Kommende Woche für Kastl und Tüßling

Wasser aus der Leitung wie es sein muss: unter der Nachweis-Grenze für PFOA

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Kastl/Tüßling – Es ist soweit: Die temporäre Aktivkohlefilteranlage steht und sie scheint zu funktionieren. Montag oder Dientag soll sie in Betrieb gehen. Das Ziel unter der Nachweisgrenze für die unter Krebsverdacht stehende Chemikalie zu bleiben, scheint Stand Donnerstagmittag in greifbarer Nähe.

Es geht um die Chemikalie PFOA. Die soll krebserregend sein und nicht nur das: Bürgerinnen und Bürger haben sie über Jahre über das Leitungswasser aufgenommen. Problem: Insbesondere aus dem Körper geht PFOA nicht so schnell wieder weg. Lösung: „Schließen sie die Quelle!“ Fast schon beten tut das der Experte vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) Prof. Dr. Hermann Fromme.

„Schließen Sie die Quelle!“ (Prof. Dr. Hermann Fromme, LGL)

Das ist nicht so leicht. Das PFOA gelangt über das Trinkwasser in den menschlichen Körper. Da soll es aber möglicht nicht sein. Wie bringt man es raus? Über abgepacktes Wasser oder eben PFOA freies Trinkwasser aus der Leitung.Nach langem Hin und Her entsteht in Kastl im Moment eine temporäre Akivkohlefilteranlage. Sehr vereinfacht gesagt: Wasser mit PFOA belastet vorne rein, Wasser mit ohne PFOA hinten raus.

Rückblick: So hat das im Kastler Forst kurz nach der Anlieferung ausgesehen:

Im Moment würde die letzten Arbeiten laufen, so Michael Prestel von der VG Unterneukirchen-Kastl auf Nachfrage von innsalzach24.de. Die Ergebnisse erster Untersuchungen von  Wasserproben würden mehr als vielversprechend sein, so Prestel. Man rechne mit einem Wert von unter 0,005 Mikrogramm pro Liter. Der Leitwert für PFOA im Trinkwasser liegt bei 0,1. 

Unter der Nachweisgrenze

Mit kleiner 0,005 Mikrogramm gelte der Wert, der bisher von der stationären Anlage vorliege als unter der Nachweisgrenze. Mehr noch: Die ersten Proben seien nach dem ersten von zwei Filtern genommen worden. Das freut natürlich alle, die an diesem Projekt beteiligt sind.  

Auch die mikrobiologische Untersuchung habe ein "Go!" für die temporäre Aktivkohlefilteranlage geliefert. Der finale Startschuss hänge noch von den Ergebnissen einer finalen Beprobung ab. Er soll am Dienstag erfolgen. Damit sei dann auch die Herstellerfirma entlastet, so Prestel. 

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PFOA in der Region: Hier finden Sie unsere Themenseite.

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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