufwiese, hatten manche Kommunen bei der Vorbereitung des Impfstarts auch andere Software verwendet.

Update, 14.42 Uhr - „Die eigentlichen Opfer der Pandemie sind nicht diejenigen, die von Maßnahmen betroffen sind“

„Ist mit dem ersten Februar dann alles vorbei? Ich denke nicht”, sagte Söder. Man werde Corona bekämpfen, bis es besiegt sei. Daher könne man nicht sagen, wann und wie weiter gelockert wird. Der Impfstoff sei dabei jedoch die große Hoffnung. Keine Maßnahme für sich allein regelt alles, aber im Zusammenwirken der einzelnen Maßnahmen werde eine Verbesserung erhofft. Die eigentlichen Opfer der Pandemie seien nicht die Menschen, welche von Einschränkungen betroffen sind, sondern jene, die bereits an den Folgen einer Corona-Infektion verstorben seien, appellierte Söder.

Ein Dankeschön sprach Söder abschließend der Bevölkerung aus, welche sich an die Maßnahmen hält und diese unterstützt, er hoffe, dass die Zahlen in den nächsten Wochen sinken und sich das Leben weiter normalisiert, versprechen könne er dies allerdings nicht.

Update, 14.37 Uhr - Impfbereitschaft in Bayern ausbaufähig - Söder greift AfD an

Auch das Thema „Impfungen” waren ein großes Thema. „Es wird geimpft was geht und was erlaubt ist”, so Söder. Er dankte auch ausdrücklich den beteiligten Helfern sowie den jeweiligen Impfteams. „Alten- und Pflegeheime bleiben weiter eine Achillesferse”, mahnte Söder jedoch trotzdem.

Die einzig echte Langzeitstrategie sei nur das Impfen, aber Corona „nutzt jede kleine Ritze, um sich frei zu machen”. Sorgen bereitet dem Ministerpräsidenten jedoch die Impfbereitschaft, welche derzeit noch ausbaufähig sei. Daher brauche man in diesem Bereich Vorbilder. „Selbst die vielen Todesfälle reichen nicht aus, dass manche Lügen, Fakenews und Hetze verbreiten”, zeigte sich Söder enttäuscht, ausdrücklich griff er dabei auch die AfD an.

„Das Ganze wirkt sektenähnlich”, hieß es weiter, woraufhin der Ministerpräsident Applaus erntete.

Update, 14.28 Uhr - „Es wird weiter ein schwieriges Schuljahr werden“

Söder bekräftigte nochmals die Strategie mit dem eingegrenzten Bewegungsradien in Hotspots, „es geht darum, Kontakte und Mobilität zu reduzieren“. In Israel beispielsweise sei die Ausgangsbeschränkung noch deutlich strenger, so Söder. Dort dürften sich die Menschen lediglich noch im Umkreis von einem Kilometer rund um den Wohnsitz bewegen.

Zu Schulen und Kitas sagte Söder, dass die Schule ein Bereich sein kann, in dem extreme Verbreitung stattfindet. Es sei klug und umsichtig, auch hier auf Sicherheit zu setzen. Bis 31. Januar wird es keinen Präsenzunterricht geben, aber ausdrücklich auch keine verlängerten Ferien.

„Es gab ja schon die zwei zusätzlichen Ferientage vor Weihnachten“, so der Ministerpräsident. Eine Notbetreuung für die Kinder wird auch wie bislang weiterhin aufrecht erhalten. „Es wird weiter ein schwieriges Schuljahr werden“, so Söder. Die ausgefallenen Faschingsferien verteidigt Markus Söder mit dem Distanzunterricht, welcher weiter gelten wird. Es sei nicht möglich, dann auch die Faschingsferien durchzubringen.

Update, 14.19 Uhr - „Mobilität und Kontakte sind die zwei entscheidenden Parameter“

Söder dankte der Bevölkerung für die Akzeptanz der Maßnahmen und zugleich allen Beteiligten/Einsatzkräften im Gesundheitswesen, die über die Feiertage unermüdlich gearbeitet hätten, um die Pandemie in Bayern unter Kontrolle zu halten. „Was die Grundeinschätzung der Gefährlichkeit des Virus angeht, haben wir in Bayern von Anfang an richtig gelegen. Diese Linie setzen wir jetzt auch gemeinsam fort“, so begründete der Ministerpräsident die Verlängerung und Verschärfung der Corona-Maßnahmen.

