News-Ticker zur Corona-Pandemie

Volksfest "to go" bald auch in der Region - 8.000 Kontrollen in München

Coronavirus - Drive-in-Volksfest in Landshut
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Gäste holen in einem Drive-in-Festzelt mit ihren Autos Essen ab. Festwirte haben in Landshut die Not zur Tugend gemacht und wegen der Corona-Krise eine Drive-in-Dult organisiert. Als Dult wird im südostdeutschen Sprachraum häufig einen Jahrmarkt mit Volksfestcharakter bezeichnet.

Landkreis/München - Das Coronavirus hat das öffentliche Leben in der Region, Bayern und Europa weiter fest im Griff und sorgt für zahlreiche Einschränkungen. Weiterhin gilt eine von der bayerischen Staatsregierung verhängte Ausgangsbeschränkung. Die Entwicklungen am Dienstag, 5. Mai, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2.555, Landkreis Traunstein 1.210, Landkreis Berchtesgadener Land 285, Landkreis Mühldorf 487, Landkreis Altötting 584
  • Todesfälle: Rosenheim 161, Traunstein 71, Berchtesgadener Land 21, Mühldorf 25, Altötting 47
  • Mindestens 6.831 Todesopfer in Deutschland (1.974 in Bayern) 
  • Ausgangsbeschränkung in Bayern (verlängert bis vorerst 10. Mai, geändert am 5. Mai)
  • Ausgangsbeschränkung wird ab 6. Mai zu Kontaktbeschränkung
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus


Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update, 21.31 Uhr - Fast 8.000 Polizeikontrollen und zwei Demos in München

Insgesamt fast 8.000 Mal kontrollierte die Münchner Polizei in Stadt und Landkreis zwischen Montag, 6 Uhr, und Dienstag, 6 Uhr, die aktuellen Regeln und Verordnungen bezüglich Corona. Dabei wurden 62 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen und neun gegen die Maskenpflicht gezählt.

Zudem musste sich die Polizei um zwei angemeldete Demonstrationen kümmern. Zunächst versammelten sich am Marienplatz gegen 15.30 Uhr rund 80 Teilnehmer. Hier wurde von polizeilicher Seite her mit der Versammlungsleiterin Kontakt aufgenommen. Die vorgeschriebene Teilnehmerbegrenzung von bis zu 50 Personen und die Abstandswahrung wurden dabei explizit angesprochen. Die Versammlungsleiterin schickte dann etwa 30 Teilnehmer weg, so dass der "Stille Protest" schließlich ordnungsgemäß weitergeführt werden konnte.

Am Stachus nahmen gegen 17.30 Uhr dann rund 50 Teilnehmer an einer weiteren Versammlung teil. Etwa 30 weitere Personen befanden sich außerhalb der eigentlichen "Versammlungsfläche", nahmen jedoch durch Singen, Tanzen und Klatschen ebenfalls an der Versammlung teil. Auch in diesem Fall wurde die Veranstaltungsleiterin angesprochen und konnte in der Folge einen ordnungsgemäßen Verlauf der Demonstration sicherstellen.

Update, 19.53 Uhr - Sibler: „Ein Stück mehr kulturelles Leben“

Bayerns Kunstminister Bernd Sibler sieht Bayerns Museen und Ausstellungshäuser für eine Öffnung für den Besucherverkehr ab dem 11. Mai gut vorbereitet. „Ich freue mich, dass mit diesem Schritt wieder ein Stück mehr kulturelles Leben im Freistaat möglich ist“, betonte er in einer Pressemitteilung des Bayerisches Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst.

„Kunst und Kultur haben gerade in schwierigen Zeiten wie diesen eine sinnstiftende und verbindende Funktion. Deshalb habe ich mich als Vorsitzender der Kulturministerkonferenz und als bayerischer Kunstminister für eine Öffnung der Museen unter strengen Hygiene- und Schutzmaßnahmen eingesetzt, denn dort lässt sich die Besucherzahl und die Besucherführung gut kontrollieren“, so Sibler.

Die staatlichen und nichtstaatlichen Museen und Ausstellungshäuser im Freistaat waren seit Mitte März zum Schutz der Bevölkerung für den Publikumsverkehr geschlossen. Über verschiedenste kreative digitale Angebote haben sie ihre Besucherinnen und Besucher in dieser Zeit mit Kunst und Kultur versorgt.

Erfreut zeigt sich Kunstminister Bernd Sibler auch darüber, dass die öffentlichen Bibliotheken zeitnah wieder öffnen und die Musikschulen wieder Einzelunterricht anbieten können.

Update, 18.40 Uhr - Volksfest "to go" bald auch in der Region

Festwirte haben in Landshut die Not zur Tugend gemacht und wegen der Coronakrise ein "Drive-in-Volksfest" organisiert. Die Gäste können nicht nur Mandeln, Lebkuchenherzen und Co. kaufen, sondern in ihren Autos auch Volksfeststimmung erleben: Sie fahren durch ein großes Festzelt und sehen auf Bildschirmen Fotos und Videos aus den vergangenen Jahren - auch Musik gibt es.

