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Wetterlage weiter angespannt

Hochwassers in vielen Regionen Bayerns und hohe Lawinengefahr: Teenager stirbt

Regensburg: Eine Absperrung steht im Hochwasser der Donau am Ufer vor der Steinernen Brücke.
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Regensburg: Eine Absperrung steht im Hochwasser der Donau am Ufer vor der Steinernen Brücke.
  • Markus Zwigl
    VonMarkus Zwigl
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Erst ausgiebige Schneefälle im Januar, dann Dauerregen - jetzt lässt das viele Wasser die Flüsse ansteigen. In vielen Regionen wurden Felder oder Straßen überschwemmt. Und in den Alpen ist die Lawinengefahr weiterhin hoch - mit teils tödlichen Folgen.

Bayern - Durch Schneeschmelze und Regen sind in vielen Regionen Bayerns am Wochenende die Bäche und Flüsse über die Ufer getreten - große Schäden blieben aber aus. Die Hochwasserwellen verlagern sich nun weiter flussabwärts, die Situation wird sich nicht weiter verschärfen, so die Meinung des Hochwassernachrichtendienst des Umwelt-Landesamtes in Augsburg. Die Lawinengefahr in den Alpen bleibt jedoch hoch.

In Bayern wurden die Hochwasserwarnstufen eins und zwei erreicht. Bei solchen Überschwemmungen werden meist nur Felder oder Straßen unter Wasser gesetzt. Mitunter stieg das Wasser aber auch auf Stufe drei. Bei Baunach (Landkreis Bamberg) musste die Feuerwehr am Freitag das Wasser eines übergelaufenen Weihers in einen Bach pumpen. In Rödental (Kreis Coburg) gab es einen Einsatz wegen einer überfluteten Straße. Im mittelfränkischen Fürth wurden zwei Straßen wegen Überflutung gesperrt.

Angespannte Situation in und um Regensburg

In Regensburg wurde am Sonntag die Warnstufen zwei erreicht. Zu Einsätzen kam es laut Polizei zunächst aber nicht. Auch Straßen hätten nicht gesperrt werden müssen, lediglich einige Fußgängerwege. Bei einem Donau-Hochwasser dieser Dimension ist die Altstadt der Welterbestadt üblicherweise durch mobile Schutzwände gut abzuschirmen. Ein bisschen dramatischer sah es in Kallmünz im Landkreis Regensburg aus. Die Naab ist deutlich über die Ufer getreten. Der sonst kleine Fluss gleicht inzwischen einem reißenden Strom bzw. auf die Weite gesehen einem See.

Das Hochwasser reicht in Kallmünz bis an die Grundstücke heran. Dort wo sonst Bäume und Sträucher in grüner Natur stehen, versinken sie jetzt in den Wassermassen. Treibholz verfängt sich im Strom vor den Häusern. In Würzburg bat die Polizei ebenfalls Autofahrer, ihre am Main abgestellten Wagen umzuparken. 

Lawinenabgang in Tirol: Münchner (16) stirbt

Bei einem Lawinenabgang in Tirol kam am Samstag ein deutscher Teenager ums Leben. Es handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen 16-jährigen gebürtigen Münchner, der in Innsbruck wohnte. Der Junge sei mit zwei 14 und 15 Jahre alten Freunden im freien Gelände im Bereich des Neunerkogels unterwegs gewesen. Als er auf etwa 2150 Metern Höhe gestürzt sei, habe sich plötzlich eine Schneebrettlawine gelöst und ihn verschüttet. Ein Lawinenhund habe den Jugendlichen zwei Stunden später unter einem halben Meter Schnee aufgespürt, er sei aber schon tot gewesen.

Wegen des Tauwetters besteht auch in den bayerischen Alpen ein erhebliches Lawinenrisiko. Oberhalb von 1800 Metern geht die Hauptgefahr von Triebschnee aus, wie der Lawinenwarndienst mitteilte. Das Gewicht eines einzelnen Skifahrers könne bereits sogenannte Schneebretter auslösen. In einigen Gebieten lag die Lawinenwarnstufe daher am Sonntag weiterhin bei drei von fünf.

Hohe Lawinengefahr

Auf steilen Hängen könnten sich Lawinen bis in die mittleren Lagen wegen des starken Regens in den Alpen auch von selbst lösen. Die Allgäuer Bergwacht riet am Samstag im Bayerischen Rundfunk wegen der Lawinengefahr von Skitouren und Schneewanderungen ab. Eine Entspannung der Lage sei wegen weiterer Niederschläge erst ab dem kommenden Mittwoch in Sicht, hieß es weiter.

Der Lawinenwarndienst des österreichischen Bundeslands Tirol meldete am Wochenende insgesamt sieben Lawinen, bei denen Menschen betroffen waren. Dabei kam auch ein Skitourengeher ums Leben. Sonst wurde niemand verletzt. Im Salzburger Pinzgau war am Samstagabend zudem ein 29-Jähriger bei einem Lawinenabgang verschüttet worden. Er starb noch während des Hubschraubertransports ins Krankenhaus.

In den vergangenen Tagen hatte es in Bayern verbreitet geregnet. Zum Beginn der neuen Woche fällt nur leichter Regen, im Umfeld der Mittelgebirge teils Schnee. Im Osten des Landes bleibt es bei minus zwei bis sechs Grad länger trocken, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. In der Nacht zum Dienstag soll es ebenfalls meist trocken bleiben. Erst im Tagesverlauf ziehe bei bis zu zwölf Grad Regen durch, hieß es. 

dpa/mz

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