Söder bezeichnete es als klug und weitsichtig, nicht zu zögern, sondern stattdessen konsequent und entschieden zu handeln. Das würde letztlich auch dazu führen, dass die Maßnahmen am Ende schneller gelockert und/oder wieder beendet werden können. Kontakte und Mobilität seien derzeit noch höher als bei der ersten Welle im Frühjahr.

„Diese beiden zentralen Parameter hat die Ministerpräsidenten-Konferenz nachgeschärft“, sagte Söder, der dies als „für manchen hart“, aber auch als „notwendig“ bezeichnete. Die getroffenen Maßnahmen nannte Söder ein „vernünftiges Konzept für die nächsten Wochen“.

Update, 14.12 Uhr - Söder: „Halbe Sachen führen uns nicht zum Erfolg“

„Ich finde, wir müssen den Ernst der Lage annehmen und erkennen. Fast überall auf der Welt gibt noch es drastischere Maßnahmen und höhere Zahlen als in Bayern. Meine Empfehlung ist daher: Man muss es ganz machen, denn halbe Sachen führen uns nicht zum Erfolg“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zu Beginn seiner Regierungserklärung.

Vor allem die Todeszahlen seien nach wie vor sehr hoch - und die Kliniken vielerorts am Anschlag, weswegen man mit den Maßnahmen dringend für Entlastung sorgen möchte.

Zudem gehe die Positiv-Rate bei den Tests nach oben, sagte Söder. Erst Mitte/Ende nächster Woche gäbe es eine „ehrliche Einschätzung“, welchen Einfluss Weihnachten und Silvester auf die Corona-Zahlen gehabt hätten, hieß es.

Aus Sicht des Ministerpräsident sei die „doppelte Testpflicht“ für Reiserückkehrer eine weitere wichtige Maßnahme, um die Zahlen in Bayern im Griff zu behalten. Grenz- und Bundespolizei hätten im Freistaat über 37.000 Kontrollen durchgeführt und dabei 7.000 Fälle an die zuständigen Gesundheitsämter für eine Nachverfolgung weiterverwiesen.

Außerdem bringe die neue Virus-Mutation eine große Herausforderung mit sich. „Wer Corona leugnet oder relativiert und meint, sich aus der Debatte davon stehlen zu können, wird seiner Verantwortung gegenüber den Menschen nicht gerechnet“, machte Söder deutlich.

Update, 13.43 Uhr - Winhart startet Frontalangriff auf Söder

Der Bad Aiblinger AfD-Abgeordnete Andreas Winhart nutzte seine Redezeit für einen Frontalangriff auf Ministerpräsident Markus Söder. Bayerische Corona-Politik werde längst nicht mehr in München gemacht, sondern sei „zum Schaulaufen um das Kanzleramt“ verkommen. Während sich andere Bundesländer Gedanken um sinnvolle Maßnahmen machen würden, würden diese in Bayern „höchstens zur Profilierung des Ministerpräsidenten verschärft und/oder verlängert“.

Auch die Absetzung von Melanie Huml als Gesundheitsministerin kritisierte Winhart scharf. Sie sei das „Bauernopfer“ des Ministerpräsidenten für dessen „großspurige und nicht umsetzbaren Versprechungen“. „Das Vertrauen der Bevölkerung in die Staatsregierung wurde durch sinnlose und nicht mehr nachvollziehbare Maßnahmen geschädigt“, schimpfte Winhart.

Update, 13.04 Uhr - Söder-Regierungserklärung in Kürze

In diesen Minuten beginnt die Sondersitzung des bayerischen Landtages wegen der Corona-Pandemie. In Kürze wird dann auch die nächste Regierungserklärung von Ministerpräsident Markus Söder erwartet. Der CSU-Politiker wird dabei die verschärften Corona-Regeln begründen.

Update, 12.59 Uhr - Polizei kontrolliert Skaterszene in München - 25 Anzeigen

Im Zeitraum von Donnerstag, 7. Januar, 6 Uhr, bis Freitag, 8. Januar, 6 Uhr, kontrollierte die Münchner Polizei insgesamt über 1.500 Mal die Einhaltung der aktuellen Corona-Regeln. Dabei gab es 106 Anzeigen, wobei in 18 Fällen die Ausgangssperre betroffen war.

