News-Ticker zur Corona-Pandemie

Bill Gates und Co. - Lügen rund ums Coronavirus: EU will Berichte von Facebook und Twitter

Bill Gates bei der Geberkonferenz des Globalen Fonds
+
Die Liste der in der Corona-Krise verbreiteten Falschnachrichten ist lang. So behaupten Verschwörungstheoretiker immer wieder, dass der Microsoft-Gründer Bill Gates hinter dem Coronavirus stecke und ein Komplott mit der EU schmiede, um die gesamte Menschheit überwachen zu können.

Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Inzwischen wurden die Maßnahmen vielerorts bereits deutlich gelockert - auch in Bayern. Die Entwicklungen am Mittwoch, 10. Juni, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2791, Landkreis Traunstein 1325, Landkreis Berchtesgadener Land 306, Landkreis Mühldorf 499, Landkreis Altötting 601
  • Todesfälle: Rosenheim 215, Traunstein 87, Berchtesgadener Land 24, Mühldorf 27, Altötting 58
  • Mindestens 8711 Todesopfer in Deutschland (2519 in Bayern) 
  • Ausgangsbeschränkung (bis einschl. 5. Mai) wurde zu Kontaktbeschränkung (ab 6. Mai)
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV seit 27. April
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus

Hinweis der Redaktion: Aktuell stehen leider keine Grafiken zu den aktuellen Fallzahlen aus den Landkreisen der Region zur Verfügung. Der Grund hierfür ist, dass die zuständigen Gesundheitsämter nun teilweise von einer täglichen auf eine wochenweise Übermittlung der Fallzahlen umgestiegen sind. Die Redaktion wird die Grafik(en) in der KW24 auf eine wochenweise Darstellung umstellen und dann voraussichtlich immer freitags gesammelt für alle Landkreise veröffentlichen. Die Zahlen unter der Rubrik "Das Wichtigste in Kürze" werden weiterhin - sofern möglich - täglich aktualisiert.


Update, 19 Uhr - 

Die EU fürchtet anhaltende Fake-News-Kampagnen rund ums Coronavirus und will soziale Netzwerke deshalb stärker in die Pflicht nehmen. Nach einem am Mittwoch präsentierten Plan der EU-Kommission sollen Plattformen wie Facebook und Twitter künftig monatlich Berichte über ihren Kampf gegen Desinformationen vorlegen. Zudem werden die Unternehmen zu einer engeren Zusammenarbeit mit unabhängigen Faktenprüfern aufgefordert.

"Während der Coronavirus-Pandemie ist Europa von Desinformationskampagnen überschwemmt worden, die ihren Ursprung sowohl innerhalb als auch außerhalb der EU hatten", kommentierte EU-Kommissionsvizepräsidentin Vera Jourova. Um diese zu bekämpfen, müsse man "alle relevanten Akteure von Online-Plattformen bis hin zu Behörden mobilisieren und unabhängige Faktenprüfer und Medien unterstützen".

Als Beispiel für eine besorgniserregende Entwicklung nannte Jourova die steigende Zahl von Impfgegnern in Deutschland. Das Thema Impfung scheine das nächste Schlachtfeld von Verbreitern von Falschinformationen zu werden, sagte sie. Einer Studie zufolge sei die Impfbereitschaft in Deutschland in weniger als zwei Monaten um fast 20 Prozentpunkte gesunken.

Relevant ist das Thema Desinformation für die EU vor allem wegen gesellschaftlicher Gefahren. Sie muss fürchten, dass die Falschinformationen zu schwindendem Vertrauen in Regierungen und Medien sowie zu einer Schwächung des europäischen Einflusses in der Welt führen könnten. Hinter einem Teil der Kampagnen stecken nach Angaben der EU-Kommission China und Russland.

Die Liste der in der Corona-Krise verbreiteten Falschnachrichten ist lang. So behaupten Verschwörungstheoretiker immer wieder, dass der Microsoft-Gründer Bill Gates hinter dem Coronavirus stecke und ein Komplott mit der EU schmiede, um die gesamte Menschheit überwachen zu können.

