"Es sind auch welche dabei, die wollen Trauzeugin machen"

Humorvolle Arzt-Annonce hat Erfolg - Bürgermeisterin bleibt aber wohl Single

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Josefa Schmid
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Kollnburg - Die Kollnburger Bürgermeisterin Josefa Schmid (FDP) sorgte in der vergangenen Woche mit einer humorvollen Aktion für Furore - und erhielt ungewöhnliche Angebote.

Mit einer außergewöhnlichen Annonce im Deutschen Ärzteblatt hatte die Kollburger Bürgermeisterin Josefa Schmid für großes Interesse gesorgt. 

Wegen des Ärztemangels, speziell in den ländlichen Gebieten, wurde die Gemeinde erfinderisch. Josefa Schmid schaltete im Ärzteblatt ein humorvolles Inserat. Darin warb sie nicht nur um einen neuen Arzt, sondern offenbarte auch, dass sie noch unverheiratet sei. 

Auf die Anzeige der etwas anderen Art haben sich tatsächlich auch mehrere Ärzte gemeldet. 

Kleiner Zusatz, große Wirkung

"Es ist wirklich höchst erstaunlich, was dieser kleine Zusatz für große Wirkung entfaltet", sagte die Rathauschefin von Kollnburg der Deutschen Presse-Agentur.

Neben Bewerbungen aus Deutschland kamen sogar Rückmeldungen aus dem arabischen Raum. „Das wollte ich eigentlich gar nicht“, so Schmid gegenüber der dpa.

Die Bewerbungen könne sie zwar nicht lesen, aber im Anhang seien Approbationen. Das helfe ihr zu erkennen, dass es Reaktionen auf die Stellenanzeigen sind.

Konkrete Verhandlungen

Allerdings stehe die Gemeinde inzwischen konkret in Verhandlungen mit einer Ärztin, die mit der Familie aus dem Frankfurter Großraum herziehen möchte, oder auch mit einem Arzt aus Nordrhein-Westfalen wie auch aus Niedersachsen.

Noch einmal angesprochen auf den Zusatz, dass die Bürgermeisterin noch unverheiratet sei, erläutert Josefa Schmid gegenüber der Deutschen Presseagentur: "Es sind auch welche dabei, die wollen Trauzeugin machen. Das finde ich ein paar Schritte zu weit gedacht."

dpa/mz 

Quelle: rosenheim24.de

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