"Die Leute sitzen da in Lederhosen und Dirndl drin und feiern zehn Minuten Dult", sagte Veranstalter Patrick Schmidt der Deutschen Presseagentur (dpa). Wegen großer Resonanz am Wochenende wurde das Fest bis 11. Mai verlängert.

Auch der Rosenheimer Schaustellerbetrieb Fahrenschon hat ein ähnliches Konzept "Fahrenschon´s Volksfest zum Midnehma" ins Leben gerufen. In Gmund am Volksfestplatz gibt es seit 30. April bis 10. Mai jeden Tag frischen "Steckerlfisch" und andere Volksfestspezialitäten zum Mitnehmen.

Und auch in Großkarolinenfeld wird das Frühlingsfest „to go“ stattfinden. „Volksfest zum Midnehma“ direkt am Volksfestplatz in Großkarolinenfeld gibt es vom 15. bis 24. Mai diesen Jahres. 

Die Schausteller werben mit "knusprigen Hendl, reschen Schweinshaxn, frischen Steckerlisch, gebrannten Mandeln, Schokofrüchten und vielem mehr." Um Vorbestellung unter 08031 4092102 wird gebeten.

Update, 17.40 Uhr - Wandern unter Einhaltung gewisser Regeln möglich

Wanderungen sind wieder möglich, wenn man einige zentrale Regeln beachtet. Zu dieser Einschätzung kommt der Deutsche Alpenverein (DAV) angesichts positiver Entwicklungen bei der Eindämmung des Coronavirus. Bislang hatte der DAV an die Bergsportlerinnen und Bergsportler appelliert, auf Bergtouren zu verzichten.

„Jetzt befinden wir uns in einer entscheidenden Phase. Es geht darum, gewonnene Freiheiten so zu nutzen, dass eine neuerliche Zunahme der Ansteckungen verhindert wird“, sagt DAV-Präsident Josef Klenner. Am wichtigsten sei nun: Abstand halten und Zurückhaltung bei der Tourenplanung. Details zur neuen Einschätzung des DAV findet ihr auf der Homepage des Alpenvereins.

Update, 17.10 Uhr - GdP Bayern: "Ende der Ausgangsbeschränkungen vernünftig"

Zu den bekanntgegebenen Lockerungen gibt es bereits positive Resonanz. In einer Pressemitteilung begrüßt die Gewerkschaft der Polizei Bayern (GdP) das Ende der Ausgangsbeschränkungen. „Wir haben ja vergangenen Donnerstag mit einem Appell an die Bayerische Staatsregierung gebeten, die bisher geltenden Ausgangsbeschränkungen kritisch auf den Prüfstand zu stellen. Das ist heute erfolgt und in Bayern werden ab dem morgigen Mittwoch die Ausgangsbeschränken aufgehoben“, heißt es in der Pressemitteilung.

Dafür bedankte sich die Gewerkschaft bei der Staatsregierung für den „angemessenen und vernünftigen Schritt, auch im Sinne unserer Kolleginnen und Kollegen.“ Gewisse Kontaktbeschränkungen und ein Verbot von Menschensammlungen im öffentlichen Raum seien aber sinnvoll.

Update, 16.54 Uhr – Freibäder und Fitnessstudios

Anders sieht die Situationen bei Freibädern und Fitnessstudios aus. Hierzu gibt es wohl noch keine konkreten Pläne. Angesprochen darauf antwortete Markus Söder auf der heutigen Pressekonferenz nur kurz und knapp: „Vor Juni gar nichts.“ Die Infektionsgefahr sei dort viel zu hoch. Damit müssen sich alle Bürger wohl noch etwas gedulden.

Update, 16.31 Uhr - So sieht der "Bayern-Fahrplan" im Detail aus

Wie sieht der "Bayern-Fahrplan" gegen Corona im Detail aus? Wann öffnen große Kaufhäuser und Shopping-Malls? Wann darf man endlich wieder Essen gehen oder einen Biergarten besuchen? Wie geht es mit den Schulen weiter? Diese und andere Fragen wurden von Ministerpräsident Söder (CSU) und weiteren Ministern am Mittag auf einer Pressekonferenz beantwortet. rosenheim24.de hat die Ergebnisse in einem großen Überblick noch einmal zusammengefasst.

Update, 16.19 Uhr - Auch keiner neuer Fall im Landkreis Mühldorf

Auch im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es keinen neuen bestätigten Corona-Fall (Stand: 05. Mai 2020, 14.00 Uhr). Die Gesamtzahl bleibt damit bei 487, davon sind insgesamt 364 wieder genesen. 

