Anwohner beunruhigt

Geothermie-Betreiber nach Erdbeben in Poing unter Druck

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Das Geothermie-Heizwerk der Bayernwerk GmbH in Poing bei München. Nach einem Erdbeben am vergangenen Wochenende legte die Bayernwerk AG ihre Geothermieanlage vorübergehend still.
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Poing - Am vergangenen Samstag bebte in Poing im Landkreis Ebersberg die Erde. Der Betreiber einer lokalen Geothermieanlage gerät nun unter Druck.

"Ausdrücklich festhalten möchten wir, dass es bislang keine Belege für den Zusammenhang der lokalen Beben mit dem Betrieb der Geothermieanlage gibt", zitiert unser Partnerportal merkur.de eine Stellungnahme des Betreibers Bayernwerk. "Es ist unwahrscheinlich, dass die Geothermie nichts mit den Beben zu tun hat", erklärte allerdings auch ein Spezialist vom Erdbebendienst Bayern der Ludwig-Maximilians-Universität München gegenüber dem Merkur.

Zwar sei einerseits ein Zusammenhang mit der aktuellen Datenlage nicht beweisbar. Doch andererseits mache die räumliche Nähe der Bohrungen und der Epizentren der Beben, vor allem aber die Tatsache, dass vor Inbetriebnahme der Anlage in der Region nie Erdstöße aufgetreten seien, ein Zusammenhang denkbar. Klärung werden wohl erst die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Untersuchung geben, die im Oktober vorgestellt werden sollen. 

Geothermie seit Samstag außer Betrieb

Das Beben am Samstag hatte Schäden an einem Gebäude verursacht, verletzt wurde niemand. Dennoch sind die Einwohner der Gemeinde beunruhigt. Das Bayernwerk hatte seine Geothermie als Konsequenz aus dem Erdbeben am Dienstag vorübergehend außer Betrieb genommen. Das Unternehmen erläuterte, dies geschehe, um dem Wunsch der Gemeinde nachzukommen und besorgten Bürgern etwaige Ängste zu nehmen. Die Versorgung der Menschen bleibe durch ein Blockheizkraftwerk auf Erdgasbasis sichergestellt.

hs

Quelle: rosenheim24.de

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