Acht neu bestätigte Fälle in Bayern seit Donnerstag

Coronavirus in der Region: Bayerns Krisenstab berät - vier Neuerkrankte am Sonntag 

+

Altötting/Rosenheim - Ein Verdachtsfall in Stephanskirchen, Falschmeldungen in Altötting, vier neue bestätigte Fälle in Oberbayern und Salzburg - das Coronavirus sorgt in der Region nun wieder für Wirbel. Ein erster Fall in Rosenheim ist mittlerweile bestätigt.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Erster Fall in Rosenheim von Bayerischem Gesundheitsministerium bestätigt
  • Insgesamt acht neue Fälle in Bayern seit Donnerstag (27. Februar)
  • Neuer Fall auch in Salzburg
  • Kultusministerium und Gesundheitsamt Rosenheim erklären Maßnahmen

UPDATE, 2. März, 06.17 Uhr: Am Sonntag insgesamt vier neue Fälle in Bayern gemeldet

Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Sonntag weitere vier Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt wurden. Damit gibt es derzeit seit Donnerstag insgesamt acht neue bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern.

Neben den betroffenen Personen aus München sowie aus den Landkreisen Ebersberg und Rosenheim, konnte auch bei der Ehefrau des Mannes aus Nürnberg, dessen positiver Befund am Freitag vom baden-württembergischen Sozialministerium bekannt gegeben worden war, eine Sars-CoV-2-Erkrankung nachgewiesen werden. 

Die weiteren Neuerkrankten kommen laut abendzeitung.de aus den Landkreisen Freising, Starnberg und Ostallgäu. Bei einem der Fälle handele es sich um einen Mitarbeiter des Unternehmens DMG Mori in Pfronten. Das Unternehmen habe die Mitarbeiter darüber informiert, dass am Montag und Dienstag alle Tochterunternehmen des Maschinenherstellers an dem Standort im Ostallgäu geschlossen bleiben. Rund 1.600 Mitarbeiter seien davon betroffen, erklärte Unternehmenssprecher Stephan Knüttel gegenüber der az.

Die Gesundheitsbehörden ermitteln aktuell sowohl mögliche Kontaktpersonen als auch Zusammenhänge zu bislang bekannten Fällen.

Im Fall des Mitarbeiters des Universitätsklinikums Erlangen, dessen positiver Befund am Donnerstagabend bekannt geworden war, liegen nun weitere Testergebnisse der ermittelten Kontaktpersonen vor. Darunter befanden sich bislang keine positiven Befunde.

UPDATE, 20.10 Uhr: Bayerns Coronavirus-Krisenstab hat zum ersten Mal beraten

Der neu eingerichtete Coronavirus-Krisenstab Bayerns ist am Sonntag im bayerischen Gesundheitsministerium in München zum ersten Mal zusammengekommen. Die Sitzung fand unter Leitung von Gesundheitsministerin Melanie Huml und von Innenminister Joachim Herrmann statt. Beteiligt an dem Krisenstab sind auch weitere bayerische Staatsministerien. Außerdem nahm der Präsident des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), Dr. Andreas Zapf, an den Beratungen teil.

Der Krisenstab befasste sich unter anderem mit der Frage der Risikobewertung von Großveranstaltungen. Der Krisenstab empfiehlt allen lokalen Behörden und Veranstaltern, unverzüglich die Prinzipien des RKI für die Risikobewertung anzuwenden.

Gesundheitsministerin Huml betonte nach der Sitzung: "Die Folge wird sein, dass manche Großveranstaltungen wie zum Beispiel Messen abgesagt oder verschoben werden. Für uns ist klar: Der Schutz der Bevölkerung hat oberste Priorität. Dabei sind wir natürlich in engem Kontakt mit dem Bundesgesundheitsministerium und dem Robert Koch-Institut in Berlin."

Die Einrichtung des Krisenstabes war am vergangenen Freitag beschlossen worden. Bereits mit dem Auftreten des ersten Verdachtsfalls in Bayern am 24. Januar war ein Arbeitsstab im Gesundheitsministerium gebildet worden. Es gab seitdem fast täglich gemeinsame Lagebesprechungen mit dem LGL.

