Darauf hat insbesondere Kastl lange gewartet

PFOA-Aktivkohlefilteranlage in Kastl läuft: Das sagt Wasserkunde Tüßling

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Endlich: Freigabe für die temporäre Aktivkohlefilteranlage in Kastl
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Landkreis Altötting – Das Staatliche Gesundheitsamt Altötting hat für die temporäre Aktivkohlefilteranlage in Kastl die lang ersehnte Freigabe erteilt. Das berichtet Bürgermeister Gottfried Mitterer. Am Freitag geht die Anlage vorerst mit nur einem Aktivkohlebehälter ans Netz.

Update am Freitag, 12. Oktober, 15 Uhr:

Auf Nachfrage von innsalzach24.de beim Markt Tüßling sagt Geschäftsleiter Ernst Gallhauser, dass die Marktgemeinde nur wenig informiert sei, gar vieles erst durch die Presse erfahre in Sachen Trinkwasser aus Kastl. Dabei ist Tüßling Trinkwasser-Kunde von Kastl. An sich aber sei die Nachricht von Trinkwasser mit einem PFOA-Gehalt unter der Nachweisgrenze eine gute. Dennoch werde man sich in der Marktgemeinde den revitalisierten Brunnen 1 warm halten. Schließlich könne niemand sagen, ob und wann es bei der Trinkwasserversorgung aus Kastl nicht doch wieder zu Problemen kommen kann.

Update am Freitag, 12. Oktober, 12.30 Uhr:

"Die Gemeinde Kastl hat heute die mobile PFOA-Filteranlage ans Netz der gemeindlichen Wasserversorgung angeschlossen." Das vermeldet die Verwaltungsgemeinschaft Unterneukirchen am Freitagmittag. Es sei noch immer noch nur einer von insgesamt zwei Aktivkohlebehältern, der arbeitet, heißt es auf erste Nachfrage von innsalzach24.de. Der liefert nicht nur Trinkwasser mit einem PFOA-Gehalt unter der Nachweisgrenze sondern dieses Wasser ist auch frei von Keimen. Letzteres war lange Zeit das große Problem.

Warum zwei Behälter?

Die temporäre Aktivkohlefilteranlage in Kastl arbeitet nach dem Prinzip der Reihenschaltung. Soll heißen, dass ein Behälter eigentlich reichen würde. Der zweite ist nur zur Sicherheit da und kommt erst nach rund einem halben Jahr zum Einsatz, wenn der "Hauptfilter" getauscht werden muss: Ein Backup für Wartungsarbeiten quasi mit zusätzlicher "Polizeifunktion". 

Schriftliche Genehmigung

Michael Prestel von der Verwaltungsgemeinschaft Unterneukirchen/Kastl erklärt, dass in der Verwaltung nun auch die schriftliche Genehmigung für die Inbetriebnahme der temporären Aktivkohlefilteranlage - so, wie sie jetzt ist - des Staatlichen Gesundheitsamtes Altötting vorliegt. 

Zweiter Behälter?

Der zweite - auch als "Polizei-" benannte - Behälter werde demnächst ausgetauscht. Es werde, wie im gesamten Verfahren bisher, wieder gründliche Tests geben in punkto Verkeimung. Ist auch der zweite Behälter frei davon, ist die Anlage in ihrem ursprünglich angedachtem Umfang vollumfänglich im Einsatz. Rechtlich gesehen sieht es so aus, dass die Gemeinde Kastl am Freitag die Anlage mit genau dieser Nachbesserung, dass ein keimfreier zweiter Aktivkohlebehälter geliefert werden muss, abgenommen hat.

Vorbericht:

Aufatmen in Kastl und Tüßling: "Die temporäre Aktivkohlefilteranlage in Kastl darf ans Netz." Das berichtet Kastls Erster Bürgermeister Gottfried Mitterer. Lange hatte man dort auf das OK vom Staatlichen Gesundheitsamt Altötting gewartet. Grund: Es gab eine Verkeimung innerhalb der Aktivkohlebehälter. Sie war selbst mit Desinfektionsvorgängen nicht zu beseitigen gewesen. 

Folge: Es mussten neue Aktivkohlebehälter her aber erneut gab es Keime im Trinkwasser. Die Quelle konnte auf einen der beiden Behälter lokalisiert werden. Der andere funktioniert nicht nur einwandfrei in Sachen PFOA, sondern er liefert am Ausgang Trinkwasser, das frei von Keimen ist . So hat Gesundheitsamtsleiter Dr. Franz Schuhbeck am Mittwoch das OK gegeben. 

Laut Gottfried Mitterer geht die temporäre AKtivkohlefilteranlage am Freitag mit einem Aktivkohlebehälter ans Netz. Der andere werde demnächst ausgetauscht. Der Gehalt von PFOA am Ausgang der Anlage sei auch mit einem Behälter unter der sogenannten Nachweisgrenze. Mit der temporären Aktivkohlefilteranlage in Kastl wird das dortige Gemeindegebiet aber auch das des Marktes Tüßling mit Trinkwasser versorgt.

Mehr zum Thema PFOA in der Region lesen Sie auf unserer PFOA-Themenseite

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Quelle: innsalzach24.de

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