Großeinsatz in unwegsamem Gelände bei Schneizlreuth

Flugzeug abgestürzt? Suche aus der Luft soll am Morgen fortgesetzt werden

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Am frühen Donnerstagnachmittag ist ein Flugzeug vom Radar verschwunden. Seitdem läuft eine großangelegte Suchaktion.
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Schneizlreuth - Bei Melleck ist am frühen Donnerstagnachmittag möglicherweise ein Flugzeug abgestürzt. Die Einsatzkräfte sind mit einem Großaufgebot vor Ort und suchten bis in die Nacht das hochalpine Gelände ab. Am Freitagmorgen soll auch die Suche per Hubschrauber fortgesetzt werden.

>>> Am Freitag gegen 10 Uhr wurden erste Wrackteile des abgestürzten Flugzeugs von einer Hubschrauberbesatzung gesichtet. Kurze Zeit später trafen die Einsatzkräfte an der Unglücksstelle ein. Alle weiteren Entwicklungen lesen Sie hier.

UPDATE, 6.20 Uhr - Pressemeldung Rotes Kreuz

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Am Donnerstagnachmittag ist über Notruf ein vermeintlicher Absturz eines Kleinflugzeugs im Gebiet zwischen Sonntagshorn und Ristfeuchthorn gemeldet worden. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften ist derzeit noch im unwegsamen Gelände im Einsatz. Im Einsatz befinden sich neben den heimischen Bergwachten auch die Feuerwehren, die Polizei und der Landrettungsdienst.

Im Schneizlreuther Ortsteil Melleck läuft seit dem frühen Donnerstagnachmittag eine groß angelegte Suchaktion nach einen möglicherweise verunglücktem Kleinflugzeug. Die einmotorige Maschine war von Tirol nach Salzburg auf dem Weg und verschwand gegen 13.45 Uhr vom Radar der deutschen Flugsicherung. Seitdem wird in dem ungwegsamen Gelände zwischen Sonntagshorn und Ristfeuchthorn mit bis zu fünf Hubschraubern und zahlreichen Einsatzkräften von Bergwacht und Polizei im Gelände nach dem Kleinflugzeug gesucht.

Aufwendiger Such- und Bergeeinsatz des BRK Berchtesgaden nach Flugzeugabsturz

Aufgrund des unwegsamen und alpinen Geländes wurde die Suche zunächst mit insgesamt fünf Hubschraubern (zwei Maschinen der bayerischen Polizei, Christoph 14, SAR Hubschrauber der Bundeswehr und eine Maschine der Österreichischen Polizei) aus der Luft durchgeführt. Da sich das Wetter zunehmend verschlechterte und über 1.200 Metern Höhe starker Nebel mit Sichtweiten von nur noch 15 Metern aufzog, mussten die Flüge eingestellt werden. Trotz der widrigen Witterung und des unwegsamen Geländes befinden sich mehrere Trupps der Bergwacht und der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) der Polizei im Einsatz und versuchen nun vom Boden aus die mögliche Absturzstelle zu lokalisieren. Die Suche stellt die Spezialisten der Bergwacht und der Polizei vor eine große Herausforderung und birgt eine hohe Gefährdung für die Helfer.

Pressemeldung Bayerisches Rotes Kreuz

Weitere Informationen will das Rote Kreuz nach Abschluss des Einsatzes bekanntgeben.

UPDATE, Freitag, 5.35 Uhr - Aufwendige Suche

Auch am frühen Freitagmorgen (5.30 Uhr) gab es noch keine neue Informationen, ob das vermutlich abgestürzte Flugzeug inzwischen in dem unwegsamen Gelände lokalisiert werden konnte. Bis in den späten Abend am Donnerstag hatten Helfer von Bergwacht und der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei das Gebiet abgesucht.

Die Suche aus der Luft hatte wegen des aufziehenden Nebels bereits davor abgebrochen werden müssen. Diese soll allerdings am Freitagmorgen schnellstmöglich wieder aufgenommen werden. Am Donnerstag waren bis zu fünf Maschinen im Einsatz.

Seitens der Bergwacht sind die örtlich zuständigen Bereitschaften Bad Reichenhall, Freilassing, Teisendorf-Anger, Inzell und Ruhpolding, der Kriseninterventionsdienst (KID), das Team des Technikbusses der Bergwacht Traunstein samt Kerosinanhänger und die Bergwacht Schleching mit der Ausrüstung samt Zelt für die Koordinierungsgruppe bei großen Schadenslagen vor Ort. Die Freiwillige Feuerwehr Bad Reichenhall stellte den Abrollbehälter Einsatzleitung bereit und betreute mit den Flughelfern den Hubschrauber-Landeplatz, wie das Bayerische Rote Kreuz nun mitteilte.