Innenminister Herrmann machte am Sonntag deutlich: "Der enge Austausch im gemeinsamen Krisenstab mit dem bayerischen Gesundheitsministerium und anderen beteiligten Behörden und Organisationen ist eine wichtige Voraussetzung, um die erforderlichen Maßnahmen koordiniert abzustimmen."

Laut Herrmann sind im Krisenstab auch Experten der Polizei und des Katastrophenschutzes vertreten. "Zusätzlich setzen wir auf unser Lagezentrum im Innenministerium, das rund um die Uhr besetzt ist, um polizeiliche Maßnahmen zu koordinieren", ergänzte Herrmann. "Sollte es notwendig sein, können wir schnell und effektiv reagieren." Der Innenminister lobte die bereits sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit und sicherte zu: "Wir werden unsere Bevölkerung bestmöglich schützen!"

Pressmeldung Bayerisches Gesundheitsministerium

UPDATE, 14.35 Uhr: Person aus Landkreis Rosenheim in häuslicher Quarantäne

Erstmals ist bei einer Person aus dem Landkreis Rosenheim der neuartige Corona Virus nachgewiesen worden. Das teilte das Bayerische Gesundheitsministerium heute mit. Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim ergänzt dazu, dass sich die Person am Freitag selbst bei der Gesundheitsbehörde meldete. Die Untersuchung eines Abstrichs ergab ein positives Ergebnis. Die Person hatte beim Skiurlaub in Südtirol Kontakt zu einer befreundeten Person, bei der zuvor der neuartige Corona Virus festgestellt worden war. Da die Person ohne Krankheitssymptome ist, kann sie in häuslicher Quarantäne bleiben.

Pressemeldung Landratsamt Rosenheim

UPDATE, 14.03 Uhr: Erster bestätigter Fall von Coronavirus in Rosenheim

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Sonntag (1.März) über die aktuelle Entwicklung bei dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Sonntag weitere vier Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt wurden. Damit gibt es derzeit (Stand: 12.00 Uhr) seit Donnerstag insgesamt acht neue bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern.

Darunter befindet sich ein Fall aus Mittelfranken. Es handelt sich um die Ehefrau des Mannes aus Nürnberg, dessen positiver Befund am Freitag vom baden-württembergischen Sozialministerium bekannt gegeben worden war. Dieser war am Freitag im Städtischen Klinikum Karlsruhe stationär aufgenommen worden. Die Frau befindet sich im Klinikum Nürnberg auf Isolierstation. Die drei anderen neuen Fälle wurden aus den Landkreisen Freising, Starnberg und Ostallgäu gemeldet.

Bei den drei am späten Samstagnachmittag bestätigten Coronavirus-Fällen aus Oberbayern handelt es sich um Personen aus München sowie aus den Landkreisen Ebersberg und Rosenheim. Die Gesundheitsbehörden ermitteln aktuell sowohl mögliche Kontaktpersonen als auch Zusammenhänge zu bislang bekannten Fällen.

Im Fall des Mitarbeiters des Universitätsklinikums Erlangen, dessen positiver Befund am Donnerstagabend bekannt geworden war, liegen nun weitere Testergebnisse der ermittelten Kontaktpersonen vor. Darunter befanden sich bislang keine positiven Befunde.

Pressemeldung Bayerisches Gesundheitsministerium

UPDATE, 12.55 Uhr - Frau bei Salzburg in häuslicher Quarantäne

Pressekonferenz zum ersten Corona-Fall in Salzburg: Petra Juhasz, Wilfried Stöckl und Christian Stöckl (von links).

Seit Samstag hat auch das österreichische Bundesland Salzburg seinen ersten bestätigten Coronavirus-Patienten. Es ist eine 36-jährige Frau aus Wien, die sich vermutlich in Turin infiziert hat und am Donnerstag in Fusch an der Glocknerstraße bei ihrem Lebensgefährten erste Symptome hatte. "Die Frau hat dann alles richtig gemacht, hat ihren Hausarzt angerufen und alle sozialen Kontakte vermieden", so Landeshauptmann Wilfried Haslauer. In Österreich gibt es demnach nun zehn bestätigte Corona-Patienten. 

