News-Ticker zur Corona-Pandemie

Zu wenig Investitionen in Erforschung von Medikamenten - Südafrikanische Virus-Mutation in Salzburg aufgetaucht

News-Ticker zur Corona-Pandemie
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Forscher der Berliner Charité sehen sich in ihrer Forschungsarbeit durch die fehlende Unterstützung des Bundes ausgebremst. 

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Dienstag, 16. Februar, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 64,5, Landkreis Rosenheim 46,3, Landkreis Traunstein 88,5, Landkreis Berchtesgadener Land 117,1, Landkreis Mühldorf 75,1, Landkreis Altötting 70,8 (Quelle/Stand: RKI, 16. Februar, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2815, Landkreis Rosenheim 10.322, Traunstein 7253, Berchtesgadener Land 4175, Mühldorf 4422, Altötting 3768 (Quelle/Stand: RKI, 16. Februar, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 52, Landkreis Rosenheim 420, Traunstein 189, Berchtesgadener Land 89, Mühldorf 120, Altötting 159 (Quelle/Stand: RKI, 16. Februar, 0 Uhr)
  • Mindestens 65.604 Todesfälle in Deutschland (11.773 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
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Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 22.48 Uhr - Bundesregierung investiert zu wenig in Medikamentenforschung

Die Bundesregierung investiert nach ARD-Recherchen und nach Ansicht von Forschern zu wenig in die Entwicklung von Medikamenten zur Behandlung von Covid-19.

Seit Beginn der Pandemie in Deutschland wurde von rund einer Milliarde Euro, die für die Forschung von Mitteln zur Bekämpfung von Covid-19 vorgesehen sind, lediglich rund 17,5 Millionen für die Medikamentenforschung veranschlagt. Das geht aus Daten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hervor, die der ARD vorliegen. Der restliche Anteil der Förderungsgelder ist nach BMBF-Plänen für die Impfstoffentwicklung vorgesehen.

Forscher der Berliner Charité sehen sich in ihrer Forschungsarbeit durch die fehlende Unterstützung des Bundes ausgebremst. Die vom BMBF ausgeschriebenen Förderprogramme seien nicht ausreichend, kritisieren sie.

"Wir hätten uns gewünscht, dass in der ersten Ausschreibung, die zu Beginn der ersten Welle gekommen ist, tatsächlich mehr finanzielle Mittel zur Verfügung gestanden hätten, dann wären wir einen Riesenschritt weiter, was die klinische Entwicklung von wirksamen Therapien angeht", so Gastroenterologe Frank Tacke, der an der Charité eine Medikamentenstudie mit dem Präparat Cenicriviroc leitet, das einen schweren Verlauf der Covid-19-Erkrankung verhindern soll.

Update, 22:05 Uhr - Innenministerium sieht keine großen Lücken bei Grenzkontrollen

Das Bundesinnenministerium sieht keine größeren Probleme bei den am Sonntag begonnenen Corona-Grenzkontrollen zu Tschechien und Tirol.

„Dass es zu Beginn der Maßnahmen zu logistischen Schwierigkeiten kommt, ist völlig normal, das wird aber in den nächsten Tagen schnell gelöst sein“, sagte der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Steve Alter, der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag auf Nachfrage.

Tschechien und der größte Teil Tirols gelten als Gebiete, in denen sich mutierte Varianten des Coronavirus bereits stark verbreitet haben. Von hier dürfen - von einigen Ausnahmen abgesehen - fast nur noch Deutsche und Ausländer mit Wohnsitz in Deutschland einreisen.

Update, 21.32 Uhr - Gewerkschaft will bestmöglichen Impfstoff für Polizisten

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Bayern sieht die Immunisierung von Polizisten mit dem Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca kritisch. „Die ständige Einsatzbereitschaft der Polizei darf durch einen möglicherweise unzuverlässigen Impfstoff auf keinen Fall gefährdet werden“, sagte der Landesvorsitzende Peter Pytlik am Dienstag in München.