Update, 17.38 Uhr - Bayerische Staatsregierung kritisiert Aufhebung der Kontaktbeschränkungen in Thüringen

Bayerns Staatsregierung hat die Aufhebung der Kontaktbeschränkungen zur Corona-Bekämpfung im Nachbarland Thüringen massiv kritisiert. "Es ist unverantwortlich, dass Thüringens Regierung an ihrem umstrittenen Kurs beim Umgang mit der Corona-Pandemie festhält", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Mittwoch in München.

Obwohl die Infektionszahlen in ganz Deutschland zurückgingen, "sind wir noch nicht über dem Berg". Huml verwies in dem Kontext insbesondere auf die aus bayerischer Sicht "leicht erhöhten Infektionszahlen genau an der Grenze zu Thüringen und auch in Thüringen selbst, etwa im Landkreis Sonneberg".

Die Zusammenarbeit mit den Thüringer Nachbarlandkreisen sei sehr gut, heißt es aus der fränkischen Grenzregion. "Wir ziehen bei der Eindämmung des Coronavirus alle an einem Strang", betonte der Coburger Landrat Sebastian Straubel. Man tausche sich regelmäßig über Infektionsherde und die zu treffenden Maßnahmen aus.

"Zudem wollen wir einheitliche und vorsichtshalber lieber strengere Regelungen als unterschiedliche", sagte der CSU-Politiker. "So soll beispielsweise auch in Sonneberg das Tragen von Mund- und Nasenschutz nicht nur im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen weiter aufrecht erhalten werden, sondern - wie in Bayern - auch weiterhin in den Gastronomiebetrieben."

Beim Einkaufen tendiere die Bevölkerung sowieso eher in Richtung Bamberg, Coburg oder Schweinfurt, teilte das Landratsamt Haßberge mit. Dennoch sehe Landrat Wilhelm Schneider (CSU) die Aufhebung der Kontaktbeschränkungen im Nachbarland kritisch.

Am Dienstag hatte das thüringische Kabinett in Erfurt beschlossen, zum 13. Juni die während der Corona-Pandemie eingeführten Kontaktbeschränkungen wegfallen zu lassen. An ihre Stelle tritt eine Empfehlung an die Menschen, sich nicht mit mehr als zehn weiteren Menschen oder einem weiteren Haushalt zu treffen. Künftig dürfen auch Einrichtungen wie Schwimm- und Freizeitbäder in geschlossenen Räumen sowie Thermen, Saunen und Kinos wieder öffnen.

Update, 17.02 Uhr - Deutschland laut John-Hopkins Institut mit rund doppelt so vielen Corona-Toten als China

Das John-Hopkins-Institut hat die aktuellen Zahlen zur Corona-Pandemie herausgegeben. Anhand der Statistik lässt sich ein Vergleich zwischen den verschiedenen Ländern ziehen. So ist beispielsweise die Anzahl der Todesfälle in Deutschland laut dem Institut doppelt so hoch wie in China. In dem Land war das Virus Anfang 2020 in der Stadt Wuhan ausgebrochen. Mittlerweile soll sich die Lage dort weitestgehend beruhigt haben.

Die Statistik (Johns-Hopkins-Universität, 10. Juni 2020, 15.42 Uhr):

Infizierte

Todesfälle

Genesene

Deutschland

186.522

8.748

170.529

Italien

235.561

34.043

168.646

Spanien

241.966

27.136

150.376

Großbritannien

290.581

40.968

1.261

China

84.198

4.638

79.452

Brasilien

739.503

38.406

396.737

USA

1.979.971

112.006

524.855

Weltweit

7.264.866

411.879

3.394.970

Update, 16.19 Uhr - Aktuelle Fallzahlen aus dem Raum Traunstein und Berchtesgadener Land

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 121 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt weiterhin bei 2,82. Heute ist beim Gesundheitsamt eine Neuinfektion eingegangen. Es liegen somit insgesamt 1.325 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Als genesen gelten weiterhin mindestens 1.117 Personen (zwölf mehr als gestern). Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit über einer Woche keinen weiteren bestätigten SARS-CoV-2-Fall im Landkreis gibt. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle bleibt somit weiterhin auf 306 (Meldestand: 10. Juni, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bleibt somit weiterhin auf 0.

