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Studie veröffentlicht

Immobilienblase in der Region? Ein Landkreis gilt als "kritisch"

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Landkreis - Das Risiko für eine Immobilienblase in Deutschland nimmt zu. Zu diesem Ergebnis kommt das Beratungsinstitut Empirica in einer aktuellen Studie. Auch unsere Region ist betroffen. So schätzt das Institut die Lage in unserer Region ein.

Die Zinsen für Immobilien sind aktuell extrem niedrig. Das lockt Investoren an. Zudem suchen immer mehr Menschen nach bezahlbaren Häusern und Wohungen - davon gibt es aber nur wenige. Auch in unserer Region ist der Immobilienmarkt angespannt.

Eine steigende Nachfrage nach Wohnimmobilien, ein starker Anstieg der Preise und eine wachsende Zahl von Haushalten, die sich zur Finanzierung ihrer Immobilien zunehmend verschulden: Vor einigen Tagen warnte Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), vor einer Überhitzung des Immobilienmarktes in Europa. Doch wie sieht es bei uns in Südbayern aus? Das Beratungshaus Empirica hat jetzt untersucht, in welchen Regionen in Deutschland eine Immobilienblase drohen könnte.

In diesen Städten und Landkreisen im OVB24-Gebiet droht laut Empirica eine Blase bei Eigentumswohnungen (Neubau)

Das Ergebnis für die OVB24-Landkreise Mühldorf, Altötting, Rosenheim, Berchtesgadener Land und Traunstein: Im Landkreis Mühldorf wird die Lage als "kritisch" eingestuft. In Stadt und Landkreis Rosenheim gilt die Wahrscheinichkeit einer Immobilienblase als "eher hoch". Im Landkreis Traunstein sieht das Beratungsinstitut die Lage als "mäßig" und im Landkreis Berchtesgadener Land als "gering" an.

Das wurde untersucht

Für den sogenannten Empirica-Blasenindex haben die Forscher verschiedene Indikatoren untersucht. Sie schauten zum Beispiel an, wie viele Wohnungen in einem Gebiet pro 1.000 Einwohner fertiggestellt werden und inwieweit der Kauf einer Eigentumswohnung mit dem regionalen Einkommen finanzierbar ist.

Das sogenannte Kaufpreis-Miete-Verhältnis ist für Verbraucher der wichtigste Indikator. Dieser Wert gibt an, wie oft die Jahresmiete gezahlt werden müsste, damit der Käufer den Kaufpreis wieder herausbekäme.

Nach Ansicht der Empirica-Experten wächst die Blasengefahr, wenn die Schere zwischen Kaufpreisen und Mieten weiter aufgeht.

Mietpreisbremse in der Region

Erst am 7. August trat auch für einige Kommunen der Region die Mietpreisbremse in Kraft. Damit darf bei neu abgeschlossenen Mietverträgen die Miete zu Beginn des Mietverhältnisses die ortsübliche Vergleichsmiete höchstens um zehn Prozent übersteigen. Dies gilt auch bei der Vermietung möblierter Wohnungen. Die Staatsregierung will damit dem Anstieg der Mieten in Bayern Einhalt gebieten.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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