„Wer eine hohe Akzeptanz bei der Impfbereitschaft seiner Beschäftigten einfordert, muss auch dafür sorgen, dass der bestmögliche Impfstoff Verwendung findet und nicht der, der am billigsten oder gerade verfügbar ist, weil er anderweitig Akzeptanzprobleme hat oder gar nicht mehr eingesetzt wird.“

Das bayerische Gesundheitsministerium wies die Kritik an dem Vakzin von Astrazeneca zurück. Der Impfstoff sei im ordentlichen Verfahren und nach wissenschaftlichen Standards zugelassen worden, sagte ein Sprecher. Seine Wirksamkeit habe dabei nicht infrage gestanden.

Update, 20.59 Uhr -  Impfungen mit Astrazeneca-Stoff teils gestoppt

Nach Klagen von Klinik-Angestellten über Nebenwirkungen sind in Niedersachsen Impfungen mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca an zwei Orten vorübergehend gestoppt worden.

Das Herzogin-Elisabeth-Hospital in Braunschweig teilte am Dienstag auf Anfrage mit, geplante Impfungen mit diesem Präparat zu verschieben. Im Landkreis Leer galt zwischenzeitlich ebenfalls ein Stopp für Impfungen mit dem Astrazeneca-Mittel. Am Dienstagabend gab der Kreis dafür aber wieder grünes Licht.

In der Braunschweiger Klinik traten von 88 Beschäftigten, die am Donnerstag geimpft wurden, 37 wegen „Impfreaktionen“ vorübergehend nicht zur Arbeit an. Die weiteren Impfungen würden nun ausgesetzt - auch, um den Betrieb nicht zu gefährden, sagte eine Sprecherin.

Auch am Klinikum Emden meldeten sich Beschäftigte nach Impfungen krank. Daraufhin kündigte der benachbarte Landkreis Leer zunächst ebenfalls an, das Mittel nicht mehr zu spritzen. „Denn unsere Impfdosen stammen vermutlich aus der gleichen Charge wie in Emden“, hieß es. Nach Rücksprache mit dem Land wurde dies wieder aufgehoben.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) können Reaktionen sowohl bei den mRNA-Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna als auch beim Vektor-basierten Astrazeneca-Präparat auftreten.

Das für die Sicherheit von Impfstoffen zuständige Paul-Ehrlich-Institut wurde informiert. Eine Einschätzung zu den konkreten Fällen sei derzeit noch nicht möglich, sagte eine Sprecherin des Instituts der „Braunschweiger Zeitung“.

Der Hersteller sieht keinen Grund zu Sorge. „Derzeit sind die gemeldeten Reaktionen so, wie wir sie aufgrund der Erkenntnisse aus unserem klinischen Studienprogramm erwarten würden“, teilte Astrazeneca am Montag auf Anfrage mit.

Update, 20.05 Uhr - Südafrikanische Mutation in Salzburg angekommen

Wie die städtische Gesundheitsbehörde mitteilt, wurde der 15-jährige Sohn eines in der Stadt Salzburg mit seiner Familie wohnhaften Afrikaners positiv auf die Südafrika-Variante des Coronavirus vorgetestet.

Es sei davon auszugehen, dass sich der hochgradige Mutationsverdacht bestätige, heißt es vonseiten der Fachleute. Die gesamte siebenköpfige Familie ist bereits in streng überwachter Quarantäne.

Die Indexperson dürfte der Vater sein. Er hatte sich in Afrika aufgehalten und war per Flugzeug über Wien kommend nach Salzburg zurückgekehrt. Bei seinem Test war zunächst nicht klar, ob es sich um eine Mutation des Virus handelt.

Da sich der Verdacht beim Sohn nun massiv erhärtet hat, wurde von den Behörden eine weiteres Screening der gesamten Familie angeordnet. Die Ergebnisse der Sequenzierung dieser Proben dürften im Lauf der nächste Woche vorliegen.

