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Fragen und Antworten zur Einführung der CovPass-App

Der Impfpass in der App: So funktioniert der digitale Impfnachweis

Das Logo der CovPass-App ist neben einem Impfbuch auf einem Smartphone zu sehen.
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Der digitale Corona-Impfpass in Deutschland soll ab 10. Juni an den Start gehen.

Der digitale Corona-Impfpass soll ab Donnerstag, 10. Juni schrittweise eingeführt werden. Damit ist eine Impfung auch digital nachweisbar. Doch wie funktioniert das eigentlich? Wir haben alle wichtigen Antworten für Euch zusammengefasst.

Fast 19 Millionen Bundesbürger sind inzwischen vollständig geimpft. Bislang musste man den gelben Impfpass mit sich führen, um das nachweisen zu können. Jetzt geht das auch digital: Die App namens „CovPass“ kann künftig als Beleg für eine Impfung, einen negativen Test oder auch eine überstandene Corona-Infektion dienen. Damit wird vor allem zur Sommerferienzeit das Reisen in Europa enorm erleichtert - die App soll ab 10. Juni für Android und iOs erhältlich sein. Auch in der Corona-Warn App kann man den Nachweis integrieren lassen, hier wird es in Kürze ein Update geben.

Was genau ist der digitale Impfpass?

Zusätzlich zum herkömmlichen Impfpass - der nach wie vor seine Gültigkeit hat - ist der digitale Nachweis eine weitere Möglichkeit seinen Impfstatus bequem zu dokumentieren, ohne das gelbe Heftchen immer mit sich führen zu müssen. Deutschland setzt mit dem „CovPass“ ein Vorhaben der Europäischen Union um. Die EU-Länder und das EU-Parlament hatten sich kürzlich auf Details eines Zertifikats geeinigt, mit dem man Impfungen, Tests und überstandene Covid-19-Erkrankungen nachweisen kann.

So wird der digitale Impfnachweis aussehen (Symbolbild)

Warum wird der Impfnachweis jetzt digital eingeführt?

Der digitale Impfnachweis ist standardisiert und wird von allen EU Mitgliedsstaaten anerkannt. Das Reisen im Sommer wird somit erheblich erleichtert. Außerdem ist es natürlich praktischer, als das gelbe Heft oder die noch größeren DDR-Impfbücher mitzunehmen. Digital ist nur die Covid-Impfung erfasst und man muss nicht alle seine Impfungen preis geben.

Wer bekommt diesen digitalen Impfpass?

Alle vollständig geimpften Personen können sich den digitalen Nachweis holen. Derzeit sind das rund 19 Millionen Menschen in Deutschland.

Wo bekomme ich meinen digitalen Impfnachweis?

Dort wo man geimpft wird, bekommt man auch seinen digitalen Impfpass, also in Arztpraxen oder Impfzentren. Ab Montag, den 14. Juni unterstützen die Umsetzung auch die Apotheken. Petra Scheyer aus der Rosenheimer Adler-Apotheke erwartet daher einen Ansturm ab der kommenden Woche. Über den Ablauf wisse man bisher nur theoretisch Bescheid, man hofft jetzt auf konkrete Informationen im Laufe der nächste Tage, so Scheyer weiter.

Wie läuft das Ganze ab?

Arztpraxen, Apotheken und Impfzentren dürfen den Impfstatus digital nachweisen. Man erhält einen Code, den man gleich mit dem Handy abscannen kann oder auf Papier mitnimmt und zuhause scannt. Über die kostenlose App „CovPass“ kann man den Nachweis dann lokal auf dem Handy speichern. Natürlich gilt dies auch für alle die bereits geimpft sind, in Deutschland sind das immerhin fast 23 Prozent der Bevölkerung. Wer nachträglich seine Impfung digital erfassen lassen will, wendet sich ebenfalls an seinen Arzt oder an Apotheken. Autorisiertes Personal prüft dann den Impfstatus anhand des gelben Impfpasses auf seine Richtigkeit. Dafür soll man den Ausweis zeigen müssen, so das Gesundheitsministerium. Danach erhält man auch einen Code, den man dann scannen kann. Impfzentren bereiten sich darauf vor, den Code per Post zu schicken, für alle die ihre Zweitimpfung bereits erhalten haben. Generell gilt: zwei Wochen nach der zweiten Impfung gilt man als vollständig geimpft und kann sich seinen digitalen Impfnachweis aufs Handy holen.

Der Arzt Christoph Borch zeigt im Impfzentrum Babelsberg in der Metropolishalle das Beispiel eines Digitalen Impfpasses.

Machen alle Apotheken mit?

Anfangs werden nicht alle Apotheken teilnehmen, da dies technisch oft nicht möglich ist. Der Deutsche Apothekerverband rechnet daher damit, dass am 14. Juni zunächst nur eine begrenzte Anzahl an Apotheken dabei ist. Unter www.mein-apothekenmanager.de kann man sich informieren, welche Apotheke in seinem Umkreis den digitalen Impfpass ausstellt.

Werden meine Daten gespeichert?

Alle digitalen Impfnachweise werden nur temporär gespeichert und anschließend gelöscht. Dauerhaft speichert man es nur lokal auf seinem eigenen Handy.

Kann man bei CovPass auch speichern, dass man negativ getestet oder bereits genesen ist?

Ja, auch das geht. Negative Tests oder eine durchgemachte Infektion können mittels Testzertifikat bzw. Genesenenzertifikat hinterlegt werden. Eine durchgemachte Infektion wird zum Beispiel mit dem PCR-Test-Ergebniss dokumentiert. 

Was ist, wenn ich kein Smartphone habe?

Der gelbe Impfpass behält natürlich weiterhin seine Gültigkeit. Man kann alternativ aber auch den Ausdruck vorzeigen, den Apotheken, Ärzte oder Impfzentren ausstellen.

Gibt es eine Alternative zu CovPass?

Ja, die gibt es und zwar ist es die offizielle Corona-Warn-App, die derzeit von schätzungsweise 25 Millionen Menschen aktiv genutzt wird. Auch hier kann man demnächst Impf-, Test- und Genesenenstatus einpflegen. Der Unterschied: Die „CovPass“-App hat anders als die Corona-Warn-App keine Kontaktverfolgungsfunktion.

si

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