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Schule, Handel, Gastronomie, Freizeit & Fußball-EM

Söder lockert weiter massiv: Diese Corona-Regeln gelten in Bayern seit 7. Juni, 0 Uhr

Söder Corona-Regeln Lockerungen
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Ministerpräsident Markus Söder (CSU) verkündete weitere Lockerungen bei den Corona-Regeln.

München - Die Corona-Zahlen und 7-Tage-Inzidenzen in Deutschland und in Bayern sinken weiter. Aus diesem Grund hat die bayerische Staatsregierung am Freitagvormittag (4. Juni) bei ihrer wöchentlichen Kabinettssitzung weitere, umfangreiche Lockerungen der Corona-Regeln beschlossen.

Anmerkung der Redaktion: Die Staatsregierung wird den genauen Wortlaut der 13. Bayerischen Infektionsschutzverordnung am Wochenende veröffentlichen.

Für Kontakte sowie unter anderem in den Bereichen Schule, Gastronomie, Kultur und Freizeit kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nun weitere Lockerungen an (News-Ticker Freitag, 4. Juni). Diese gelten im Freistaat ab Montag, 7. Juni, 0 Uhr. Zuletzt war die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz auf 29,7 gesunken. In Bayern lag sie zuletzt bei 29,0 (Stand: 4. Juni, 0 Uhr).

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hatte im Vorfeld der Kabinettssitzung wiederholt öffentlich die Öffnung der Innengastronomie gefordert. „Das ist der Zeitpunkt, an dem man sich die Öffnungen zutrauen muss. Sonst ist der Sommer rum”, so Aiwanger. „Wir müssen dieses Zeitfenster des Sommers nutzen: zum Öffnen, zum Partyfeiern, für Hochzeiten und Geburtstage, zum Geldverdienen für die Wirtschaft. All diese Dinge müssen jetzt möglich werden“, sagte der Minister weiter.

rosenheim24.de hat die neuen Corona-Regeln im Überblick zusammengefasst!

Allgemeines:

Die Staatsregierung hat eine 13. Infektionsschutzverordnung erlassen, die am Montag (7. Juni), 0 Uhr, in Kraft treten wird. Generell gilt dabei: Bei Städten/Kreisen mit Inzidenzen von über 100 greift (noch) die Bundes-Notbremse. Allerdings soll diese vereinbarungsgemäß am 30. Juni auslaufen.

Darunter greift die neue Infektionsschutzverordnung. Es gibt darin nur noch zwei Inzidenz-Kategorien: Gebiete mit Inzidenz unter 50 und Gebiete mit Inzidenz zwischen 50 und 100. Der bisherige Inzidenzbereich „unter 35“ entfällt. Das macht es allen leichter, sich auf klare Regelungen vor Ort einzustellen. Zudem wird der Katastrophenfall in Bayern zum 7. Juni aufgehoben.

Kontaktbeschränkungen:

Bei Inzidenzen zwischen 50 und 100 dürfen sich nun zehn Personen aus drei Haushalten treffen. Unter 50 bleibt es bei der Begrenzung von zehn Personen - allerdings fällt die Haushaltsbegrenzung weg. Bedeutet: Theoretisch können sich dann wieder zehn Personen aus zehn verschiedenen Haushalten treffen. Bei all diesen Regelungen werden Genesene und Geimpfte jeweils nicht mitgerechnet.

Schule, Kita, Hochschule:

Bei den Schulen gibt es auch einige Änderungen - allerdings im Vergleich zu den restlichen Bereich mit einer zweiwöchigen „Verzögerung“. Ab Montag (20. Juni) gibt es bei einer Inzidenz von unter 100 normalen Regelbetrieb. Über 100 Distanz- und Wechselunterricht. Maskenpflicht gilt weiterhin, nur beim Schulsport dürfen die Masken abgenommen werden. Auch die Testkonzepte bleiben. In den Kitas gilt eine ähnliche Regelung. Auch in Hochschulen sind bei Inzidenzen bis 100 wieder Präsenzveranstaltungen möglich, allerdings mit Auflagen (unter anderem Masken und Hygienekonzept).