Update, 18.57 Uhr - Wenig Stau wegen Kontrollen an den Grenzen

Trotz strikter Kontrollen hat sich die Verkehrslage an der Grenze zu Tschechien und Tirol weitgehend entspannt. Am Übergang im oberfränkischen Schirnding mussten Fahrer am Dienstagfrüh nach Angaben der Polizei noch etwa 20 Minuten warten, in Kiefersfelden bildeten sich keine Staus.

Doch nach wie vor mussten viele wieder umkehren, weil sie kein negatives Testergebnis oder eine Anmeldung zur Einreise vorweisen konnten. Nach Angaben des Bayerischen Innenministeriums wurden am Sonntag und Montag rund 32.000 Fahrer an den bayerischen Grenzübergängen kontrolliert - mehr als 5500 durften nicht einreisen.

Am Montag meldete die Bayerische Grenzpolizei 455 Verstöße wegen fehlender Anmeldung und 54 Verstöße wegen fehlender Testergebnisse. „Wir müssen in der Regel nur zehn Minuten warten und schon schicken wir wieder einen Fahrer zurück”, berichtete ein Sprecher der Bundespolizeiinspektion Rosenheim. Anders als in sozialen Netzwerken spekuliert, werde nach wie vor jedes Fahrzeug kontrolliert. „Es wird jeder Pkw angehalten und das Gespräch mit den Insassen gesucht.”

Viele Lastwagenfahrer hätten sich schon an die Kontrollen gewöhnt und würden gleich aus dem Fenster den negativen Corona-Test vorweisen. „Dann geht das Ganze relativ schnell, und es entsteht vielleicht der Eindruck, als würden wir die Fahrzeuge nur durchwinken”, meinte der Sprecher der Bundespolizei Rosenheim.

Update, 18.12 Uhr - Johnson & Johnson beantragt Zulassung für Corona-Impfstoff

Nun hat auch der US-Hersteller Johnson & Johnson die europäische Zulassung für seinen Corona-Impfstoff beantragt. Dies teilte die EU-Arzneimittelbehörde EMA am Dienstag in Amsterdam mit. Die Behörde will das Vakzin bis Mitte März begutachten.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begrüßte den Schritt des Herstellers. Die EU-Kommission werde eine Zulassung gewähren, sobald die EMA eine positive wissenschaftliche Bewertung abgegeben habe, erklärte von der Leyen.

Es wäre dann der vierte Corona-Impfstoff mit einer bedingten Marktzulassung für die Europäische Union. Genutzt werden können derzeit bereits die Vakzine von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca. Doch ist der Impfstoff noch überall in der EU knapp.

Von Johnson & Johnson hat die EU-Kommission Impfdosen für 200 Millionen Menschen bestellt. Die Besonderheit: Voraussichtlich reicht eine Dosis zur Immunisierung. Alle übrigen derzeit genutzten Vakzine müssen zweimal gespritzt werden.

Update, 17.33 Uhr - Ein weiterer Todesfall und 32 Neuinfektionen im Landkreis Traunstein

Aus dem Landkreis Traunstein werden 32 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der aktiven Covid-19-Fälle steigt damit auf 583.

Mindestens 6508 Personen gelten inzwischen als genesen. Beim zuständigen Gesundheitsamt ist zudem eine weitere Todesmeldung eingegangen. Dabei handelt es sich um einen 59-jährigen Mann. Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 36 Patienten mit bestätigter Corona-Infektion behandelt, 28 auf der Normalstation, acht werden intensivmedizinisch versorgt.

Update, 16.58 Uhr - Fünf neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Landratsamt Berchtesgadener Land meldet fünf neue bestätigte Corona-Fälle im Landkreis. Aktuell gibt es landkreisweit 145 aktive Fälle, davon 16 in Einrichtungen wie Alten- und Pflegeheimen, Gemeinschaftsunterkünften, Schulen und Kindergärten.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden aktuell 29 Covid-19-Patienten stationär behandelt, drei davon auf der Intensivstation.

