News-Ticker zur Corona-Pandemie

Markus Söder kündigt weitere Lockerungen für Juni an und fordert Obergrenze für Staatsschulden

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Bayern, München: Markus Söder, CSU-Vorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, steht beim virtuellen CSU-Parteitag in der CSU-Landesleitung auf einer Bühne. Erstmals in der Geschichte der Partei hat der Parteitag der CSU wegen der Corona-Pandemie nur im Internet stattgefunden. Auch inhaltlich steht die Bewältigung der Krise in einem Leitantrag im Mittelpunkt.

Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Inzwischen gibt es allerdings deutliche Lockerungen. Ein "Bayern-Plan" wurde entwickelt, die lange bestehende Ausgangs- in eine Kontaktbeschränkung umgewandelt. Die Entwicklungen am Freitag, 22. Mai, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2748, Landkreis Traunstein 1291, Landkreis Berchtesgadener Land 303, Landkreis Mühldorf 495, Landkreis Altötting 595
  • Todesfälle: Rosenheim 202, Traunstein 85, Berchtesgadener Land 24, Mühldorf 25, Altötting 55
  • Mindestens 8174 Todesopfer in Deutschland (2358 in Bayern) 
  • Ausgangsbeschränkung (bis einschl. 5. Mai) wird zu Kontaktbeschränkung (ab 6. Mai)
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus


Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update, 20.09 Uhr - Corona-Impfstoff zeigt kleine Erfolge

rstmals hat sich ein möglicher Impfstoff gegen das Coronavirus bei Tests an Menschen zumindest teilweise als wirkungsvoll gezeigt.

Der Wirkstoff Ad5-nCoV habe sich im sogenannten Phase-1-Versuch als sicher und gut verträglich herausgestellt, hieß es in einer am Freitag im Fachjournal "The Lancet" veröffentlichten Studie des Beijing Institute of Biotechnology. Vor allem aber habe er eine Immunabwehr-Reaktion auf das Virus Sars-CoV-2 im menschlichen Körper erzeugt. Weitere Versuche seien jedoch notwendig, um herauszufinden, ob diese Reaktion auch eine Infektion mit dem Virus verhindere.

"Diese Ergebnisse stellen einen wichtigen Meilenstein dar", erklärte Institutsprofessor Wei Chen als Studien-Verantwortlicher in Peking. Eine einzelne Dosis von Ad5-nCoV reiche demnach aus, um in 14 Tagen bei den Probanden virus-spezifische, neutralisierende Antikörper und eine entsprechende Reaktion spezieller Abwehrzellen (T-Zellen) zu erzeugen. Er riet dazu, die Ergebnisse dennoch "vorsichtig" zu interpretieren. "Es zeigt sich eine vielversprechende Vision für eine Entwicklung von Covid-19-Impfstoffen, aber wir sind immer noch weit entfernt von einem Impfstoff, der allen zugänglich ist", sagte er.

dpa

Update, 18.56 Uhr - Söder kündigt weitere Lockerungen im Juni an

Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat auf dem ersten virtuellen Parteitag der CSU weitere Lockerungen in Bayern im Juni angekündigt. In der zweiten Woche der Pfingstferien könnten Freibäder wieder öffnen, so Söder. Auch die Kunst und Kulturschaffenden sollen mit Lockerungen unterstützt werden, zum Beispiel, indem man Freiluftveranstaltungen ermöglicht.

Bis 1. Juli sollen dann alle Kinder zurück in die Krippen und Kindergärten zurückkehren.

Update, 18.27 Uhr - Söder setzt Obergrenze für Staatsschulden in Corona-Krise

Maximal 100 Milliarden Euro zusätzliche Schulden soll der Bund nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder in diesem Jahr zur Bewältigung der Corona-Krise aufnehmen dürfen.

