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Schule, Handel, Freizeit oder Gastronomie

Corona-Regel-Wirrwarr: Wann welche Lockerungen für wen in Kraft treten

Corona-Regel-Wirrwarr: Wann welche Lockerungen in Kraft treten
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Corona-Regel-Wirrwarr: Wann welche Lockerungen in Kraft treten.

Landkreis/München - Nahezu täglich ändern sich in jedem Landkreis - auch in der Region - die 7-Tage-Inzidenzen. Daran gekoppelt sind viele Corona-Regeln - zum Beispiel für Schule, Handel, Freizeit oder Gastronomie. Vielen Menschen fällt es inzwischen schwer, den Überblick zu behalten, wann welche Maßnahmen greifen bzw. wegfallen.

Liegt die Inzidenz unter oder über 100? Liegt sie sogar über 165? Oder möglicherweise sogar unter 50? Und welche Regeln gelten für mich dann im jeweiligen Fall? Brauche ich einen Test für den Besuch im Geschäft? Hat dieses überhaupt geöffnet? Lauter Fragen, die sich inzwischen viele Bürger jeden Tag stellen. rosenheim24.de hat den aktuellen Stand (Stand: 17. Mai) zusammengefasst und liefert Aufklärung (News-Ticker Montag, 17. Mai).

Generell gilt nach der 12. Bayerischen Infektionsschutzverordnung, die bis auf weiteres bis mindestens zum 6. Juni gültig ist: Überschreitet ein Landkreis/eine kreisfreie Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen den für die jeweilige Regelung maßgeblichen Schwellenwert, so treten die dort von der Regelung verfügten Maßnahmen ab dem übernächsten darauffolgenden Tag in Kraft. Umgekehrt gilt: Unterschreitet ein Landkreis/eine kreisfreie Stadt an fünf aufeinanderfolgenden Tagen die vom zuständigen Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlichte 7-Tage-Inzidenz den für die Regelung maßgeblichen Schwellenwert, so entfallen die dafür verfügten Maßnahmen ab dem übernächsten darauffolgenden Tag.

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 17. Mai).

Die jeweils zuständige Kreisverwaltungsbehörde hat entsprechende Änderungen in beide Richtungen jeweils amtlich bekanntzumachen. Aktuelle Beispiele (Stand: 17. Mai): Am Montag haben die Landkreise Rosenheim und Traunstein jeweils den fünften Tag in Folge die Inzidenz von 100 unterschritten. Folglich können die zuständigen Landratsämter jeweils ab Mittwoch, 19. Mai, Lockerungen erlassen. Die Kreise Mühldorf und Altötting müssen dagegen noch mindestens zwei weitere Tage in Folge unter 100 bleiben, um dort ebenfalls Lockerungen zu ermöglichen.

Die Corona-Regeln in Bayern im Überblick (Stand: 17. Mai)

Corona-Regeln in Bayern bei einer Inzidenz unter 50
Corona-Regeln in Bayern bei einer Inzidenz unter 50. © Bayerisches Gesundheitsministerium
Corona-Regeln in Bayern bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100
Corona-Regeln in Bayern bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100. © Bayerisches Gesundheitsministerium
Corona-Regeln in Bayern bei einer Inzidenz über 100
Corona-Regeln in Bayern bei einer Inzidenz über 100. © Bayerisches Gesundheitsministerium
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU)
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). © Peter Kneffel/dpa

Welche Lockerungen sind wann möglich?