Update, 22.15 Uhr: Suche läuft auch in der Nacht weiter

Noch immer suchen zahlreiche Einsatzkräfte nach einem wahrscheinlich abgestürzten einmotorigen Flugzeug in den Berchtesgadener Alpen rund um Melleck/Schneizlreuth. Zwar mussten gegen 19 Uhr wegen starken Nebels die eingesetzten Hubschrauber die Suche abbrechen, Trupps von Bergwacht und der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei suchen das Gelände weiter ab. 

Solange die Witterung es zulasse, werde die Suche auch in der Nacht fortgesetzt, erklärt ein Sprecher der Rosenheimer Einsatzzentrale. Seit Einstellung der Suche aus der Luft versuchen die Einsatzkräfte terrestrisch, die mögliche Absturzstelle zu lokalisieren. 

Update, 19.38 Uhr: Suche aus der Luft eingestellt

Auf Grund des unwegsamen und hochalpinen Geländes wurde die Suche nach dem offenbar abgestürzten Flugzeug zunächst von mehreren Hubschraubern aus der Luft durchgeführt. Im Einsatz waren drei Hubschrauber, darunter eine "Edelweiss"-Maschine der bayerischen Polizei sowie eine "Libelle" der österreichischen Polizei. Gesucht wurde auch mit einer Drohne. 

Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd nun mitteilt, mussten die Suchmaßnahmen aus der Luft nun eingestellt werden. Das Wetter habe sich zunehmend verschlechtert und über 1200 Metern Höhe sei starker Nebel aufzogen. 

Suche nach abgestürztem Flugzeug bei Schneizlreuth

Trotz der widrigen Witterung und des unwegsamen Geländes befinden sich mehrere Trupps der Bergwacht und der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei im Einsatz und versuchen nun terrestrisch, die mögliche Absturzstelle zu lokalisieren. Die Suche stellt laut Polizei die Spezialisten der Bergwacht und der Polizei vor eine große Herausforderung und birgt eine hohe Gefährdung für die Helfer.

Die Einsatzzentrale in Melleck.

Update, 18.07 Uhr: Hinweise deuten auf tatsächlichen Absturz hin

Seit Stunden sucht ein Großaufgebot an Rettungskräften ein möglicherweise abgestürztes Kleinflugzeug im Gebiet um Melleck/Schneizlreuth. 

Wie Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, auf Nachfrage von BGLand24.de mitteilt, würden derzeit mehrere Hinweise auf einen tatsächlichen Absturz hindeuten: Das Flugzeug verschwand gegen 13.45 Uhr vom Radar, außerdem hätte ein Zeuge einen Knall vernommen.

Die Suche der Einsatzkräfte gestaltet sich derzeit schwierig. Es handelt sich laut Sonntag bei dem möglichen Absturzgebiet um hochalpines Gelände. Mehrere Berge mit einer Höhe von 1600 bzw. 1700 Metern befinden sich rund um Melleck. Zudem erschwere Nebel die Sicht der Hubschrauberpiloten.

Die Polizei machte zunächst keine Angaben zum Piloten des Kleinflugzeugs und möglichen Flugbegleitern.

Erstmeldung

Ein einmotoriges Flugzeug ist möglicherweise in Melleck/Schneizlreuth (Kreis Berchtesgadener Land) abgestürzt. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd in einer Vorausmeldung bekannt gab, läuft seit dem frühen Donnerstagnachmittag (22. August) eine großangelegte Suchaktion nach der Maschine. 

Das einmotorige Flugzeug mit deutscher Zulassung, welches von Tirol nach Salzburg unterwegs war, verschwand gegen 13.45 Uhr vom Radar der deutschen Flugsicherung. Seitdem wird in dem unwegsamen Gelände mit mehreren Hubschraubern und zahlreichen Einsatzkräften nach dem Kleinflugzeug gesucht.

Am frühen Donnerstagnachmittag ist ein Flugzeug vom Radar verschwunden. Seitdem läuft eine Suchaktion mit mehreren Hubschraubern.

Weitere Informationen und Bilder folgen!

Kunstflugzeug bei Altöttinger Flugplatzfest abgestürzt

Erst Mitte Juli war auf dem Altöttinger Flugplatzfest ein Kunstflieger abgestürzt. Pilot war Lokalpolitiker Markus Schmid aus Rosenheim. Er zog sich bei dem Absturz schwere, jedoch keine lebensgefährlichen Verletzungen zu.

mh/Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: BGland24.de

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