Dies sagte Bayerns Ministerpräsident am Freitag in seiner Rede auf dem ersten Internet-Parteitag in der CSU-Geschichte. Konzepte über weitere Neuverschuldungen von bis zu 150 oder 200 Milliarden Euro seien nicht finanzierbar, alle Hilfen müssten "ökonomisch sinnvoll" bleiben.

Söder unterlegt damit erstmals die Forderung nach einer Obergrenze für die deutschen Staatsschulden mit einer konkreten Summe. "Es ist wichtig, dass wir den Staat nicht ruinieren", betonte Söder. Mit Blick auf europäische Hilfsprogramme müsse zudem darauf geachtet werden, dass Deutschland nicht selbst zu einem Sanierungsfall werde.

Bislang sieht der Nachtragshaushalt des Bundes eine geplante Neuverschuldung von 156 Milliarden Euro zur Abfederung der Pandemiefolgen vor. Es zeichnet sich aber bereits ab, dass dies nicht ausreichen wird. Im Juni will Finanzminister Olaf Scholz (SPD) ein großes Konjunkturpaket vorlegen, das der Wirtschaft wieder auf die Füße helfen soll - aber auch viele Milliarden zusätzlich verschlingen dürfte. Nicht nur die Unternehmen, auch die finanziell gebeutelten Kommunen erwarten Hilfe.

Update, 17.50 Uhr - Bald wieder mehr Österreicher über Deutsches Eck unterwegs

Die Routen über das "Große Deutsche Eck" (Salzburg-Rosenheim-Kufstein) und das "Kleine Deutsche Eck" (Salzburg-Bad Reichenhall-Lofer) sind die schnellsten Verbindungen vom Salzburger Land nach Tirol. Wie das Land Tirol mitgeteilt hat, dürfen die beiden Strecken nun auch wieder für touristische Reisen innerhalb Österreichs genutzt werden. Als Nachweis brauche man aber beispielsweise eine Buchungsbestätigung. Nur für Einkäufe oder Ausflüge nach Deutschland zu kommen ist nach wie vor nicht erlaubt. 

Das "Kleine Deutsche Eck" konnte bisher nur von Personen, die in der kritischen Infrastruktur und in der Daseinsvorsorge tätig sind sowie von medizinischem Personal, Mitgliedern von Blaulichtorganisationen oder Berufspendlern passiert werden. Auch Verwandtschaftsbesuche sind gestattet. 

Update, 17.15 Uhr - 3000 Anträge in den ersten 48 Stunden für Künstlerhilfsprogramm

Das bayerische Künstlerhilfsprogramm zur Unterstützung freischaffender Künstlerinnen und Künstler, die durch die Corona-Pandemie in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, wird stark nachgefragt: In den ersten 48 Stunden sind bereits rund 3.000 Anträge eingegangen. Das gab Kunstminister Bernd Sibler am Freitag in München bekannt. Der Antrag auf Soforthilfe kann seit Dienstagnachmittag unter kuenstlerhilfe-corona.bayern im Netz gestellt werden. Begleitet wird die Antragsstellung mit Hinweisen und Antworten auf wesentliche Fragen zum Programm auf der Homepage des Kunstministeriums unter wk.bayern.de/hilfsprogramm, die fortlaufend aktualisiert wird. Zudem ist eine Hotline für Informationen und Fragen eingerichtet, die Dienstag bis Freitag zwischen 10 und 13 Uhr besetzt ist.

Vom Schriftsteller bis zur Game-Designerin, von der Puppenspielerin bis zum Tänzer: Künstlerinnen und Künstler sollen über drei Monate monatlich bis zu 1.000 Euro erhalten, wenn ihre fortlaufenden Einnahmen zur Sicherstellung des Lebensunterhalts aufgrund der Corona-Pandemie nicht ausreichen. Antragsberechtigt sind freischaffende Künstlerinnen und Künstler mit Hauptwohnsitz in Bayern, die eine künstlerische oder publizistische Tätigkeit erwerbsmäßig und nicht nur vorübergehend ausüben. Dabei sind auch Künstlerinnen und Künstler antragsberechtigt, wenn sie nicht über die Künstlersozialkasse (KSK) versichert sind, sofern sie inhaltlich die Kriterien der KSK für eine künstlerische Tätigkeit erfüllen. 