Update, 15:07 Uhr - Spahn: Kostenlose Corona-Schnelltests für alle ab 1. März

Im Kampf gegen das Coronavirus sollen Schnelltests bald auf breiter Front zu haben sein - auch angesichts anstehender Lockerungen von Alltagsbeschränkungen. „Ab 1. März sollen alle Bürger kostenlos von geschultem Personal mit Antigen-Schnelltests getestet werden können“, kündigte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Dienstag an. Kommunen könnten Testzentren, Apotheken oder Praxen mit solchen Angeboten beauftragen.

Spahn erläuterte, Schnelltests seien mittlerweile ausreichend am Markt verfügbar. Die Nutzung ist bereits mehrfach ausgedehnt worden. Verwendet werden können sie schon in Pflegeheimen, Kliniken und nach Infektionsfällen etwa auch in Schulen - aber vorerst nur von geschultem Personal. Dabei brauchen die Proben nicht extra zum Auswerten ins Labor geschickt zu werden. Auch Laien-Selbsttests sollten nach der bald erwarteten Zulassung für alle zugänglich werden, erklärte Spahn.

Diese Testmöglichkeiten könnten zu einem sicheren Alltag beitragen, gerade auch in Schulen und Kitas. Sein Ressort stehe dazu in Verhandlungen mit verschiedenen Herstellern. Ziel sei, in Rahmenverträgen Mindestmengen für den deutschen Markt zu sichern, heißt es in dem Ministeriumspapier.

Update, 13.53 Uhr - Störer blockieren Autokorso in München

In der Zeit zwischen Montag, 15. Februar, und Dienstag, 16. Februar, jeweils 6 Uhr, kontrollierte die Münchner Polizei in Stadt und Landkreis insgesamt rund 900 Mal die Einhaltung der aktuellen Corona-Regeln. Dabei gab es insgesamt 56 Anzeigen.

Am frühen Abend gab es dabei auch einen Autokorso in der Innenstadt, der einen Protest gegenüber den aktuellen Corona-Einschränkungen zum Ausdruck bringen sollte. Auf Höhe der Schwanthalerstraße wurde der Korso, der aus etwa 50 Fahrzeugen bestand, von rund 15 Personen gestört, die die Fahrtstrecke blockierten. Die eingesetzten Polizisten drückten die Blockade zur Seite, so dass der Autokorso fortgesetzt werden konnte. Insgesamt rund 90 Beamte waren dabei im Einsatz. Nach derzeitigem Stand wurde dabei ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz angezeigt.

Update, 13.33 Uhr - Sechs neue Fälle und drei weitere Tote im Kreis Mühldorf

Das Gesundheitsamt Mühldorf hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt sechs neue Corona-Fälle und drei weitere Todesopfer gemeldet (Stand: 16. Februar, 0 Uhr). Auf Schloss Malseneck in Kraiburg wurden in den vergangenen Tagen insgesamt weitere neun Bewohner und sechs Mitarbeiter positiv getestet. Derzeit gibt es in Stadt und Landkreis Mühldorf insgesamt 123 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 75,1.

Update, 12.45 Uhr - Einreise-Verbot aus Mutationsgebieten soll bis März verlängert werden

Die strengen Einreiseregeln für Menschen aus sogenannten Virusvariantengebieten sollen voraussichtlich um zwei Wochen verlängert werden. Das sieht ein Entwurf vor, über den das Bundeskabinett am Dienstagmittag entscheiden wollte. Das Verbot war zunächst nur bis zum 17. Februar verhängt worden. Es betrifft Länder, in denen sich mutierte Varianten des Coronavirus, die ansteckender sind, bereits stark verbreitet haben (Tschechien/Tirol). Außerdem werden die dort zur Eindämmung der Pandemie ergriffenen Maßnahmen bei der Einstufung berücksichtigt.