18 Patienten werden derzeit stationär behandelt. Für die Klinik Mühldorf, welches als Corona-Zentrum für die Landkreise Altötting und Mühldorf festgelegt wurde, ergeben sich zum Stichdatum-/zeitpunkt folgende Zahlen:

Stationäre Corona-Verdachtsfälle: 46 

Stationäre Corona-Positivfälle: 34 

Davon intensivpflichtige Corona-Patienten: 4 

Entlassene Corona-Patienten: 5

Update, 15.47 Uhr - Altötting bleibt stabil

Kurz und knapp: In Altötting gab es seit gestern keine Neuinfektion oder Todesfälle zu vermelden. Die Zahlen der bestätigten Fälle bleiben damit seit dem 2. Mai unverändert bei 584. Davon gelten 415 Patienten als genesen. 47 Personen sind an der Erkrankung verstorben.

Update, 15.40 Uhr - Eine Neuinfektion und zwei Tote im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 1210 bestätigte Corona-Fälle vor (Stand: 5. Mai, 15.30 Uhr). Das ist eine Neuinfektion gegenüber den letzten 24 Stunden. Als geheilt gelten mittlerweile mindestens 693 Personen (39 mehr als gestern). Damit liegt die Zahl der geheilten Personen (693) höher als die Zahl der aktiven Fälle (446). 

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 40 COVID-19-Patienten behandelt, davon befinden sich zehn Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (sieben in Traunstein und drei in Trostberg). Das ist der niedrigste Wert seit dem 02.04.20.   

Allerdings hat das Gesundheitsamt auch zwei Todesfälle zu vermelden. Demnach sind zwei Frauen (94 und 96 Jahren). Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 71 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Update, 15.24 Uhr - Neue Zahlen aus Bayern

In Bayern sind inzwischen 43.569 Menschen positiv auf das Coronavirus (Sars-CoV-2) getestet worden. Das ist ein Anstieg um 189. Gestorben sind bisher 1.974 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen (Stand: Dienstag, 10 Uhr) auf seiner Homepage mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 35.190 Menschen.

Regierungsbezirk

Fälle

+ Vortag

Fälle/100.000 Einwohner

Todesfälle

+ Todesfälle

Oberbayern

19.765

(+ 90)

421,77

712

(+ 13)

Niederbayern

4.367

(+ 11)

352,60

238

(+ 2)

Oberpfalz

4.774

(+ 32)

430,37

293

(+ 4)

Oberfranken

3.325

(+ 13)

311,48

162

(+ 2)

Mittelfranken

4.387

(+ 22)

247,80

224

(+ 5)

Unterfranken

3.288

(+ 7)

249,63

171

(+ 0)

Schwaben

3.690

(+ 14)

195,47

174

(+ 2)

Gesamtergebnis

43.596

(+ 189)

333,39

1.974

(+ 24)

Update, 15.17 Uhr - Mann rastet wegen Maskenpflicht in Burghauser Bank aus

Weil er eine Bankfiliale im Burghausener Stadtgebiet ohne eine Mund-Nasen-Bedeckung betrat und auf sein Fehlverhalten angesprochen wurde, begann ein 35-Jähriger einen heftigen Streit mit dem Sicherheitsdienst und anschließend mit der Polizei. Zur Folge hatte dieses Verhalten mehrere Anzeigen und eine Nacht in der Ausnüchterungszelle. Die Polizeiinspektion Burghausen ermittelt in dem Fall.

Update, 14.58 Uhr - 13 neue Fälle und drei Tote in Rosenheim

Auch das Gesundheitsamt Rosenheim gab soeben ein Update der aktuellen Fallzahlen bekannt (Stand: 4. Mai, 24 Uhr). Demnach gibt es 13 neue Fälle, so dass bisher insgesamt 2555 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten sind. Mittlerweile wurde bei mindestens 1189 Personen eine Genesung dokumentiert. 

161 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Das sind drei Fälle mehr als am Montag. 223 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 34 Patienten auf einer Intensivstation. 

„Aus den gemeldeten Daten ergibt sich, dass sich der Trend der abnehmenden Fallzahlen und die Unterbrechung der Infektionsketten verstetigt hat.“, so Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim.

Update, 14.49 Uhr - Ein neuer Fall im Berchtesgadener Land

Wie das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land soeben mitgeteilt hat, gab es seit gestern einen weiteren bestätigten SARS-CoV-2-Fall im Landkreis Berchtesgadener Land gibt. Daraus resultiert eine Gesamtzahl der Corona- Infektionsfälle von 285 (Meldestand: 05.05.2020, 10:00 Uhr).

246 Personen davon gelten als genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Das sind 9 Personen mehr im Vergleich zu den letzten 24 Stunden. 18 Infizierte befinden sich noch in medizinischer Behandlung, 8 Person weniger als gestern. Die Gesamtzahl der bisher mit oder an einer COVID-19-Erkrankung Verstorbenen bleibt unverändert bei 21.

Aktuell befinden sich in den Kliniken im Berchtesgadener Land nur noch 42 COVID-19- Patienten in stationärer Behandlung (9 weniger im Vergleich zu gestern). Von diesen 42 Patienten sind weiterhin sechs Personen in intensivmedizinischer Betreuung.