Update, 16.40 Uhr - Einmalig 300 Euro mehr Kindergeld durch den Bund?

Anfang Juni will die Koalition ein großes Konjunkturpaket auf den Weg bringen. Einem Bericht zufolge könnte der Bund noch einmal 150 Milliarden Euro in die Hand nehmen. Profitieren sollen unter anderem Familien. Laut Medienberichten sollen Eltern für jedes Kind einmalig 300 Euro bekommen

Update, 16.20 Uhr - 7-Tage-Inzidenz im Kreis Mühldorf weiter bei null

Erneut hat der Landkreis Mühldorf keine Neuinfektionen zu vermelden. Bereits seit 15. Mai gibt es keine Neuinfizierten mehr, die 7-Tage-Indzidenz liegt deshalb bei null. Insgesamt liegen seit Beginn der Corona-Pandemie 495 bestätigte Fälle vor, davon sind 461 schon wieder genesen. Nur noch sieben aktive Corona-Fälle werden im Landkreis gezählt, vier davon müssen stationär behandelt werden. Auch neue Todesfälle muss das Mühldorfer Gesundheitsamt nicht vermelden. 

Rot die Zahl der insgesamt registrierten Corona-Infektionen je Kommune im Landkreis Mühldorf, rot die Zahl der inzwischen wieder genesenen Patienten. Sind die Zahlen identisch gibt es folglich keine aktiven Corona-Fälle mehr. 

Update, 15.55 Uhr - Die aktuelle Lage im Landkreis Traunstein

Fünf neue Corona-Infizierte gibt es im Landkreis Traunstein, wie das dortige Gesundheitsamt nun mitgeteilt hat. Die Gesamtzahl liegt demnach bei 1291 Fällen, 1046 von ihnen gelten mittlerweile aber wieder als genesen. Im ganzen Landkreis liegen momentan noch 160 aktive Covid-19-Fälle vor, 14 von ihnen müssen klinisch behandelt werden - zwei davon im Traunsteiner Krankenhaus intensiv. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 7,34. Ein neuer Todesfall ist seit gestrigem Donnerstag nicht zu beklagen. 

Update, 15.36 Uhr - THW-Dienst in Krisenzeiten: Die Phase "Hoch" hat begonnen

Der Einsatz zur Eindämmung der Pandemie prägt das Leben der THW-Ortsverbände in Bayern. Die positive Entwicklung der Zahlen hat dazu geführt, dass auch das THW eine Perspektive gesehen hat, um Dienstbeschränkungen in den eigenen Ortsverbänden schrittweise zu lockern. Aufgrund der Pandemielage waren am 13. März Einschränkungen im Dienstbetrieb des THW bundesweit verfügt worden. 

In den Ortsverbänden sollen lediglich die Dienste durchgeführt werden, die zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft dienen. Alle anderen Veranstaltungen wurden abgesagt. Diese Einschränkungen sind nun ab dem 18. Mai lageangepasst geändert worden. Die schrittweise Wiederaufnahme des Dienstbetriebes in den Ortsverbänden erfolgt mit Hilfe eines Phasenmodells. Für die Festlegung der Phasen im THW ist die pandemische Gefährdungslage maßgeblich. 

Diese wird in vier Phasen eingeteilt: "sehr hoch", "hoch", "mittel" und "gering". Für die Einteilung der Phasen wird landkreisgenau der 7-Tages-Inzidenzwert herangezogen. Mit Wirkung ab dem 18. Mai befindet sich die Masse des THW in Bayern in der Phase "Hoch". Diese Phase ermöglicht den Ortsverbänden die schrittweise Wiederaufnahme des Dienstbetriebes. Der Dienstbetrieb ist weiterhin vorrangig auf Maßnahmen zur Erhaltung der Einsatzbereitschaft begrenzt. In einem Ortsverband sollen maximal 20 Personen sich aufhalten.