Am Nachmittag kam es dabei gegen 16.45 Uhr im Bereich einer Fußgängerunterführung in der Altstadt zu einer größeren Kontrolle der Polizei. Anlass hierzu war die Feststellung, dass eine große Anzahl von Personen aus der “Skaterszene“ hier zusammen traf und dort mit den Skateboards unterwegs war. Dabei wurde immer wieder der Abstand unterschritten und es wurden auch keine Mund-Nasen-Bedeckungen getragen. Deswegen gab es letztlich 25 Anzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz.

Update, 11.51 Uhr - „Hotspot“-Landkreise: Diesen Menschen droht 15-km-Regel

17 der 96 Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern wären nach den aktuellsten Zahlen des Robert Koch-Institutes (RKI) von der neu beschlossenen und ab Montag geltenden Beschränkung der Bewegungsfreiheit betroffen. Den höchsten Wert in Bayern verzeichnete am Freitag der Landkreis Wunsiedel in Oberfranken mit 341,3, gefolgt von den Landkreisen Berchtesgadener Land (325,7) und Passau (275,1). Nach der Neuregelung dürfen Menschen sich nur noch 15 Kilometer weit von ihrem Wohnort wegbewegen, wenn die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen mehr als 200 beträgt.

Die bayerische Liste im Überblick:

  • Landkreis Wunsiedel (Oberfranken) 341,3
  • Landkreis Berchtesgadener Land (Oberbayern) 325,7
  • Landkreis Passau (Niederbayern) 275,1
  • Stadt Coburg (Oberfranken) 267,8
  • Stadt Hof (Oberfranken) 253,1
  • Landkreis Regen (Niederbayern) 251,9
  • Landkreis Coburg (Oberfranken) 243,2
  • Landkreis Rottal-Inn (Niederbayern) 235,4
  • Landkreis Roth (Mittelfranken) 235,1
  • Stadt Passau (Niederbayern) 234,8
  • Landkreis Deggendorf (Niederbayern) 231,0
  • Stadt Nürnberg (Mittelfranken) 229,6
  • Stadt Landshut (Niederbayern) 220,7
  • Landkreis Freyung-Grafenau (Niederbayern) 219,5
  • Stadt Fürth (Mittelfranken) 204,7
  • Landkreis Kronach (Oberfranken) 200,8
  • Landkreis Bayreuth (Oberfranken) 200,6

Update, 11.04 Uhr - Polizei will an Ausflugs-Hotspots genau hinsehen

Obwohl die 15-Kilometer-Regel (Bewegungsradius) für Menschen aus Corona-Hotspots noch nicht gilt, wollen die Beamten des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd die Ausflugs-Hotspots in der Region am kommenden Wochenende, 9./10. Januar, genau im Auge behalten. Dazu zählen unter anderem die beliebten Langlaufstrecken und zugefrorenen Seen im Bereich von Ruhpolding und Reit im Winkl (Landkreis Traunstein). Die Polizeistation Ruhpolding führte mit der kommunalen Verkehrsüberwachung in den vergangenen Tagen bereits verstärkte Überwachungsmaßnahmen durch und sprach an mehreren Tagen eine Vielzahl von gebührenpflichtigen Verwarnungen aus.

Auch an Schliersee und Spitzingsee (Landkreis Miesbach) soll nach dem Chaos am vergangenen Wochenende genau kontrolliert werden. Die Polizei bezeichnete diese Orte als „massive Brennpunkte des Verkehrsgeschehens“. Darüber hinaus war auch in den Landkreisen Berchtesgadener Land, Rosenheim, Bad Tölz-Wolfratshausen (vornehmlich Bereich Lenggries Brauneck) und Garmisch-Partenkirchen (Bereich Eibsee) über die Feiertage und den Jahreswechsel ein sehr hohes Verkehrsaufkommen durch Tagesausflügler zu verzeichnen.

Über die genauen Maßnahmen hat rosenheim24.de bereits einen Extra-Artikel verfasst.

Update, 10.38 Uhr - Söder-Regierungserklärung gegen 13.40 Uhr

Die Sondersitzung des bayerischen Landtages beginnt am Freitagmittag um 13 Uhr. Ministerpräsident Söder (CSU) hat dabei eine Regierungserklärung angekündigt, die nach neuesten Informationen gegen 13.40 Uhr gehalten werden soll.