Von den insgesamt 306 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2- Fällen sind 282 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Insgesamt ist aktuell kein SARS-CoV-2-Infizierter in medizinischer Behandlung. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung Verstorbenen bleibt bei 24.

Update, 15.44 Uhr - Landrat Otto Lederer ruft in Video zu Teilnahme an Corona-Monitoring in Bad Feilnbach auf 

In einem Video rufen Landrat Otto Lederer, Bad Feilnbachs Bürgermeister Anton Wallner sowie zahlreiche weitere bekannte Persönlichkeiten aus der Gemeinde dazu auf, sich am „CORONA- MONITORING lokal“ in der Gemeinde zu beteiligen. Die Studie des Robert-Koch-Institutes startet hier am 23. Juni. Bad Feilnbach wurde vom Robert-Koch-Institut, als eine von vier besonders stark vom Corona-Virus betroffenen Gemeinden in Deutschland, für diese Studie ausgewählt.

Insgesamt rund 2.000 Personen sollen hier untersucht werden. Es werden eine Blutabnahme, ein Rachenabstrich sowie eine kurze Befragung durchgeführt. Um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten, werden die Teilnehmer über das Einwohnermeldeamt per Zufallsverfahren ausgewählt. Die Teilnahme ist freiwillig. Eine Bewerbung für die Studie oder Weitergabe der Einladung aber nicht möglich. Darum appellieren jetzt zahlreiche bekannte Persönlichkeiten an die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde, sich an der Studie zu beteiligen, sollten sie eine schriftliche Einladung der RKI erhalten.

Unter den prominenten Fürsprechern befinden sich neben Landrat Otto Lederer auch Bürgermeister Anton Wallner sowie Landwirte, ein Feuerwehrkommandant, die Seniorenbeauftragte, zwei Hausärzte und viele weitere bekannte Persönlichkeiten der Kommune. Insgesamt 17 Personen kommen zu Wort. Das Video entstand in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bad Feilnbach und der Pressestelle im Landratsamt Rosenheim.

Update, 14.40 Uhr - Ein weiterer Corona-Toter im Raum Rosenheim

Am 9. Juni wurde dem Gesundheitsamt ein neuer Fall für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2.791 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2.279, Stadt: 512). Mittlerweile wurde bei mindestens 2.064 Personen eine Genesung dokumentiert. 215 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Das bedeutet eine Person mehr als am Vortag. Von den Verstorbenen waren sieben Personen unter 60 Jahren.

144 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 25 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich zwei Patienten auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten sieben Tage) liegt mit Stand 10. Juni (0 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 3,16, für den Landkreis Rosenheim bei 3,45. Stand 6. Juni und 7. Juni (0 Uhr) lag die 7-Tage-Inzidenz der Stadt Rosenheim sogar bei 0, da in der Zeit vom 30. Mai bis zum 6. Juni keine Neuinfektionen für die Stadt Rosenheim gemeldet wurden.

Update, 14.04 Uhr - Kontrolle in München läuft aus dem Ruder

Am Dienstag (9. Juni) gegen 17.15 Uhr, kontrollierten Beamte der Polizeiinspektion 11 (Altstadt) eine Gruppe von fünf Personen in der Kaufinger Straße. Sie hielten die corona-bedingten Mindestabstände zueinander nicht ein und aufgrund der Gruppenbildung bestand der Verdacht eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz. 