Update, 14.34 Uhr  - Erneut Demos in Bayern 

Die Stadt München hat eine Demonstration gegen die Corona-Einschränkungen am Samstag auf der Theresienwiese erneut nur für 1000 Teilnehmer und unter strikten Auflagen zugelassen. Der Anmelder wollte rund 10 000 Demonstranten einladen und hat beim Verwaltungsgericht München einen Eilantrag gegen die Einschränkung der Teilnehmerzahl gestellt. 

Die Demonstranten müssen den Mindestabstand von 1,50 Metern einhalten. Dies ist nach Auffassung des Kreisverwaltungsreferats nur bei der Begrenzung der Teilnehmerzahl möglich. Die Demonstration wurde für maximal zwei Stunden erlaubt. Der Veranstalter muss zusammen mit 100 von ihm gestellten Ordnern gewährleisten, dass alle Auflagen eingehalten werden.

Auch am Karl-Stützel-Platz in der Nähe des Hauptbahnhofes sowie in Schwabing an der Münchner Freiheit sind Demonstrationen für jeweils 200 Teilnehmer angemeldet.

Bereits am vergangenen Wochenende hatten in verschiedenen Städten bundesweit einige Tausend Menschen gegen die Coronavirus-Beschränkungen und damit verbundene Eingriffe in Grundrechte demonstriert. Auf der Theresienweise galt bereits am vergangenen Samstag die Maximalzahl von 1000 Teilnehmern. 

Abseits des abgesperrten Versammlungsgeländes standen jedoch Hunderte eng beisammen. Die Polizei sprach Platzverweise aus, nahm Personalien auf und schrieb Anzeigen. Einige Menschen wurden weggetragen. Die Demonstrationen verliefen aber insgesamt überwiegend friedlich.

Update, 14.08  Uhr - "Obergrenze" für Neuinfektionen und 7-Tage-Inzidenz

Seit die Politik eine "Obergrenze" für Neuinfektionen (7-Tage-Inzidenz, 50 neue Fälle je 100.000 Einwohner) festgelegt hat, bei deren Überschreitung die Corona-Regeln (eigentlich) wieder verschärft werden müssen, ist dieses Thema vor allem in der Stadt Rosenheim in aller Munde. Bereits mehrfach lagen die Werte der Stadt über der kritischen Grenze. Einen erneuten Lockdown gab es jedoch bislang nicht.

Was es mit der 7-Tage-Inzidenz genau auf sich hat und wann und warum zum Beispiel die Infektionszahlen in Pflegeheimen oder Asylbewerberheimen herausgerechnet werden, erklärt rosenheim24.de in einem Extra-Artikel. 

Die Stadt möchte sich an Spekulationen und Vermutungen nicht beteiligen. "Das ist reine Kaffeesatzleserei", betonte Stadt-Sprecher Thomas Bugl gegenüber rosenheim24.de.

Update, 13.12 Uhr - Zwei neue Fälle im Berchtesgadener Land 

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land hat jetzt zwei neue Coronafälle bestätigt (Stand: 22. Mai, 10 Uhr). Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Fälle im Landkreis auf 303. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land ist innerhalb der letzten beiden Tage auf 4,7 gestiegen. 

Erfreulich ist hingegen die Entwicklung bei den in den Kliniken im Berchtesgadener Land stationär behandelten Covid-19-Patienten: Derzeit sind dies nur noch 12 Personen, fünf weniger im Vergleich zum Mittwoch. Zwei Personen befinden sich weiterhin in intensivmedizinischer Behandlung. Weitere Todesfälle wurden nicht bekannt.

