Vergrabenes Auto doch keine Spur?

Cold Case in Bayern: Polizei durchsucht Wohnung im Fall Monika

+
Grabungen nach mutmaßlichem Mord vor 42 Jahren.
  • schließen

Georgenberg/Neustadt an der Waldnaab - Vor 42 Jahren verschwand die damals zwölfjährige Monika Frischholz aus der Oberpfalz. Anfang der Woche nahm die Polizei eine neue Spur in dem Fall auf. Nun erfolgte sogar eine Wohnungsdurchsuchung.

Die Polizei ist im Fall Monika Frischholz möglicherweise einen Schritt weiter. Am Donnerstag, den 11. April, durchsuchten Beamte eine Wohnung in der Oberpfalz, die wohl in Zusammenhang mit dem Fall stehen könnte, heißt es in einem Pressebericht der Polizei Weiden. Verhaftet sei dabei aber niemand worden. Auch gab die Polizei nicht bekannt, was genau die Wohnung mit dem Verschwinden der damals Zwölfjährigen zu tun hat. Es gab laut Ermittlern zehn neue Hinweise, die nun ausgewertet werden müssen. 

Der Pressebericht spricht von Gerüchten, laut denen Monika unter einer sich im Bau befindlichen Kläranlage vergraben worden sei. Die Ermittlungsgruppe in dem Fall habe herausgearbeitet, dass dies nicht der Fall sei, die Kläranlage sei zum Zeitpunkt ihres Verschwindens bereits fertig gewesen.

Auch zu dem VW Käfer, den die Beamten am Montag gefunden haben gibt es Erkenntnisse. Der Wagen war in einem Waldstück vergraben gewesen, sein Besitzer sei aber inzwischen gestorben und habe vermutlich nichts mit Monikas verschwinden zu tun, so der Bericht der Polizei Weiden. Zwei Tage lang haben Ermittler das Auto in körperlich anstrengenden Arbeiten freigelegt, heisst es in dem Bericht. Knochenteile und Abfälle habe man dabei im Wageninneren festgestellt. Die Knochen werden derzeit kriminaltechnisch untersucht, mit einem Ergebnis könne man in den kommenden Wochen rechnen.

Der Fall Monika Frischholz

Monika Frischholz verschwand vor 42 Jahren, am 25. Mai 1976, aus Flossenbürg spurlos. Sie war damals gerade einmal zwölf Jahre alt. Sie verabschiedete sich am Nachmittag, gegen 15.30 Uhr von ihren Freundinnen und machte sich auf den Weg zum Bahnhof, wo sie wohl mit einem jungen Burschen verabredet war. 

Danach wurde sie nicht mehr Lebend gesehen. Von der Zwölfjährigen fehlt seitdem jede Spur, die Polizei geht von einem Mord aus. Im Dezember 2018 wurden die Ermittlungen nach jahrzehntelanger Pause wieder aufgerollt, die EG Froschau wurde ins Leben gerufen. Die Theorie, dass das Mädchen ermordet wurde, hielt sich in Ermittlerkreisen bis heute. Am Montag, den 8. April 2019 erfolgte eine große Suchaktion in einem Wald bei Georgenberg, fünf Kilometer vom Wohnort des Mädchens entfernt. Bei dieser Suchaktion wurde schließlich auch ein VW Käfer, der vergraben worden war, entdeckt und freigelegt. 

jv

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT