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Negative Innenstadtentwicklung

Rosenheimer Strick-Geschäft Filati schließt, H&M will Mitarbeiter entlassen

Das Rosenheimer Strick-Geschäft Filati wird nach dem Ende des Lockdowns nicht wieder eröffnen.
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Das Rosenheimer Strick-Geschäft Filati wird nach dem Ende des Lockdowns nicht wieder eröffnen.
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  • Michael Weiser
    Michael Weiser
  • Sebastian Aicher
    Sebastian Aicher
  • Jens Kirschner
    Jens Kirschner

Das Geschäft für Strickbedarf, Filati, schließt seine Filiale in Rosenheim, der Betrieb am Hauptsitz im Kolbermoor geht jedoch weiter. Und auch der Modehändler Hennes und Mauritz will in seiner Rosenheimer Filiale Personal abbauen.

Rosenheim – Ursprünglich plante Inhaberin Britta Nopper, zum 28. Februar, ihren Laden in der Heilig-Geist-Straße aufzugeben. Doch bedingt durch das laufende Öffnungsverbot während der Corona-Pandemie, überlege sie sich, dieses Datum zu verschieben. Dies, um den Ausverkauf der Ware in der Rosenheimer Filiale überhaupt ermöglichen zu können. Seit vier Jahren ist Nopper mit ihrem Geschäft dort vertreten, das Haupthaus liegt indes in Kolbermoor.

Den Plan, die Filiale in Rosenheim zu schließen habe sie jedoch schon länger gehegt, die Corona-Beschränkungen seien nicht der unmittelbare Grund gewesen, diese Filiale aufzugeben. Sie nennt unter anderem die Parksituation in Rosenheim, warum die Geschäfte in Kolbermoor deutlich besser liefen. Jedoch: „Der Lockdown hat uns den Rest gegeben“, sagte Nopper im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen. Mit der Schließung verbunden ist die Kündigung zweier Angestellter.

Im Zuge eines bundesweiten Stellenabbaus will H&M auch Jobs in der Rosenheimer Filiale streichen.

Geschäft in Kolbermoor bleibt

Die Geschäfte im Kolbermoor laufen indes weiter. „Jeder Leerstand ist bitter“, kommentiert die Geschäftsführerin des Rosenheimer City-Managements, Sabrina Obermoser, die Schließung der Filati-Filiale. Der Vorsitzende des Gewerbeverbands Rosenheim, Anton Heindl, zeigt sich erschrocken: „

Als ich das erfahren habe, blieb mir erst mal die Luft weg“, sagt Heindl. Er kritisiert, dass die angekündigten Hilfen von staatlicher Seite gerade für kleine Unternehmen nur sporadisch kämen. Auch deren Umfang sei oft zu gering bemessen.

Auch andere mussten bereist schließen

Am Dienstag, 26. Januar, war bekannt geworden, dass die französische Modekette Pimkie in Deutschland 31 von 75 Standorten schließt, darunter ihre Filiale in Rosenheim. In der Nachbarschaft, ebenfalls an der Münchener Straße, schloss kürzlich die Filiale der Modekette Orsay, auch Karstadt Sports gehört der Vergangenheit an.

Hinzu kommt, dass auch die Modekette Hennes und Mauritz (H&M) im Zuge ihres deutschlandweiten Stellenabbaus plant, die Zahl ihrer Angestellten auch in Rosenheim zu reduzieren.

Diana Bieberstein, Vorsitzende des Betriebsrats der Rosenheimer H&M-Filiale, spricht von einem „Freiwilligenprogramm“, das die Modekette den Angestellen nahegelegt habe.

Dies möglicherweise, um gerade jungen Müttern die Option schmackhaft zu machen, nach dem Ende ihrer Elternzeit freiwillig nicht zu ihrem Arbeitsplatz zurückzukehren. Bieberstein, gab sich ob der aktuellen Situation enttäuscht. Wie es in den nächsten Wochen weitergehen soll, entzieht sich bislang auch ihrer Kenntnis.

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