Update, 12.37 Uhr - Sieben neue Fälle im Raum Rosenheim

Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Rosenheim wurden jetzt (Stand: 21. Mai, 24 Uhr) sieben neue Coronafälle gemeldet. Damit steigt die Gesamtzahl der bislang bekannten Infektionen in Stadt und Landkreis Rosenheim auf 2.748. Mittlerweile wurde bei mindestens 1.864 Personen eine Genesung dokumentiert. 

Die Zahl der Todesfälle liegt weiterhin bei 202, weitere Tote wurden im Vergleich zum Vortag nicht bekannt. Von den Verstorbenen waren sieben Personen unter 60 Jahren. 135 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 90 Covid-19- Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 17 Patienten auf einer Intensivstation. 

Die 7-Tage-Inzidenz der übermittelten Fälle (pro 100.000 Einwohner während der letzten sieben Tage) liegt mit Stand 22. Mai (10 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 12,63, für den Landkreis Rosenheim bei 11,50.

Update, 11.31 Uhr - Söder rechnet nicht mit Impflicht

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder rechnet nicht mit einer Impfpflicht gegen das Coronavirus in Deutschland. "Es wird aus meiner Sicht keine Impfpflicht geben, aber klare Empfehlungen, für welche Gruppen das Impfen gut wäre", sagte der CSU-Chef dem Münchner Merkur. Die aktuelle Debatte um die Einführung einer Impfpflicht halte er für absurd. "Wir haben ja noch nicht mal einen Impfstoff! Wenn es einen gibt, werde ich mich auf jeden Fall als einer der ersten impfen lassen." Damit könne er sich selbst und andere vor einer Ansteckung schützen.

Update, 11.16 Uhr - Hotels in Österreich öffnen am 29. Mai

Wie geht es mit dem Tourismus in Österreich weiter, der für die Alpenrepublik einen wichtigen Wirtschaftszweig darstellt? Darüber haben trotz Feiertag am Donnerstag in Wien Bundeskanzler Sebastian Kurz, Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (beide ÖVP) und der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich Harald Mahrer die Öffentlichkeit informiert. 

Der Tenor war grundsätzlich positiv. Gastfreundschaft sei ein Stück weit österreichische Identität und der Tourismus würde viele Arbeitsplätze im Land sichern, betonte Kurz. "Es freut mich daher sehr, dass wir die Ansteckungszahlen senken konnten und Beherbergunsbetriebe nun ab dem 29. Mai wieder öffnen können", sagte der Bundeskanzler.

Update, 10.40 Uhr - Grenze zwischen Österreich und Italien bleibt zu

Die Corona-Regeln sind inzwischen gelockert. Ab 15. Juni soll es zwischen Deutschland und Österreich dann auch keine Grenzkontrollen mehr geben. Die Grenze zwischen Österreich und Italien wird dagegen wohl noch länger geschlossen bleiben.

Die Regierung in Wien begründete ihre Entscheidung damit, dass in Italien die Infektionszahlen derzeit noch zu hoch seien. In Südtirol stößt das Vorgehen jedoch auf Kritik. Landeshauptmann Arno Kompatscher sagte dem Bayerischen Rundfunk, dass Südtirol die selben Sicherheitsmaßnahmen wie andere Länder getroffen habe und er deshalb die Entscheidungen nicht nachvollziehen könne. Er fordert deshalb eine gesamteuropäische Regelung, die besagt, dass die Zahlen in den einzelnen Ländern regelmäßig kontrolliert werden müssen und sich daraus ergeben soll, welche Grenzen geschlossen bleiben müssen.

In Italien selbst wurde beschlossen, am 3. Juni alle Grenzen wieder zu öffnen. Danach müssen die einzelnen Länder selbst bestimmen, welche Abmachungen gelten und wie die Grenzübergänge stattfinden sollen.