Update, 14.23 Uhr - Österreichische Virologin: Kein Impfstoff vor Mai 2021

Am Dienstag äußerte sich Virologin Monika Redlberger-Fritz auf einer Pressekonferenz über einen Coronavirus-Impfstoff. Sie gehe davon aus, dass es nochmindestens ein bis zwei Jahre dauern würde, ehe eine Impfung für die breite Masse zum Einsatz kommen kann. Das berichtet oe24.at. Die Entwicklung würde Zeit benötigen – manche Wirkstoffe seien erst nach zehn Jahren Entwicklungszeit auf den Markt.

Pressekonferenz der bayerischen Staatsregierung:

Update, 13.14 Uhr - Huml: "Tendenzen frühzeitig erkennen"

"Es ist wichtig, dass wir in Bayern in unserem Tempo die Lockerungen angehen", sagte Gesundheitsministerin Huml (CSU), die jedoch betonte, dass man den Menschen jetzt unbedingt Perspektiven aufzeigen müsse. Wichtig sei vor allem die Frage, wie weitere Erleichterungen mit der Sicherung des Gesundheitsschutzes in Einklang gebracht werden können.

"Die Auferlegung des Besuchsverbots in Alten- und Pflegeheimen ist uns allen nicht leicht gefallen", sagte Huml. Man wolle hier jetzt wieder Lockerungen schaffen, allerdings sei dieser Bereich besonders sensibel zu behandeln. Es brauche „lokal abgestimmte Konzepte“, sagte Huml. Die Testkapazitäten sollen zum Beispiel gezielt dort erhöht werden, wo besondere Infektionsherde liegen. Damit könnten „Infektionsketten frühzeitig ausgetreten“ werden, hieß es. Dazu müssten jedoch auch die Gesundheitsämter weiter unterstützt und gestärkt werden. Es gehe darum, Tendenzen frühzeitig zu erkennen und dann gegebenenfalls lokal gezielt Maßnahmen zu ergreifen, sagte Huml. Daran werde die bayerische Staatsregierung in den kommenden Wochen weiter hart arbeiten.

Update, 12.56 Uhr - Das ist der Vier-Stufen-Plan für die Schule

„Ich glaube, dieser Bayern-Plan ist wohl ausgewogen, auch im Schulbereich. (…) Es ist aber sicher keine Rückkehr in die Normalität. Es wird kein normales Schuljahr mehr werden“, sagte Kultusminister Michael Piazolo (FW). Man wolle für faire Prüfungen und Abschlüsse sorgen und es soll kein Durchfallen wegen Corona geben. Vorrücken auf Probe soll gegebenenfalls großzügig gewährt werden.

Der Plan für die Schulen besteht aus vier Stufen. Die erste wurde bereits eingeleitet, mit der Öffnung für die Abschlussklassen ab 27. April. Der nächste Schritt erfolgt am Montag, 11. Mai, wenn unter anderm die Klassen, die nächstes Jahr ihre Abschlussprüfungen machen, und die vierten Klassen der Grundschulen wieder den Unterricht aufnehmen werden. In der dritten Stufe ab 18. bzw. 25. Mai sind dann auch wieder jüngere Schüler dran. Dann sollen unter anderem die 5. und 6. Klassen der Gymnasien und Realschulen sowie die 5. Klassen der Mittelschulen und die 1. Klassen der Grundschulen wieder eingegliedert werden. Dabei sollen die Klassen in Gruppen, die sich wochenweise abwechseln, aufgeteilt werden.

Im letzten Schritt sollen nach Pfingsten dann die restlichen Schüler den Präsenzunterricht wieder aufnehmen. Bei allen Maßnahmen solle man sich stets am aktuellen Infektionsgeschehen und einer „atmenden Strategie“ orientieren, so Piazolo. Eine Maskenpflicht im Unterricht selbst wird es nicht geben, auf dem Weg zur Schule, auf dem Pausenhof und den Gängen aber beispielsweise schon.

Update, 12.45 Uhr - "Kranke Kinder dürfen keinesfalls in Betreuung"

Familienministerin Carolina Trautner (CSU) erklärte, dass der Gesundheitsschutz weiter an oberster Stelle stehe. Sie habe ein Expertengremium einberufen, das aus Erziehern, Lehrern etc. bestehe, um Eröffnungskonzepte zu entwickeln. Kranke Kinder dürfen dabei unter keinen Umständen in die Betreuung. Die Bringzeiten sollten gestaffelt werden. Masken können Kinder natürlich nicht tragen, auch für die Pfleger sei es schwer Masken bei der Betreuung zu tragen.

Ab dem 25. Mai werden dann Vorschulkinder wieder in die Kindergärten gelassen. Auch die Großtagespflege werde dann geöffnet, sowie die Waldkindergärten. Man denke bei allen Maßnahmen immer an jeden Einzelnen und gleichzeitig an das große Ganze.