Die Personen weigerten sich zunächst ihre Personalien anzugeben und die Stimmung war zunehmend aggressiv. Bei einem 16-jährigen Münchner, der ebenfalls zu der Gruppe gehörte, war es vor Ort nicht möglich seine Personalien zu erheben. Daher sollte er zur Polizeiinspektion gebracht werden. Er weigerte sich und schlug mit seinen Händen um sich. Es mussten ihm daraufhin Handfesseln angelegt werden. Die vier anderen Personen (im Alter von 15 bis 21 Jahren, mit Wohnsitzen in München und im Landkreis München) versuchten währenddessen den 16-Jährigen zu befreien

Durch den Einsatz von mehr als fünf Streifen konnte die Situation vor Ort beruhigt werden und die Kontrolle aller Beteiligten konnte durchgeführt werden. Der 16-Jährige wurde zur Polizeiinspektion gebracht. Dort konnten seine Personalien zweifelsfrei festgestellt werden. Anschließen wurde er an seinen Vater übergeben. Die Personen wurden wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, versuchter Gefangenenbefreiung und Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt. Die Münchner Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Update, 12.32 Uhr - Österreich öffnet Grenze für 31 Länder ab 16. Juni

Österreich wird vom 16. Juni an das Reisen in die meisten Länder Europas wieder erlauben. Dazu gehöre auch das besonders von der Corona-Pandemie betroffene Nachbarland Italien, sagte Außenminister Alexander Schallenberg am Mittwoch in Wien. Die Zahlen der Corona-Infektionen in den insgesamt 31 Ländern, in die wieder ohne Einschränkung gereist werden darf, seien niedrig genug. Ausgenommen sind Schweden, Portugal, Spanien und das aus der EU ausgetretene Großbritannien.

Für die besonders betroffene norditalienische Region Lombardei gelte weiterhin eine teilweise Reisewarnung, so Schallenberg. "Wenn sie die Koffer packen, vergessen sie den Hausverstand nicht", mahnte der Minister die Einhaltung der Hygieneregeln auch im Ausland an. Er warb erneut für einen Urlaub in Österreich.

Österreich selbst verzeichnet weiterhin sehr niedrige Infektionszahlen. Der Zuwachs binnen eines Tages habe zuletzt rund 0,2 Prozent betragen, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober. "Wir sind noch nicht über den Ber g", warnte Anschober zugleich vor einem Nachlassen der Wachsamkeit.

Update, 11.41 Uhr - Grenzkontrollen werden beendet - EU-Bürger dürfen wieder einreisen

Vom kommenden Dienstag an soll an den deutschen Landesgrenzen wieder weitgehend Normalbetrieb herrschen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) unterrichtete am Mittwoch das Bundeskabinett über die geplanten Änderungen.

EU-Bürger und Schweizer können gemäß dem Beschluss der Bundesregierung ab dem 16. Juni wieder ungehindert, also ohne Kontrollen und ohne Quarantäne-Vorschriften, einreisen - von wenigen Ausnahmen abgesehen. So werden etwa die Kontrollen für Ausländer, die mit dem Flugzeug aus Spanien kommen, erst am 21. Juni enden. Auch Spanien lässt erst dann - in den ersten acht Tagen begrenzt auf einige Ferieninseln - die ersten Touristen ins Land.

In fast allen Bundesländern besteht allerdings aufgrund einer Landesverordnung eine Verpflichtung zur Quarantäne bei Einreisen aus EU-Staaten, die eine Zahl von Neu-Infizierten von mehr als 50 Fällen pro 100 000 Einwohner aufweisen - kumulativ in den letzten sieben Tagen. Dies ist seit der vergangenen Woche in Schweden der Fall. Eine Ausnahme bilden dabei nur Brandenburg und Nordrhein-Westfalen.

Seehofer hatte Mitte März zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland strenge Einreisebeschränkungen verhängt und Kontrollen an den Landgrenzen zu Frankreich, der Schweiz, Luxemburg, Dänemark und Österreich angeordnet. Kontrolliert wurden auch Reisende, die mit dem Flugzeug aus Italien und Spanien kamen. Auch EU-Ausländer durften seither nur noch einreisen, wenn sie in Deutschland arbeiten oder einen anderen triftigen Grund vorweisen konnten.

Update, 11.26 Uhr - FDP-Fraktionschef Hagen fordert Ende der Corona-Sperrstunde

Die im Zuge derCorona-Krise eingeführte Sperrstunde für Lokale in Bayern muss nach Ansicht des Chefs der FDP-Landtagsfraktion, Martin Hagen, wieder abgeschafft werden. "Die Einschränkungen sind nicht mehr verhältnismäßig."