Update, 12.28 Uhr - Briten randalieren bei Corona-Party in Söll - und attackieren Polizei

In Söll in Tirol kam es am späten Montagabend, 15. Februar, zu einem größeren Polizeieinsatz. Gegen 23.30 Uhr waren mehrere Hinweise wegen einer Ruhestörung eingegangen. Vor Ort angekommen, stellten die Beamten sechs zum Teil stark betrunkene Briten im Alter zwischen 24 und 41 Jahren in einer Wohnung fest, die weder eine FFP2-Maske trugen noch die erforderlichen Abstände einhielten.

Im weiteren Verlauf flüchteten zwei Party-Teilnehmer über einen angrenzenden Balkon. Darüber hinaus attackierten ein 41-Jähriger und ein 24-Jähriger die eingesetzten Beamten mit Schlägen und Stößen. Zudem widersetzte sich der Ältere vehement gegen die vorübergehende Festnahme. Insgesamt wurden letztlich zwei Personen vorläufig in Gewahrsam genommen. Alle Beteiligten erhielten entsprechende Anzeigen wegen Verstößen gegen den Infektionsschutz. Zudem gab es Anzeigen wegen Übertretungen des Sicherheitspolizeigesetzes, des Tiroler Landespolizeigesetzes und Widerstand gegen die Staatsgewalt.

Update, 11.54 Uhr - Auch Kind (6) unter Neu-Infizierten im Landkreis Altötting

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt neun neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Gesamtzahl der Infizierten in Stadt und Landkreis Altötting seit Ausbruch der Pandemie auf 3763 (Stand: 15. Februar, 16.30 Uhr). Unter den Neu-Infizierten befindet sich unter anderem auch ein Kind (6) aus Garching der Alz.

Aktuell gibt es in Stadt und Landkreis 142 aktive Fälle - die meisten davon in Burghausen (25), Burgkirchen (22), Altötting (20) und Garching/Alz (19). Die 7-Tage-Inzidenz betrug nach Angaben des Landratsamtes zum oben genannten Zeitpunkt 70,8. An den Standorten des Innklinikums in den Landkreisen Mühldorf und Altötting werden derzeit insgesamt 56 Patienten stationär wegen Corona behandelt, neun davon auf einer Intensivstation. Zudem meldeten die Kliniken auch einen weiteren Todesfall. Es handelt sich dabei um eine 80-jährige Frau aus dem Landkreis Rottal-Inn.

Update, 10.51 Uhr - RKI meldet acht weitere Todesfälle in der Region

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 16. Februar).

Die 7-Tage-Inzidenzen bzw. Corona-Fallzahlen haben sich in den Landkreisen und Städten der Region im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickeltGestiegen sind die Inzidenzen in den Kreisen Berchtesgadener Land (von von 112,3 auf 117,1), Rosenheim (von 45,9 auf 46,3), Traunstein (von 87,4 auf 88,5). Gesunken sind die Inzidenzen dagegen in der Stadt Rosenheim (von 66,1 auf 64,5), dem Kreis Altötting (von 71,7 auf 70,8) und dem Kreis Mühldorf (von 76,8 auf 75,1).

In der Region wurden laut RKI acht weitere Todesfälle gemeldet. Demnach verstarb eine Person in der Stadt, vier im Landkreis Rosenheim und drei Personen im Kreis Mühldorf. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort der Verstorbenen gab es bislang nicht.

Update, 10.04 Uhr - Spahn will längere Einreisebeschränkung für Mutations-Gebiete

Aufgrund der Einreisebeschränkungen und strengen Kontrollen an der bayerisch-tschechischen Grenze haben Einreisende auch am Dienstag Geduld mitbringen müssen. “Wir haben jetzt 800 Meter Staulänge, das sind rund 20 Minuten Wartezeit”, sagte ein Sprecher der Bundespolizei-Inspektion Selb am Morgen. Immer wieder werden die Fahrer zudem nach Tschechien zurückgeschickt, erklärte der Sprecher.