Update, 12.37 Uhr - Aiwanger: Gastronomie ist "die Seele Bayerns"

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) freute sich, dass es nun Zeitpläne für Schritte in die Normalität gibt. Besonders wichtig sei dabei auch die Gastronomie, bei der es auch um "die Seele Bayerns geht". Die Außengastronomie und Biergartenkultur werde sich schnell entwickeln, sobald diese wieder geöffnet werden. Dabei appellierte er auch an die Kommunen. Sie mögen bei der Vergabe der Stellflächen im Freien großzügig sein, um die fehlenden Sitzplätze im Innenbereich zu kompensieren. 

Ab dem 25. Mai werde dann stückweise die Innengastronomie eröffnet, natürlich mit geregelten Konzepten. Ab 30. Mai werden dann die Campingplätze und Hotels langsam wieder eröffnet. Damit setze man ein deutliches Zeichen, wo man sich hin entwickeln wolle in der Krise. Auch Kaufprämien für Autos unterstützt Aiwanger. Damit wolle man die vielen Arbeitnehmer der Autobranche unterstützen, die sich derzeit in Kurzarbeit befinden. Ideologische Debatten über die Industrie lasse er dabei nicht zu. "Bayern ist und bleibt Autoland", sagte der Minister.

Update, 12.24 Uhr - Hotels und Gastronomie werden geöffnet

Ab Montag, 11. Mai, wird 800-Quadratmeter-Regel aufgehoben. Das heißt, auch große Kauf-, Möbelhäuser und Shoppingmalls dürfen - unter Beibehaltung aller anderen getroffenen Regeln - wieder öffnen. Man habe mit den bisherigen Maßnahmen, wie zum Beispiel die "Maskenpflicht", gute Erfahrungen gemacht, sagte der Ministerpräsident.

Deswegen wird es endlich auch Lockerungen für Gastronomie und Tourismus geben. Die Staatsregierung hat sich bewusst für eine "schrittweise Lösung" entschieden. Ab Montag, 25. Mai, dürfen Speiselokale wieder aufmachen - allerdings unter sehr strengen Hygienekonzepten. Zum Beispiel soll es Zonen für Familien geben, außerdem darf nur jeder zweite Tisch genützt werden. Die Lokale dürfen bis maximal 22 Uhr geöffnet haben.

Wir werden zudem zu Pfingsten, ab 30. Mai, Hotels und Tourismus unter strengen Auflagen zulassen“, sagte Söder. Bereits ab Montag, 18. Mai, darf die sogenannte "Außengastronomie" wieder öffnen. Dadurch könne schnell wieder eine "schöne Biergartenkultur" entstehen, sagte Wirtschaftsminister Aiwanger.

Update, 12.17 Uhr - Das passiert bei Kitas und Schulen

Bis Pfingsten sollen rund 50 Prozent der bayerischen Kinder wieder in ihre Kitas zurückkehren. Ab dem 11. Mai sollen zunächst Kinder mit Einbindungsbedarf und erzieherischem Bedarf wieder eingegliedert werden. Zudem sollen auch sog. „Härtefälle“ berücksichtigt werden. Ab dem 25. Mai sollen dann die Vorschulkinder folgen.

Auch bei den Schulen sollen bis Pfingsten weitere Schritte unternommen werden. Eine Maskenpflicht im Unterricht soll es nicht geben, auf den Gängen oder auf dem Pausenhof dagegen schon. Zudem soll eine Art „Blockunterricht“ eingeführt werden. Die Ferienzeiten in Bayern sollen beibehalten werden, sagte Söder. Nähere Details wird anschließend Kultusminister Piazolo erläutern. Alles soll mit „Vorsicht, Bedacht und Flexibilität“ geschehen, betonte der Ministerpräsident.

Update, 12.10 Uhr - Ausgangsbeschränkung in Kontaktbeschränkung umgewandelt

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat am Mittag den „Bayern-Plan gegen Corona“ bis Pfingsten vorgestellt. „Wir werden schrittweise ganz vorsichtig öffnen und das zeitlich später als andere. Es ist ein Modell, wie der vorsichtige Weg aussehen kann und dies ist unter anderem mit Baden-Württemberg und der Bundeskanzlerin abgestimmt“, sagte Söder.

Der Ministerpräsident sprach von einem „Pfad der Vernunft“ und von „Öffnung der Umsicht“, mit denen man den Menschen wieder mehr Freiheiten einräumen möchte. Allerdings bedeute dies für jeden einzelnen auch mehr Verantwortung, hieß es.

Bereits ab Mittwoch, 6. Mai, wird die Ausgangsbeschränkung in eine Kontaktbeschränkung umgewandelt. Das heißt: Man darf wieder raus und man darf Verwandte auf „gerader Linie“ unter Einhaltung der entsprechenden Hygiene- und Abstandsregeln wieder besuchen. Zudem werden dann auch alle Spielplätze in Bayern wieder geöffnet. Ab dem Wochenende soll es außerdem Erleichterungen in den Alten- und Pflegeheimen geben, wenn auch unter strengen Auflagen.