Die Corona-Sperrstunde muss weg, Lokale sollen auch über 22 Uhr hinaus öffnen dürfen", sagte er am Mittwoch in München. In Bayern gebe es bei rund 13 Millionen Einwohnern nur noch etwa 1.000 aktive Corona-Fälle – Tendenz fallend. Gleichzeitig kämpften viele Gaststätten ums Überleben.

Update, 10.44 Uhr - Bayerns künftige Jäger dürfen sich wieder schulen und prüfen lassen

Nach der Corona-Zwangspause ist die bayerische Jägerprüfung und der Unterricht an den Jagdschulen wieder möglich. Vor der Wiederaufnahme der staatlichen Prüfung sei ein spezielles Hygienekonzept entwickelt und mit dem Gesundheitsministerium abgestimmt worden, teilte Land- und Fortwirtschaftsministerin Michaela Kaniber am Mittwoch in München mit.

"Wir brauchen die Unterstützung gut ausgebildeter Jägerinnen und Jäger, um die Wälder fit für den Klimawandel zu machen und um eine nachhaltige Reduktion des Schwarzwilds erfolgreich zu bewältigen", betonte die CSU-Politikerin.

In Bayern gibt es rund 70 000 Jäger. Normalerweise legen jährlich mehr als 2000 Frauen und Männer die staatliche Jägerprüfung ab. Wegen der Corona-Pandemie konnten in den letzten Monaten rund 700 Prüfungen nicht stattfinden. Diese sollen nun baldmöglichst im Juli nachgeholt werden können.

Update, 9.44 Uhr - Von Prien nach Sylt mit dem "Alpen-Sylt-Nachtexpress"

Zwischen Salzburg und Sylt soll vom 4. Juli an ein Nachtzug fahren. Zweimal wöchentlich werde das Hamburger Eisenbahnunternehmen RDC bis September eigene Züge als "Alpen-Sylt-Nachtexpress" in beide Richtungen auf die Schiene bringen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Die Strecke fahre über Prien am Chiemsee, München, Frankfurt, Hamburg und Husum - und verbinde damit mehrere Großstädte mit Ferienregionen im Süden und Norden Deutschlands. RDC betreibt auch den Autozug nach Sylt.

Bahnreisende können derzeit zwischen mehreren IC-Verbindungen nach Sylt wählen: Nach Sylt fahren Züge ab Dresden (via Berlin), Frankfurt, Köln (via Bremen) und Karlsruhe (via Frankfurt und Hannover). Von der Insel aus kommt man nach Dresden (via Berlin), Stuttgart (via Frankfurt, Köln und Bremen), Frankfurt (via Köln und Bremen) und Karlsruhe (via Frankfurt und Hannover).

Die Deutsche Bahn hatte ihr Nachtzugnetz vor einigen Jahren in Deutschland stark ausgedünnt. Vor drei Jahren hatte dann die Österreichische Bundesbahn (ÖBB) das defizitäre DB-Nachtzuggeschäft übernommen. Bis zum Jahr 2026 soll der ÖBB-Nightjet-Betrieb stufenweise ausgebaut werden.

Update, 8.47 Uhr - Aktuelle Zahlen des RKI

Dem Robert-Koch-Institut (RKI) wurden seit gestern 318 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus gemeldet. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionen in Deutschland steigt damit auf 184.861. 8.729 Menschen sind mit Sars-CoV-2 gestorben, 18 Personen mehr als gestern

Das RKI schätzt, dass 170.700 Menschen inzwischen wieder gesund sind. Die Reproduktionszahl R liegt derzeit knapp über 1,0. Ein Infizierter gibt das Virus also im Mittel an eine Person weiter.