Update, 10.22 Uhr - Gesundheitsamt BGL listet die größten Corona-Irrtümer auf

Die Corona-Schutzmaßnahmen der Bayerischen Staatsregierung wurden in den letzten Wochen etwas gelockert. Das Landratsamt Berchtesgadener Land appelliert aber dennoch an die Bürgerinnen und Bürger, streng auf die Hygieneregeln zu achten, auch wenn beliebte Aktivitäten wie Biergartenbesuch oder ein Familienausflug jetzt wieder möglich sind. 

Zudem listete die Behörde die häufigsten Irrtümer zum Coronavirus die die jeweilige medizinische Bewertung des Gesundheitsamtes Berchtesgadener Land auf. BGLand24.de hat dazu einen Extra-Artikel verfasst.

Update, 9.42 Uhr - CSU tagt erstmals rein virtuell bei Parteitag

Die CSU veranstaltet am späten Freitagnachmittag erstmals in ihrer Geschichte einen rein virtuellen kleinen Parteitag. In diesem Zusammenhang sprach die Partei von einem "Meilenstein". Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung, setzte sich schon lange dafür ein, dass die CSU endlich digitaler wird. Inhaltlich wird es beim Parteitag vor allem um die Bewältigung der Coronakrise gehen

Der Parteitag wird auf www.csu.de/virtueller-Parteitag übertragen. rosenheim24.de berichtet natürlich ebenfalls ab 17 Uhr live!

Update, 8.55 Uhr - Corona verzögert Aufarbeitung von Unfall-Drama

Die Corona-Pandemie verzögert die juristische Aufarbeitung der Unfall-Katastrophe von Luttach in Südtirol mit sieben Toten. Es sei noch kein neuer Verhandlungstermin beim Gericht in Bozen festgesetzt worden, teilte jetzt die zuständige Staatsanwaltschaft mit. Ein ursprünglich geplanter Termin zur Anhörung eines Gutachters am 27. April sei ausgefallen. "Das Gutachten ist noch nicht hinterlegt worden. Die Verhandlung hat aufgrund der Coronabeschränkungen nicht stattfinden können", erläuterte die Anklagebehörde gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa). Die Analyse war im Februar beauftragt worden. Die Ermittler müssen unter anderem klären, wie schnell das Auto zum Unfallzeitpunkt fuhr. 

Am frühen Morgen des 5. Januar 2020 war Stefan L. im Suff mit seinem Auto in eine Gruppe junger Skiurlauber aus Deutschland gerast. Sechs Menschen waren auf der Stelle tot, eine siebte Person starb wenig später in einem Krankenhaus in Innsbruck. Darüber hinaus forderte der Unfall zehn Schwerverletzte. Der Todesfahrer wurde wenig später festgenommen und saß teilweise in Bozen im Gefängnis. Zuletzt wartete er in einem Kloster auf seine Anklage. Im Februar war darüber hinaus bekannt worden, dass Stefan L. wohl keinen einzigen Cent an die Hinterbliebenen zahlen muss, sondern vielmehr eine Versicherung mit einer Millionensumme einspringt.

Horror-Unfall in Luttach fordert zahlreiche Todesopfer

 © Dominik Bartl
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Update, 8.29 Uhr - 460 neue Fälle in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat auch am Freitagmorgen wieder die neuesten Fallzahlen vorlegt (Stand: 22. Mai, 0 Uhr). Demnach wurden in Deutschland bislang 177.212 Infektionen registriert, was einem Anstieg im Vergleich zum Vortag um 460 Fälle entspricht. Bislang gab es deutschlandweit 8174 Todesfälle. Der Freistaat Bayern ist nach wie vor das am stärksten von der Pandemie betroffene Bundesland (knapp über 46.000 Fälle, 2358 Tote).