Die Wienerin, ihr Lebensgefährte und zwei weitere Familienangehörige seien seitdem in häuslicher Quarantäne und werden vom Bürgermeister der Gemeinde mit dem Lebensnotwenigsten versorgt. Die drei Familienangehörigen zeigten bisher keinerlei Symptome. "Die Patientin ist jung, es geht ihr relativ gut, sie hat leichte grippale Symptome und kann nach derzeitigem Stand zuhause bleiben. Sie wird weiterhin hausärztlich betreut", sagte Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz. Der Fall war schon am Samstagnachmittag bei einer Pressekonferenz bekannt gegeben worden, nachdem auch der zweite Corona-Test bei der Frau am Samstagmittag positiv ausgefallen war. Das Tauernklinikum Zell am See hatte zuvor eine Ärztin zum Haus der Frau geschickt.

UPDATE, 11 Uhr - Gesundheitsamt Rosenheim veröffentlicht Erklärung

Das bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hatte bereits bekannt gegeben, dass Personen, die sich in den vergangenen 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben, unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben sollen. Dem schließt sich nun auch der Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim, Dr. Wolfgang Hierl, an. Das neuartige Coronavirus zwinge zur Vorsicht, hieß es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes Rosenheim.

Dr. Hierl empfiehlt allen Schülerinnen und Schülern, aber auch allen Lehrkräften am Montag nicht in die Schule zu gehen, wenn sie sich in den Faschingsferien in der Region Lombardei oder in der Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien aufgehalten haben. Diese Empfehlung gelte selbstverständlich auch für Kinder in Kindertageseinrichtungen und deren Betreuerinnen und Betreuer, hieß es weiter.

Wenn zum Aufenthalt in einem Risikogebiet zudem Erkältungs- oder Grippesymptome auftreten wie Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen oder Durchfall müssen sich betroffene Personen beim Staatlichen Gesundheitsamt melden. Dr. Hierl rät hier auch dringend, vor dem Besuch des Hausarztes anzurufen und nicht ohne Voranmeldung in die Praxis zu gehen. Ebenfalls umgehend das Staatliche Gesundheitsamt kontaktieren müssen Personen, die in den vergangenen 14 Tagen Kontakt mit einem bestätigtem COVID-19 Erkrankten hatten und zwar unabhängig von Krankheitssymptomen. Diese Empfehlungen gelten nicht für Reisende, welche sich nicht in Risikogebieten aufhielten oder keinen Kontakt mit einem Menschen hatten, bei dem das neuartige Corona Virus nachgewiesen wurde. Die Liste der Risikogebiete ist auf der Homepage des Robert Koch-Instituts zu finden.

UPDATE, Sonntag, 7.10 Uhr - Ministerium reagiert

Das Bayerische Kultusministerium hat nun in Abstimmung mit dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege sowie dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auf das nahende Ende der Faschingsferien in Bayern reagiert und eine Art "Handlungsanleitung" für Schulen, Schüler und Eltern zusammengestellt.

Da das "Infektionsgeschehen weiterhin ein sich sehr dynamisch entwickelndes Szenario" sei, wird Schülern aller bayerischen Schulen, die sich in den Faschingsferien bzw. innerhalb der letzten 14 Tage in einem Coronavirus-Risikogebiet aufgehalten haben, geraten, unnötige Kontakte zu vermeiden und - sofern die möglich sei - der Schule ab Montag, 2. März, zunächst einmal fern- und zuhause zu bleiben. Die Schule sei umgehend darüber in Kenntnis zu setzen und in diesem Fall gelte die Nicht-Teilnahme am Unterricht als entschuldigt, hieß es.

Das sind Risikogebiete laut Robert-Koch-Institut derzeit:

  • China: Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan) und die Städte Wenzhou, Hangzhou, Ningbo, Taizhou in der Provinz Zhejiang
  • Iran: Provinz Ghom 
  • Italien: Region Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien
  • Südkorea: Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang)

Hinweis des Ministeriums: Sofern kein Aufenthalt in einem Risikogebiet vorlag, bleibt die Schulpflicht grundsätzlich unberührt, d.h. sind keine Einzelmaßnahmen durch das Gesundheitsamt angeordnet, findet eine Teilnahme am Unterricht statt. Weitere Informationen gibt es auf der Seite des Bayerischen Kultusministeriums.