  • Geimpfte/Genesene: Zu beachten ist, dass in nahezu allen Bereichen für (zweifach) Geimpfte und Genesene Sonderregelungen gelten. Diese Personengruppen wurden in Bayern inzwischen negativ getesteten Personen gleichgestellt (seit 6. Mai 2021).
  • Ausgangssperre: Gilt in „Hotspots“ mit einer Inzidenz von 100 und höher nachts zwischen 22 Uhr und 5 Uhr. Entfällt bei einer Inzidenz von unter 100.
  • Kontaktbeschränkungen: Bei einer Inzidenz von 100 und höher sind lediglich Treffen mit den Angehörigen desselben Hausstandes sowie einer weiteren Person erlaubt. Bei einer Inzidenz zwischen 35 und 100 dürfen sich zwei Haushalte treffen, jedoch maximal fünf Personen. In Städten/Kreisen, in denen die Inzidenz von 35 unterschritten wird, dürfen sich insgesamt drei Hausstände treffen, jedoch maximal zehn Personen. Kinder unter 14 Jahren werden jeweils nicht mitgezählt.
  • Handel: Liegt die Inzidenz unter 50, dürfen Einzelhändler öffnen, sofern sie ein entsprechendes Hygienekonzept vorlegen können. Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 gilt das Prinzip „Click & Meet“, also Kundenverkehr nach vorheriger Terminbuchung, jedoch ohne negativen Corona-Test. Liegt die Inzidenz zwischen 100 und 150, ist „Click & Meet“ ebenfalls möglich, jedoch nur nach Vorlage eines negativen Corona-Tests (PCR-, Antigen- oder Schnelltest). Zudem gelten in allen Fällen pro Kunde entsprechende Quadratmeter-Vorgaben. Bei einer Inzidenz von über 150 sind die Läden dicht und es ist nur noch „Click & Collect“ gestattet. Ausgenommen von diesen Regelungen sind die Geschäfte des täglichen Bedarfs. Ausnahmen gibt es für Friseure und Fußpflege.
  • Schule: Es herrscht Masken- und Testpflicht. Seit 10. Mai gilt außerdem die „165er-Regel“. Bedeutet: Liegt die Inzidenz in einer Stadt/einem Kreis zwischen 0 und 50, gibt es an Grundschulen vollen Präsenzunterricht ohne Mindestabstand. Liegt die Inzidenz zwischen 50 und 165, gibt es Wechsel- bzw. Präsenzunterricht für alle Jahrgangsstufen (1 bis 4) unter Einhaltung des Mindestabstandes. Liegt die Inzidenz über 165, bleibt nur die Jahrgangsstufe 4 im Wechselunterricht. Sonderregelungen gelten für Förderschulen (5. und 6. Klasse). An weiterführenden Schulen ändert sich bis zum Ende der Pfingstferien (7. Juni) vorerst nichts. Einen aktuellen Überblick gibt es auf der Website des Bayerischen Kultusministeriums.
  • Außengastronomie: Wenn die Inzidenz unter 100 liegt, dürfen Wirte die Außenbereiche (Freischankflächen, Biergärten) ihrer Betriebe bis maximal 22 Uhr öffnen. Es gelten jedoch Auflagen. So brauchen Gäste beispielsweise eine feste Reservierung. Zudem ist negativer Test notwendig, wenn mehr als ein Hausstand an einem Tisch zusammensitzt.
  • Tourismus: Ab Freitag, 21. Mai, werden bei einer laut Staatsregierung „stabilen Inzidenz unter 100“ touristische Angebote wieder erlaubt. Pünktlich zum Start der Pfingstferien können dann - bei entsprechender Inzidenz im jeweiligen Kreis/der jeweiligen Stadt - Hotels, Ferienwohnungen und/oder Campingplätze wieder aufsperren. Hierzu müssen die Betreiber jedoch vorab einen gesonderten Antrag beim zuständigen Ministerium stellen.
  • Freizeit: Bei einer Inzidenz bis maximal 50 dürfen Museen, Ausstellungen, botanische Gärten, Zoos und/oder Gedenkstätten öffnen, sofern sie ein entsprechendes Hygienekonzept haben. Der Betrieb ist auch bis zu einer Inzidenz von 100 erlaubt - jedoch müssen die Kunden bei einem Wert zwischen 50 und 100 vorher einen festen Termin buchen. Liegt die Inzidenz zwischen 100 und 150, ist außerdem ein negativer Corona-Test zwingend erforderlich.

mw/mh

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