Update, 11.51 Uhr - Söder-Pressekonferenz in Kürze

Kommen weitere, möglicherweise sogar massive Lockerungen in Bayern? Darüber wird Ministerpräsident Söder (CSU) in Kürze auf einer Pressekonferenz informieren. Außerdem werden auch Wirtschaftsminister Aiwanger (FW), Gesundheitsministerin Huml, Sozialministerin Trautner (beide CSU) und Kultusminister Piazolo (FW) über die Ergebnisse der Kabinettssitzung am Vormittag sprechen. Neben einem "Fahrplan für Bayern" ging es dabei auch um eine Strategie, mit der der Freistaat die nächste Bund-Länder-Konferenz am Mittwoch angehen wird.

Update, 11.31 Uhr - Bundesliga-Fortsetzung angeblich ab 15. Mai fix

Bereits bei der Pressekonferenz am 30. April hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) "sehr klare Entscheidungen" bezüglich Sport für die nächste Bund-Länder-Konferenz, die am Mittwoch, 6. Mai, stattfindet, angekündigt. 

Dementsprechend dürften sich alle Fußballfans über diese Nachricht freuen: Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, steht einer Fortsetzung der Bundesliga mit Geisterspielen ab Freitag, 15. Mai, wohl nichts mehr im Weg. Darauf hätten sich die Vertreter von Bund und Ländern vorab geeinigt, hieß es. Die Agentur beruft sich dabei auf "mit den Verhandlungen vertrauten Personen".

Update, 11.03 Uhr - Kommen umfangreiche Lockerungen in Bayern?

Die Anzeichen verdichten sich, dass auch Bayern bei den Lockerungen in der Coronakrise nach vorne preschen könnte. Seit 9 Uhr berät das Kabinett in der Staatskanzlei. Am Mittag (12 Uhr) wollen Ministerpräsident Söder (CSU) und einige Minister auf einer Pressekonferenz die Ergebnisse verkünden.  

Während viele Experten zunächst davon ausgingen, dass es wohl "nur" um Spielplätze, Zoos oder Museen gehen wird, sickert nun durch, dass offenbar schon heute ein weit umfassenderer Fahrplan für Lockerungen beschlossen werden soll. Es soll demnach auch um Schulen, Kitas, Hotels, Gastronomie und auch Pflegeeinrichtungen gehen. Dazu soll ein "langfristiges Konzept" vorgelegt werden, hieß es aus Regierungskreisen. Am Montag hatte Niedersachsen bereits ein umfangreiches Konzept, unter anderem auch für Restaurants und Hotels, angekündigt.

Update, 10.58 Uhr - Lage in Österreich: Pressekonferenz aus Wien

In Österreich wurden zum 1. Mai die Ausgangsbeschränkungen aufgehoben. Dennoch ist die Pandemie in der Alpenrepublik natürlich noch nicht überstanden. In Wien informieren Gesundheitsminister Anschober (Grüne) und Innenminister Nehmer (ÖVP) auf einer Pressekonferenz über die aktuelle Situation. Anschober sprach dabei von einer "nach wie vor schwierigen Situation" und "schrittweisem Austarieren".

Update, 10.36 Uhr - Landkreis Traunstein hat höchste Inzidenz in Deutschland

Auf Nachfragen von Journalisten ging Wieler auch nochmal detaillierter auf die aktuelle Entwicklung der Fallzahlen ein. Dabei kam heraus: Es gibt in Deutschland nur noch zwei Landkreisen, in denen es eine Inzidenz von über 50 Kranken pro 100.000 Einwohner gibt. Einer davon ist der Landkreis Greiz (Thüringen), der andere der Landkreis Traunstein!

In der Epidemiologie und medizinischen Statistik bezeichnet Inzidenz die Häufigkeit von Ereignissen – insbesondere neu auftretender Krankheitsfälle – innerhalb einer Zeitspanne. Die Inzidenz einer Krankheit in einer Bevölkerung wird im einfachsten Fall ausgewiesen als die Zahl der Neuerkrankungen, die in einem Jahr pro 100.000 Menschen auftreten.

Pressekonferenz des Robert-Koch-Institutes:

Update, 10.15 Uhr - "Zahl der Neuinfektionen darf nicht wieder ansteigen"

Zudem würden weiterhin Ausbrüche in Krankenhäuser und Pflegeheimen gemeldet, hieß es. Wieler betonte jedoch, dass es "ausreichende Behandlungskapazitäten" wie Intensivbetten in Deutschland gäbe. Man prognostiziere hier keinerlei Engpässe, solange die Zahlen nicht wieder ansteigen. "Die Zahl der Neuinfektionen darf nicht wieder ansteigen", sagte Wieler. Das Durchschnittsalter der Menschen, die an Covid-19 verstarben, liegt aktuell bei 81 Jahren.