UPDATE, 19.05 Uhr: Erster Coronavirus-Fall in Salzburg

Auch in Salzburg ist das Coronavirus angekommen. Am Samstag (29. Februar) bestätigte das Land Salzburg in einer Pressemitteilung, dass eine Person positiv auf das Virus getestet worden sei. Dabei handele es sich um eine 36-jährige Wienerin, sich derzeit in Fusch an der Glocknerstraße im Pinzgau zu einem Besuch aufhalte. Die Frau befinde sich in häuslicher Quarantäne. „Wir haben eine Situation, die wir ernst nehmen, die wir aber auch nicht dramatisieren. Wir haben rechtzeitig die Vorsorgemaßnahmen koordiniert und sind gut vorbereitet“, betonte Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

Die Frau war nach Angaben des Landes Salzburg am vergangenen Wochenende in der italienischen Stadt Turin gewesen. Am Donnerstag (27. Februar) verspürte sie erste Symptome und meldete sich telefonisch beim Arzt. Am Nachmittag des 29. Februar wurde der erste Coronavirus-Fall in Salzburg dann bestätigt. Der Lebensgefährte der Frau sowie zwei weitere Verwandte, mit denen sie Kontakt hatte, würden sich ebenfalls in Quarantäne befinden.

UPADTE, 18.17 Uhr: Drei weitere Fälle von Coronavirus in Bayern bestätigt 

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Samstag über die aktuelle Entwicklung bei den Fällen mit dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bis zum späten Samstagnachmittag drei neue Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt wurden. Die drei Fälle stammen aus Oberbayern. Weitere Einzelheiten werden am Sonntag vom bayerischen Gesundheitsministerium mitgeteilt.

Damit gibt es derzeit insgesamt vier bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern. Am Donnerstag war ein Fall in Mittelfranken bekannt geworden, der im Universitätsklinikum Erlangen stationär behandelt wird. Der Mann hatte in Deutschland Kontakt mit einem Italiener, der nach seiner Rückkehr nach Italien SARS-CoV-2 positiv getestet wurde. Die Ergebnisse weiterer Tests werden voraussichtlich bis Sonntagabend vorliegen.

Pressemeldung Bayerisches Gesundheitsministerium

UPDATE, 11.25 Uhr - Veranstaltung in Rosenheim abgesagt

Das Coronavirus sorgt nun auch für Absagen beziehungsweise Terminänderungen von Veranstaltungen in der Region. Wie Radio Charivari berichtet, musste nun das Jugendparlament der Alpenkonvention in Rosenheim verschoben werden. Die Veranstaltung sollte eigentlich Mitte März am Karolinen-Gymnasium stattfinden. 

Das Jugendparlament der Alpenkonventionen ist eine Parlamentssimulation in Anlehnung an das Europäische Jugendparlament mit dem thematischen Hintergrund der Alpenkonvention. Schüler aus Österreich, Schweiz, Italien, Slowenien, Frankreich, Liechtenstein und Deutschland nehmen teil. Das Parlament wird jedes Jahr abwechselnd in einem anderen Land veranstaltet.

Die Erstmeldung:

Bereits am Donnerstag, 27. Februar, hatte rosenheim24.de berichtet, dass es einen Coronavirus-Verdachtsfall in Stephanskirchen (Landkreis Rosenheim) geben soll. Das Landratsamt Rosenheim bestätigte kurz darauf einen Verdachtsfall "einer in den Intensivpflege tätigen Person im Landkreis Rosenheim". Die Person hatte sich vor kurzem in Norditalien aufgehalten. Konkretere Angaben gab es jedoch nicht. Das Testergebnis des (vermutlich männlichen) Betroffenen sollte eigentlich am Freitag, 28. Februar, vorliegen. Auf erneute Nachfrage hieß es dann seitens der Behörde: Sollte eine Person aus Landkreis Rosenheim positiv auf das Coronavirus getestet werden, so würde dies über das bayerische Gesundheitsministerium in München zeitnah kommuniziert werden.

Coronavirus-Fall im Klinikum Erlangen

Ein Ministeriumssprecher teilte jedoch lediglich mit, dass der am Donnerstagabend bekannt gewordene neue Fall im Universitätsklinikum Erlangen stationär behandelt wird. Es handelt sich um einen Mitarbeiter des Universitätsklinikums Erlangen. Der Mann hatte in Deutschland Kontakt mit einem Italiener, der nach seiner Rückkehr nach Italien SARS-CoV-2 positiv getestet wurde.