Am zentralen Grenzübergang von Tirol nach Bayern war die Situation hingegen am Dienstagmorgen recht entspannt. “Alles sehr flüssig”, kommentierte ein Sprecher der Bundespolizei-Inspektion Rosenheim die Verkehrslage am Übergang Kiefersfelden. Auch hier habe die Bundespolizei jedoch einzelne Fahrer zurückweisen müssen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will einem Medienbericht zufolge die strengeren Regeln für Einreisen aus sogenannten Virusvariantengebieten bis Anfang März verlängern. Der CDU-Politiker habe am Montagabend eine entsprechende Kabinettsvorlage an die anderen Regierungsmitglieder verschickt, schreibt der „Spiegel”. Dies würde etwa Tschechien und Tirol betreffen.

Update, 8.55 Uhr - 3856 Corona-Neuinfektionen und 528 neue Todesfälle gemeldet

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3856 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 528 weitere Todesfälle verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Dienstag hervorgeht. Die Daten geben den Stand des RKI von 0 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 59 und damit ähnlich hoch wie am Montagmorgen. Vor vier Wochen, am 17. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 136 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.342.843 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 16.02., 0 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 65.604.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montagabend bei 0,86 (Vortag 0,88). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 86 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Update, 7.17 Uhr - Industrieverband warnt vor Grenzschließungen: „Gefahr groß, dass Lieferketten abreißen“

Der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) hat vor schwerwiegenden Folgen der Grenzschließungen zu Tschechien und Tirol gewarnt. „Die Gefahr ist groß, dass in den nächsten Tagen überall in Europa Lieferketten abreißen“, sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstagsausgaben). Grenzschließungen und Reisebeschränkungen im nationalen Alleingang beeinträchtigten auch den internationalen Güterverkehr und schadeten der deutschen Industrie massiv.

Schon jetzt verursachten die Grenzschließungen „chaotische Verhältnisse, die bei Unternehmen zu großer Unsicherheit in Bezug auf ihre Versorgungslage und Mitarbeiterverfügbarkeit führen“, erklärte Lang. Er rief die Bundesregierung dazu auf, die von der EU empfohlene Regelung der „Green Lanes“ zur Aufrechterhaltung des freien Güterverkehrs zu befolgen. „Grenzübergänge sollten weiterhin für alle Frachtfahrzeuge mit Gütern offenbleiben“, forderte er.

Rund 100 Menschen feiern trotz Corona auf der Straße Fasching

Trotz Corona haben im bayerischen Schwangau nach Schätzungen der Polizei rund 100 Menschen auf der Straße Fasching gefeiert. Zeugen beobachteten das Geschehen in der 3000-Einwohner-Gemeinde und riefen die Polizei, wie die Polizei am Montag mitteilte. In einer Nebenstraße fanden die Beamten dann am Sonntagnachmittag drei Faschingswägen, zahlreiche verkleidete Menschen und Zuschauer vor.

Beim Anblick der uniformierten Beamten hätten einige Teilnehmer des unerlaubten Faschingszuges die Flucht ergriffen. Die Polizisten lösten das närrische Treiben auf, nahmen die Personalien von rund 20 verbliebenen Feiernden und Zuschauern auf und gaben diese an das Landratsamt weiter.

„Der Organisator der Veranstaltung muss mit bis zu 5000 Euro Bußgeld rechnen“, sagte ein Polizeisprecher, „sofern er ermittelt werden kann.“ Für die übrigen Teilnehmer könne die verbotene Feier bis zu 500 Euro kosten. Kein Bußgeld sei fällig, wenn man nur zufällig vorbeigekommen sei und die Abstandsregel eingehalten habe.

mw/mh/aic/dpa

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