Update, 10.09 Uhr - Reproduktionszahl leicht gesunken

Um 10 Uhr hat die neueste Pressekonferenz des Robert-Koch-Institutes (RKI) begonnen. RKI-Präsident Dr. Lothar Wieler ist zunächst auf die aktuellen Fallzahlen eingegangen. Insgesamt sind in Deutschland derzeit 163.860 Fälle bekannt, was einen Anstieg um 685 zum Vortag bedeutet. Es gab bislang 6.831 Todesfälle (+139 zum Vortag). Auf 100.000 Einwohner gerechnet gibt es in der Bundesrepublik rund 8,2 Todesfälle. Von den infizierten Personen gelten bereits rund 135.100 als genesen.

Der Reproduktionsfaktor ist in Deutschland leicht auf 0,71 gesunken. Weltweit gibt es allerdings nun bereits 3,4 Millionen Fälle, wobei das Ausbruchsgeschehen nach wie vor am stärksten in Europa und Nordamerika verbreitet ist.

Update, 9.55 Uhr - Pflegeheime warnen vor schnellen Lockerungen

Viele Menschen würden am Muttertag gerne wieder ihre Mamas oder Omas, die sich möglicherweise in Pflegeheimen aufhalten, besuchen. Doch das Besuchsverbot für Heime gilt in Bayern mindestens bis zum Sonntag, 10. Mai. Deswegen dürfte es damit heuer eher schwierig werden. 

Zudem warnen Pflegeheime vor einer zu schnellen Lockerung der Maßnahmen. Viele Einrichtungen seien bis dato schlecht auf den erneuten Besuch von Angehörigen vorbereitet. "Wir brauchen Schutzkittel und die Möglichkeit, unsere Mitarbeiter und Bewohner testen zu können, als präventive Maßnahme. Ohne diese beiden Dinge würde ich mich weigern, die Heime wieder zu öffnen", sagte Jürgen Salzhuber, Vorsitzender Arbeiterwohlfahrt München, dem Bayerischen Rundfunk. Eine Lockerung ohne mehr Schutz würde das Virus wieder verstärkter in die Heime bringen, betonte Salzhuber. 

Ob es am Muttertag möglicherweise Ausnahmen beim Besuchsverbot in Alten- und Pflegeheimen gibt, darüber will das bayerische Kabinett am Dienstag, 5. Mai, diskutieren. Ministerpräsident Söder (CSU) sei der familiäre Bereich besonders wichtig, hieß es. Ob sich die Lockerung jedoch kurzfristig und sicher umsetzen ließe, ist unklar.

Update, 9.15 Uhr - Pressekonferenz von Söder um 12 Uhr 

Am Vormittag ab 9 Uhr sollen im bayerischen Kabinett weitere Schritte für den "Fahrplan für Bayern", wie ihn Ministerpräsident Markus Söder (CSU) letzte Woche nannte, erarbeitet werden. Anschließend werden am Mittag (ab etwa 12 Uhr) Söder sowie Gesundheitsministerin Melanie Huml, Sozialministerin Carolina Trautner (beide CSU), Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Kultusminister Michael Piazolo (beide FW) vor die Presse treten und über die Ergebnisse informieren. Erwartet wird, dass es um konkrete Beschlüsse für Spielplätze, Zoos, Museen und Bibliotheken gehen wird.

Am Mittwoch soll es bei der nächsten Bund-Länder-Konferenz dann um die Themen Schule, Kitas, Hotels, Gastronomie und Sport gehen. rosenheim24.de berichtet von der Pressekonferenz natürlich wieder live!

Update, 8.30 Uhr - RKI veröffentlicht neueste Deutschland-Zahlen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Dienstagmorgen wieder die neuesten Coronazahlen veröffentlicht (Stand: 5. Mai, 0 Uhr). Insgesamt gibt es in Deutschland derzeit 163.860 Fälle (6.831 Tote). Das weiterhin klar am stärksten betroffene Bundesland ist Bayern mit über 43.000 Fällen und knapp 2.000 Toten.

Bundesland

Fälle

+ Vortag

Fälle/100.000 Einwohner

Todesfälle

Baden-Württem­berg

32.482

+71

293

1.452

Bayern

43.162

+165

330

1.949

Berlin

6.042

+32

161

154

Brandenburg

2.940

+26

117

123

Bremen

895

+2

131

31

Hamburg

4.644

+8

252

172

Hessen

8.585

+36

137

381

M.-Vor­pommern

703

+4

44

19

Niedersachsen

10.380

+55

130

463

Nordr.-West­falen

33.728

+168

188

1.332

Rhein­land-Pfalz

6.160

+10

151

182

Saarland

2.618

+10

264

139

Sachsen

4.745

+43

116

171

Sachsen-Anhalt

1.585

+7

72

46

Schles­wig-Holstein

2.799

+11

97

118

Thüringen

2.392

+37

112

99

Gesamt

163.860

+685

197

6.831

Update, 8 Uhr - Skurrile Situation in Golfclub Reit im Winkl

Der Golfclub in Reit im Winkl ist der einzige länderübergreifende in Europa. In der Coronakrise sorgt dies jedoch nun für eine äußerst skurrile Situation. Denn seit Donnerstag darf nun auf den sechs Bahnen, die auf Tiroler Gebiet liegen, wieder gespielt werden - auf den 12 Löchern auf bayerischer Seite jedoch nicht. Zudem muss der Golfclub auch darauf achten, dass auch wirklich nur österreichische Bürger spielen. Über die Grenze darf niemand.