Am Freitagabend gab das Ministerium dann eine weitere Pressemitteilung heraus, wo Gesundheitsministerin Melanie Huml und Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) über aktuell mögliche Schutzmaßnahmen informierten. Huml sieht Bayern gut vorbereitet - auch auf das Ende der Faschingsferien, wenn viele Bürger aus ihrem Urlaub, den sie möglicherweise in Italien verbracht haben, zurückkehren. "Der Schutz der Bevölkerung hat für uns weiterhin oberste Priorität. Seit Donnerstag informieren wir gezielt Reisende in Form von Handzetteln und Plakaten verstärkt über die Coronavirus-Gefahr. Dabei geben wir auch konkrete Handlungsempfehlungen für Menschen, die nach Italien fahren wollen. Die Informationen werden auf Deutsch, Englisch und Italienisch zur Verfügung gestellt", sagte Huml. "Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr, THW und die freiwilligen Hilfsorganisationen sind für alle Eventualitäten sensibilisiert, vorbereitet und handlungsfähig", betonte Herrmann.

Kein Coronavirus-Fall in Kreisklinik Altötting

Die Gesundheitsministerin erläuterte außerdem weitere Maßnahmen. "So hatten wir bereits vor dem Bekanntwerden der ersten Verdachtsfälle den Ablauf der Meldewege und die Ermittlung von Kontaktpersonen genau geregelt. Außerdem hatte das bayerische Gesundheitsministerium vorsorglich alle Krankenhäuser in Bayern darum gebeten, sich auf die Aufnahme von Patienten mit einer bestätigten Infektion vorzubereiten. (...) Es gab seitdem fast täglich gemeinsame Lagebesprechungen mit dem LGL. Mittlerweile nehmen auch das Innenministerium, das Verkehrsministerium und das Wirtschaftsministerium regelmäßig an den Sitzungen teil. Außerdem sind wir natürlich in engem Kontakt mit dem Bundesgesundheitsministerium und dem Robert Koch-Institut in Berlin."

Einige Stunden vor der Mitteilung des Ministeriums hatten Falschmeldungen aus dem Raum Altötting für Unruhe bei der Bevölkerung gesorgt. In sozialen Medien und via WhatsApp war unter anderem die Information verbreitet worden, dass sich in der Kreisklinik Altötting eine Person, die unter dem Coronavirus leidet, in Behandlung befinden soll.  Mike Schmitzer, Pressesprecher der Kreisklinik Altötting, stellte jedoch klar: "Diese Informationen entsprechen nicht der Wahrheit. Sollte in den Kreiskliniken Altötting-Burghausen ein bestätigter Fall einer Infektion mit dem Coronavirus vorliegen, werden wir unverzüglich darüber informieren."

Grippesympthome in Prien

Mitte der Woche hatte es außerdem die Meldung gegeben, dass in Prien mehrere Mitglieder einer spanischen Reisegruppe ins dortigen Krankenhaus eingeliefert worden seien. Das Landratsamt Rosenheim stellte jedoch klar, dass die Personen lediglich "leichte Grippesympthomatik" gezeigt hätten.

Den ersten Fall in der Region gab es bereits Ende Januar, als eine Familie aus Siegsdorf (Landkreis Traunstein) ins Krankenhaus nach Trostberg in Quarantäne gebracht worden war, nachdem beim Vater ein Coronavirus-Verdacht bestand. Letztlich erkrankten vier der fünf Familienmitglieder, beide Elternteile sowie zwei der drei Kinder, an dem Virus.

Coronavirus im Landkreis Traunstein: Einsatz des BRK in Siegsdorf am 30. Januar

Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg.
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg. © FDL/Lamminger
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg.
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg. © FDL/Lamminger
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg.
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg. © FDL/Lamminger
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg.
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg. © FDL/Lamminger
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg.
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg. © FDL/Lamminger
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg.
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg. © FDL/Lamminger
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg.
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg. © FDL/Lamminger
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg.
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg. © FDL/Lamminger
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg.
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg. © FDL/Lamminger
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg.
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg. © FDL/Lamminger

Nach gut zwei Wochen konnte die Familie das Krankenhaus jedoch verlassen. Nach Bekanntwerden des Falles hatten sich die Behörden mit einer Pressekonferenz an die Öffentlichkeit gewandt.

mw

Quelle: rosenheim24.de

Kommentare