Gesundheitsamt grätscht dazwischen

Bayerischer Brauer darf nicht mehr mit beliebtem Trinkspruch werben - der Grund schmeckt ihm gar nicht

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„Wohl bekomm´s“: Mit diesem Trinkspruch darf ein Brauer aus Hauzenberg nicht mehr werben. (Symbolbild)
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Ein beliebter Trinkspruch fliegt einem Bierbrauer aus Bayern um die Ohren. Sogar das Landratsamt hat sich eingeschaltet.

Hauzenberg - Eine Floskel wird in bayerischen Wirtshäusern besonders gern bemüht. Der Hauzenberger Brauer Rudi Hirz hat den beliebten Trinkspruch „Wohl bekomm´s“ gar auf das Etikett seines „1. Original Dinkel-Bieres“ gedruckt. Doch damit soll nun Schluss sein, wie die Passauer Neue Presse berichtet.

Der Aufdruck unterstelle einen Zusammenhang zwischen Biergenuss und der Gesundheit des Konsumenten. So moniert es das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Bei Bieren, die einen Alkoholgehalt von 1,2 Prozent überschreiten, sei eine solche Angabe auf dem Etikett unzulässig. Hirz´ Dinkelbier kommt mit 4,8 Umdrehungen daher.

Landratsamt lässt Einwand nicht gelten

Dass er den Trinkspruch nun von seinen Flaschen entfernen soll, kann der Hauzenberger Brauer nicht nachvollziehen. Eine gesundheitsbezogene Angabe habe er für sein Etikett keinesfalls im Sinn gehabt - vielmehr einen nett gemeinten Gruß an den Trinker.

Das Landratsamt als Vollzugsbehörde will diesen Einwand allerdings nicht gelten lassen. „Der Trinkspruch ‚Wohl bekomm’s‘ bringt zum Ausdruck, dass das Bier bekömmlich sein soll. Zumindest mittelbar kommt damit zum Ausdruck, dass das Bier grundsätzlich diese Eigenschaft haben kann“, heißt es in einem Bescheid, der Hirz inzwischen erreicht hat.

lks

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