Clubpräsidentin Evi Mittermaier, übrigens die Schwester von Ski-Legende Rosi, sagte der Bild-Zeitung: "Das ist besonders ärgerlich, denn der Platz ist in einem Top-Zustand und auch das Wetter ist toll. Es passt eigentlich alles. Dazu kommt ja, dass man auf einem Golfplatz immer den Mindestabstand hält." Die "Golf-Grenze" verläuft übrigens zwischen den Bahnen fünf und sechs bzw. 17 und 18 - dort ist bis auf weiteres Schluss.

Update, 7.45 Uhr - Österreich entwickelt Notfallplan für zweite Welle 

Gemeinhin heißt es, Österreich liegt im Pandemie-Verlauf etwa zwei bis drei Wochen vor Deutschland und Bayern. Deswegen ist die Regierung in Wien nun offenbar schon einen Schritt weiter und hat Notfallpläne für eine mögliche zweite Welle entwickelt, wie das Portal oe24.at nun berichtet

Sollte es österreichweit wieder einen starken Anstieg von Infektionen (zum Beispiel im Herbst) geben, würde die Regierung demnach zunächst wieder Ausgangsbeschränkungen anordnen. Gibt es an einem bestimmten Ort gehäuft Fälle, würde dieser sofort unter Quarantäne gestellt. Danach würden gegebenenfalls Schulen geschlossen. Geschäfte sollen dem Bericht zufolge erst als letzte Maßnahme erneut geschlossen werden müssen. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sprach dabei von einem "Szenario, auf das sich Österreich gut vorbereiten" müsse.

Update, 7.05 Uhr - Vier neue Todesfälle in München 

In München wurden jetzt 37 neue Coronafälle gemeldet (Stand: Montag, 4. Mai, 13.30 Uhr). Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.054 Infektionen registriert. In dieser Zahl enthalten sind 4.551 Personen, die bereits genesen sind, 908 Münchner Covid-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten. Außerdem wurden leider vier neue Todesfälle bekannt. Damit steigt die Gesamtzahl der Toten im Zusammenhang mit der Pandemie auf 173.

Update, 6.25 Uhr - Niedersachsen will Lokale und Hotels öffnen

Am Mittwoch, 6. Mai, findet der nächste Bund-Länder-Gipfel zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder statt. Dann soll über die nächsten Schritte im Kampf gegen die Corona-Pandemie verhandelt werden. Viele fordern dabei weitreichende Lockerungen. Das Bundesland Niedersachsen ist dabei jetzt etwas vorgeprescht. Denn offenbar hat man in Hannover einen spektakulären Plan für Gastronomie und Tourismus entwickelt. 

Demnach soll man in Niedersachsen bereits ab kommenden Montag, 11. Mai, wieder Restaurants, Cafés und Biergärten besuchen können. Allerdings dürfen die Lokale mit einer maximalen Auslastung von 50 Prozent öffnen. Zudem besteht Reservierungspflicht. Ebenfalls vom 11. Mai an sollen Ferienhäuser und -wohnungen sowie Campingplätze mit einer maximalen Auslastung von 50 Prozent belegt werden können. Allerdings gilt eine Frist von sieben Tagen für die erneute Belegung. 

Die Hotellerie in Niedersachsen kann dem Plan zufolge am 25. Mai ihr Geschäft wieder aufnehmen. Sollte dies umgesetzt werden, könnte dies bedeuten, dass plötzlich ein Pfingsturlaub an der Nordsee bzw. auf einigen Nordsee-Inseln wieder möglich wäre.

Mehr als 164.000 Infektionen - Grenzkontrollen verlängert

In Deutschland sind bis Montagabend (News-Ticker Montag) über 164.000 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand: mehr als 163.400 Infektionen). Mindestens 6.803 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag: 6728). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hervor. Die Reproduktionszahl lag nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) zuletzt bei 0,76. Rund 132.700 Menschen in Deutschland gelten bereits als genesen.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 43.400 nachgewiesenen Fällen und mindestens 1.950 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 33.500 Fällen und mindestens 1.290 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 32.400 bestätigten Fällen und mindestens 1.453 Toten. Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 331,9 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 197,3. 

Außerdem wurde am späten Abend noch bekannt, dass Deutschland die geltenden Grenzkontrollen nochmals verlängert hat. Nun wird mindestens bis zum 15. Mai weiter an den Grenzen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg, und Dänemark kontrolliert. Auch Flüge aus Italien und Spanien sind von den Kontrollen betroffen.

mw/dpa

Quelle: rosenheim24.de

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