Gastronomie:

Auch im Gastronomie-Sektor greifen weitere Lockerungen. Speiselokale dürfen ab 7. Juni bei einer Inzidenz bis zu 100 auch ihre Innenbereiche wieder öffnen - und zwar bis maximal 24 Uhr und entsprechenden Hygienekonzepten. Bei Inzidenzen zwischen 50 und 100 besteht Test- und Reservierungspflicht für etwaige Gäste, darunter entfällt diese. Für Clubs, Diskotheken etc. gibt es zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Öffnungsperspektive. Auch Bordelle & Co. bleiben bis auf weiteres dicht.

Hotellerie:

Zimmer können künftig wieder an alle Personen vergeben werden, die sich nach den neuen allgemeinen Kontaktbeschränkungen zusammen aufhalten dürfen (zehn Personen, bei Inzidenz zwischen 50 und 100 aus maximal drei Haushalten). In Gebieten mit einer Inzidenz von weniger als 50 muss jeder Gast künftig nur noch bei der Ankunft (nicht mehr wie bisher alle 48 Stunden) einen negativen Test vorweisen. In Gebieten mit einer Inzidenz zwischen 50 und 100 bleibt es bei Tests alle 48 Stunden.

Handel:

Liegt die Inzidenz unter 100, entfällt ab Montag (7. Juni) das Konzept „Click & Meet“. Dann ist zum Besuch von Einzelhandelsgeschäften keine vorherige Terminvereinbarung mehr nötig. Auch ein negativer Corona-Test muss nicht mehr vorgelegt werden.

Private Feiern:

Geburtstage, Taufen oder Hochzeiten sind ab 7. Juni wieder möglich - und zwar unter folgenden Voraussetzungen: Bei Inzidenzen zwischen 50 und 100 sind Feiern mit maximal 50 Personen in Außenbereichen und 25 in Innenbereichen, jeweils mit Testpflicht, erlaubt. Bei Inzidenzen unter 50 sind sogar Veranstaltungen mit maximal 100 Personen außen und 50 innen gestattet. Hier fällt dann die Testpflicht weg.

Freizeiteinrichtungen:

Solarien, Saunen, Bäder, Thermen, Freizeitparks, Indoorspielplätze und vergleichbare Freizeiteinrichtungen, Schauhöhlen, Besucherbergwerke, Stadt- und Gästeführungen, Spielbanken/Spielhallen und Wettannahmestellen können mit Infektionsschutzkonzept wieder öffnen. In Gebieten mit einer Inzidenz zwischen 50 und 100 ist dazu ein negativer Test erforderlich. 

Kultur & Sport:

Die maximale Besucherzahl für Kultur- und Sportveranstaltungen in Außenbereichen wird von 250 auf 500 Personen erhöht. Voraussetzung ist ein fester Sitzplatz für alle Besucher. Liegt die Inzidenz unter 50, ist kein Test notwendig. Bei Inzidenzen zwischen 50 und 100 muss von Besuchern ein negativer Corona-Test vorgelegt werden.

Zudem entfällt im Sportbereich (kontaktfrei und Kontaktsport, indoor wie outdoor) in allen Gebieten mit einer Inzidenz von unter 100 die feste Gruppenobergrenze. Allerdings dürfen bei Inzidenzen von 50 bis 100 nur Teilnehmer mitwirken, die entweder genesen, geimpft oder negativ getestet sind.

Fußball-EM in München:

Quasi als „Pilotprojekt und Probelauf für Profisport“ erlaubt die Staatsregierung bei den EM-Spielen in München eine Auslastung der Allianz Arena von 20 Prozent - allerdings mit strengen Hygieneauflagen. Bedeutet, dass jeweils rund 14.500 Zuschauer bei den EM-Spielen von Deutschland gegen Frankreich, Portugal bzw. Ungarn live werden mitfiebern dürfen.

mw/mh

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