Am Badeplatz Krottenmühl

Wegen Kajak-Fahrer: Wasserwacht-Großeinsatz am Simssee 

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Krottenmühl - Am Sonntag, 8. Januar, rückte die Wasserwacht zum Badeplatz Krottenmühl an den Simssee aus. Laut einem Spaziergänger befinde sich in der Eisfläche ein Loch - möglicherweise sei eine Person im Eis eingebrochen. Die Polizei kann nun Entwarnung geben: 

UPDATE, 9.42 Uhr: Polizei gibt Entwarnung

Anton Huber, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, kann mittlerweile Entwarnung bezüglich der möglicherweise im Eis eingebrochenen Person geben: "Die Wassertiefe an der aufgebrochenen Fläche beträgt an der Stelle etwa 4,50 Meter. Die Rettungskräfte hatten Schwierigkeiten an die Rettungsstelle zu gelangen, weil das Eis noch nicht tragbar ist." 

Das gesamte Gebiet des Badeplatzes sei am Sonntagabend intensiv abgesucht worden, auch Taucher seien im im Gewässer unterhalb des Eises Einsatz gewesen. "Ohne Erfolg", so Huber. "Wir haben nichts gefunden und keinerlei Hinweise auf eine vermisste Person oder ein verdächtiges Fahrzeug in der Nähe gefunden." 

Mittlerweile habe sich laut Huber ein Mann gemeldet, der in der Gegend wohnhaft sei. "Der Mann hat das Loch im Eis mit seinem Kajak verursacht." Bei seinem Versuch, mit dem Kajak zu fahren, habe das Eis nachgegeben. Er konnte sich jedoch selbst ans Ufer retten.  

Insgesamt etwa 50 Einsatzkräfte waren bei den Suchmaßnahmen vor Ort.

Eisflächen in der Region nicht tragbar!

Die Polizei und auch die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnen eindringlich. Es sei lebensg efährlich, derzeit Eis auf Gewässern zu betreten. 

"Eine weniger als 15 Zentimeter dicke Eisschicht ist definitiv nicht tragbar", warnt Huber. "Häufig handelt es sich nur um gefrorenen Schneematsch und keine vollständige Eisfläche." Man solle auf jeden Fall eine offizielle Freigabe zum Betreten der Gewässer abwarten.  

Erstmeldung, 6.42 Uhr: Person im Eis?

Ein Spaziergänger informierte am Sonntagabend, 8. Januar, die Polizei, dass am Westufer des Simssees, im Bereich des Badeplatzes Krottenmühl eine Schlittenspur auf dem zugefrorenen See hinausführt. Am Ende der Spur befinde sich ein Loch in der Eisfläche

Vor Ort konnte tatsächlich eine ca. 70 Meter lange Spur im Schnee festgestellt werden. Diese führte vom Badesteg aus auf die Eisfläche des Simssees hinaus. Da sich am Ende der Spur eine Einbruchstelle im Eis befand und keine Spur in Richtung Ufer erkennbar war, wurde sicherheitshalber die Wasserwacht zur Absuche verständigt. 

Aufgrund des brüchigen und nicht tragfähigen Eises war ein Großaufgebot von Helfern erforderlich um den nächtlichen Tauchereinsatz abzusichern. Die Überprüfung der Einbruchstelle mittels Taucher ergab keine Hinweise auf eine im Eis verunfallte Person. 

Am Einsatz beteiligt waren die Schnelleinsatzgruppen der Wasserwachten Prien, Rosenheim und Bad Aibling. Die Feuerwehr Schwabering übernahm die Ausleuchtung der Einsatzstelle. 

Personen, die am Sonntagnachmittag entsprechende Beobachtungen im Bereich des Badeplatzes Krottenmühl/Gaststätte Simsseestubn gemacht haben und Hinweise auf den Verursacher der Spur geben können, werden gebeten sich bei der Polizei Prien unter Telefon 08051/9057-0, zu melden.

Pressemeldung Polizeiinspektion Prien

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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