Bundesland

Fälle

+/- zum Vortag

Fälle/100.000 Einwohner

Todesfälle

Baden-Württem­berg

34.174

-1*

309

1.680

Bayern

46.024

+95

352

2.358

Berlin

6.585

+30

176

190

Brandenburg

3.211

+6

128

152

Bremen

1.291

+18

189

39

Hamburg

5.059

+6

275

240

Hessen

9.656

+82

154

457

M.-Vor­pommern

763

+1

47

20

Niedersachsen

11.420

+58

143

568

Nordrhein-West­falen

37.010

+98

206

1.547

Rhein­land-Pfalz

6.566

+11

161

224

Saarland

2.707

+1

273

157

Sachsen

5.197

+12

127

203

Sachsen-Anhalt

1.692

+3

77

54

Schles­wig-Holstein

3.039

+18

105

134

Thüringen

2.818

+22

131

151

Gesamt

177.212

+460

213

8.174

Update, 7.45 Uhr - 16 neue Infektionen in München

In München wurden jetzt (Stand: 21. Mai, 13.30 Uhr) 16 neue Coronafälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.697 Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind 5.547 Personen, die bereits genesen sind, sowie 211 Todesfälle. Weitere Tote im Vergleich zum Vortag wurden glücklicherweise nicht bekannt.

Update, 6.46 Uhr - Erneut "Ausflugs-Wahnsinn" im Oberland

Die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd hatte bereits am späten Donnerstagabend eine erste Einsatzbilanz zum Vatertag gezogen. Demnach blieb es in unserer Region - also in den Landkreisen Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Altötting - weitestgehend ruhig. Die Zahl der Unfälle und "normalen" Einsätze würde sich jedoch wieder dem Niveau vor Corona annähern, betonte ein Sprecher der Einsatzzentrale in Rosenheim auf Nachfrage von rosenheim24.de. Zudem würde die Maskenpflicht gut angenommen und umgesetzt werden, hieß es weiter.

In Sachen Verkehr blieb es am Vormittag ruhig, ehe das Aufkommen dann über die Mittagsstunden hinweg anstieg. Von "Ruhe" konnte man im bayerischen Oberland jedoch erneut nicht sprechen. Nachdem am vergangenen Wochenende chaotische (Park-)Szenen rund um beliebte Ausflugsziele deutschlandweit für Schlagzeilen gesorgt hatten, ging es in der Jachenau (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) und rund um den Walchensee beispielsweise wieder gehörig "rund".

So war beispielsweise der Wanderparkplatz am Südufer des Sees bereits um 6 Uhr morgens (!) voll, wie unser Partnerportal merkur.de berichtet. "Aber wir konnten verhindern, dass wieder die Straßen und Rettungswege zugeparkt wurden", sagte der Bad Tölzer Polizeichef Johannes Kufner gegenüber dem Portal. Zudem war Kochels Bürgermeister Thomas Holz in Begleitung mehrerer Fernsehteams unterwegs, um sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. Im Vorfeld hatten Holz und sein Jachenauer Amtskollege Klaus Rauchenberger wiederholt öffentlich an die Tagesgäste appelliert, sich an die geltenden Regeln zu halten und Rücksicht aufeinander zu nehmen. Nächste Woche soll es Gespräche mit dem Innenministerium geben, wie die lokalen Polizeiinspektionen vor Ort personell besser aufgestellt werden können, um die Regeln zu kontrollieren.

Rund 158.000 Menschen wieder gesund

Bundesweit sind bis zum späten Donnerstagabend (News-Ticker, Donnerstag, 21. Mai) über 177.180 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand: mehr als 176.400 Infektionen). Mindestens 8173 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand: 8117). Das geht aus der neuesten Auswertung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hervor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 0,89 (Stand: 21. Mai, 0 Uhr). Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Mittel etwas weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Außerdem gibt das RKI inzwischen zudem ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,92. Er zeigt das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen. Nach weiteren Schätzungen des RKI haben in Deutschland rund 158.000 Menschen die Infektion überstanden

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 46.200 nachgewiesenen Fällen und mindestens 2370 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 36.800 Fällen und mindestens 1545 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 34.200 bestätigten Fällen und mindestens 1684 Toten.

mw/dpa

Quelle: rosenheim24.de

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