Bundesland

Anzahl

Differenz zum Vortag

Fälle in den letzten 7 Tagen

7-Tage-Inzidenz

Todesfälle

Baden-Württem­berg

34.958

+21

162

1,5

1.795

Bayern

47.423

+52

305

2,3

2.521

Berlin

7.042

+26

200

5,3

205

Branden­burg

3.302

-2

24

1,0

160

Bremen

1.532

+1

96

14,1

43

Hamburg

5.117

+2

21

1,1

254

Hessen

10.237

+30

159

2,5

484

Mecklenburg-Vor­pommern

780

+6

13

0,8

20

Nieder­sachsen

12.601

+92

485

6,1

606

Nord­rhein-West­falen

38.743

+83

633

3,5

1.635

Rhein­land-Pfalz

6.787

+6

79

1,9

230

Saarland

2.754

+7

22

2,2

167

Sachsen

5.333

+3

30

0,7

217

Sachsen-Anhalt

1.720

0

12

0,5

56

Schles­wig-Holstein

3.114

+4

10

0,3

148

Thüringen

3.100

+19

73

3,4

170

Gesamt

184.543

350

2.324

2,8

8.711

Update, 8.09 Uhr - Leichte Entwarnung nach Göttinger Corona-Ausbruch

Nach dem Corona-Ausbruch in Göttingen hat sich am Dienstag erstmals die Lage etwas entspannt. Der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in Stadt und Kreis Göttingen innerhalb von sieben Tagen sei von zuletzt 42,72 auf 35,4 gesunken, sagte Sozialdezernentin Petra Broistedt (SPD) als Leiterin des Krisenstabes. Ab einem Wert von 50 könnte es wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens geben. Von Montag auf Dienstag seien nur noch drei neue Infektionen hinzugekommen.

Im gesamten Kreis Göttingen sind derzeit noch 215 Menschen am Coronavirus erkrankt, 137 davon im Stadtgebiet. Nach dem Corona-Ausbruch in Folge von Verstößen gegen die geltenden Maßnahmen bei privaten Familienfeiern hatte die Stadt Göttingen die Schließung aller Schulen und einiger Kindertagesstätten verfügt sowie jeden Mannschaftssport untersagt. Die Maßnahmen hätten offenbar gewirkt, sagte Broistedt.

Update, 7.19 Uhr - 14 Neuinfektionen in München

In München wurden am Dienstag, 9. Juni (Stand 13.30 Uhr), 14 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.557 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 6.010 Personen, die bereits genesen sind, sowie 209 Todesfälle.

Die Reproduktionszahl für München liegt bei 0,57 (Stand 8.6.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 57 Menschen neu anstecken. Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 3,67. Sie entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt.

Update, 6.26 Uhr -  WHO: Bis zu 40 Prozent der Ansteckungen durch Symptomlose

Bis zu rund 40 Prozent der Ansteckungen in der Coronavirus-Pandemie erfolgen einer WHO-Expertin zufolge offenbar durch Infizierte, die selbst keine Symptome zeigen. Deren Anteil an allen Infizierten wird gegenwärtig auf zwischen sechs und 41 Prozent geschätzt, sagt Maria van Kerkhove. 

Wer Symptome zeige, sei offenbar dann am ansteckendsten, wenn diese zum ersten Mal auftreten – „also sehr früh“, sagt sie. Deswegen sei das Virus so schwer aufzuhalten.

Vorbericht - 318 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Innerhalb von 24 Stunden haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 318 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 184.861 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Mittwochmorgen meldete (Datenstand 10.06., 0 Uhr).

8729 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 18 im Vergleich zum Vortag. Etwa 170.700 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 500 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag zuletzt knapp über der kritischen Marke von 1,0, (1,11, Datenstand 8.6. 0 Uhr). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Am Vortag hatte er bei 1,05 gelegen. Neuere Daten lagen am Mittwochmorgen zunächst nicht vor.

Das RKI hatte erklärt, dass der R-Wert empfindlich auf kurzfristige Änderungen der Fallzahlen reagiere, wie sie etwa durch einzelne Ausbruchsgeschehen verursacht werden könnten. Insbesondere bei einer insgesamt kleineren Anzahl von Neuerkrankungen könne dies zu verhältnismäßig großen Schwankungen führen.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert (Datenstand 8.6. 0 Uhr) zuletzt bei 0,87 (Vortag: 0,92). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

mh/mw/fgr/dpa

Quelle: rosenheim24.de

Kommentare