Update, 10.25 Uhr - EU bestellt weitere 300 Millionen Impfdosen

Die EU-Kommission hat einen Vertrag über weitere bis zu 300 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer abgeschlossen. 75 Millionen Dosen davon sollen laut EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bereits im zweiten Quartal 2021 zur Verfügung stehen.

Update, 9.26 Uhr - Steigende Zahlen und 13 weitere Tote in der Region

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 8. Januar 2021).

Die 7-Tage-Inzidenzen bzw. Corona-Fallzahlen in den Städten und Landkreisen der Region sind im Vergleich zum Vortag größtenteils wieder angestiegen. Lediglich der Landkreis Traunstein (von 154,0 auf 148,3) meldete einen leicht sinkenden Wert. Leicht steigende Zahlen gab es in Stadt (von 122,7 auf 130,6) und Landkreis Rosenheim (von 105,6 auf 107,5). Im Landkreis Altötting ist der Wert von 89,5 auf 113,9 wieder über die 100er-Marke gestiegen.

Im Landkreis Mühldorf stieg der Wert um fast 40 Zähler auf 149,3, was hauptsächlich auf den Corona-Ausbruch im Schlachthof in Waldkraiburg zurückzuführen sein dürfte. „Sorgenkind“ bleibt das Berchtesgadener Land, wo der Wert wieder deutlich über die 300er-Grenze stieg und jetzt bei 325,7 liegt (Vortag: 256,8). Hier kamen laut neuesten RKI-Daten alleine in den letzten 24 Stunden 104 neue Fälle dazu.

Auch die Todeszahlen sind in der Region unverändert besorgniserregend. Seit der letzten Meldung wurden 13 weitere Tote bekannt - fünf im Landkreis Rosenheim, vier in der Stadt Rosenheim, zwei im Landkreis Traunstein und je einer in den Landkreisen Berchtesgadener Land und Altötting.

Update, 7.39 Uhr - Söder hält am Mittag erneut Regierungserklärung

Der bayerische Landtag kommt am Freitag, ab 13 Uhr, in einer Sondersitzung zusammen, um über die jüngst angekündigte Verschärfung der Maßnahmen gegen das Coronavirus abzustimmen. Gleich zu Beginn will Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in einer Regierungserklärung die am Mittwoch im Kabinett beschlossenen Regelungen begründen, die teils drastische Konsequenzen für die Menschen im Freistaat haben werden.

Aus der Opposition war teils massive Kritik an den Verschärfungen laut geworden. Im Plenum besonders diskutiert werden dürfte vor allem über die geplante Einschränkung der Bewegungsfreiheit für Menschen, die in Infektions-Hotspots leben. Denn ab einer Inzidenz von mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen sollen sich die Menschen nur noch in einem Radius von 15 Kilometern um den eigenen Wohnort bewegen dürfen. Mit der Maßnahme will die Staatsregierung vor allem den Ausflugsverkehr eindämmen.

Fast 32.000 neue Fälle und neuer Höchstwert bei Todesopfern

Die Zahl der gemeldeten Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus hat einen neuen Höchstwert erreicht. Innerhalb eines Tages übermittelten die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) jetzt 1188 neue Todesfälle. Außerdem wurden 31.849 Neuinfektionen gemeldet (Stand: 8. Januar, 0 Uhr). Der bisherige Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am 30. Dezember erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden (News-Ticker Donnerstag, 7. Januar).

Bei der Interpretation der Fallzahlen sei weiter zu beachten, dass in den Wochen um Weihnachten und den Jahreswechsel vermutlich weniger Menschen einen Arzt aufsuchten, weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt wurden, hieß es vom RKI: „Dies kann dazu geführt haben, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet wurden.“ Das RKI geht davon aus, dass die Meldedaten zum Infektionsgeschehen frühestens Ende nächster Woche/Anfang übernächster Woche wieder belastbar sind.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.866.887 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 38.795. IN Bayern kamen 232 weitere Todesfälle hinzu (gesamt nun 7656). Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.494.100 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht bei 0,92 (Stand: 7. Januar; Vortag: 0,83). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 92 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

mw/aic/dpa

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