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Vergleich der Zahlen aus den Gemeinden

Analyse für Kreis Altötting: Diese zwei Nachbardörfer sind jetzt am stärksten Corona-belastet

Die Zahl der „aktiv“ Corona-Infizierten im Landkreis Altötting verharrt derzeit auf einem hohen Niveau - vergleicht man die Werte der einzelnen Kommunen ergibt sich aber ein sehr differenziertes Bild: Zwei Nachbardörfer sind verhältnismäßig derzeit am stärksten vom Virus belastet.

Landkreis Altötting - Mit derzeit 477 „aktiv“ Corona-Infizierten bewegt sich die Zahl im Landkreis Altötting (Stand 24. April) etwa auf dem Niveau der Vorwoche. Im Landkreis-Schnitt sind demnach 0,43 Prozent der Gesamtbevölkerung derzeit mit dem Coronavirus infiziert. Vor allem eine Kommune im Norden überragt diesen Schnitt aber bei weitem: Die 16 Fälle in Erlbach machen dort 1,36 Prozent aller Gemeindebürger aus - der mit Abstand höchste Wert im Landkreis Altötting.

Corona-Virus: Zahlen der Gemeinden im Landkreis Altötting

Erlbachs Nachbarkommune Reischach ist am zweitstärksten belastet, wenn man die Zahlen ins Verhältnis zur jeweiligen Bevölkerung setzt: 0,84 Prozent gelten dort als „aktiv“ infiziert, 22 Fälle sind es insgesamt. Auf den weiteren Plätzen folgen knapp dahinter Kastl (0,82 Prozent/23 aktive Fälle), Tüßling (0,79 Prozent/26 aktive Fälle) und Pleiskirchen (0,65 Prozent/16 aktive Fälle). Die vier Städte liegen dagegen allesamt etwa im Landkreis-Schnitt: Neuötting mit 0,3 Prozent, Töging und Altötting jeweils 0,4 Prozent und in Burghausen sind 0,5 Prozent aller Bürger derzeit in Corona-Isolation.

Zahl der aktiven Corona-Fälle in den Kommunen im Landkreis Altötting, Stand 24. April.

Betrachtet man die absoluten Zahlen der Kommunen im Landkreis Altötting sieht es natürlich anders aus: Mit seinen 95 Fällen führt Burghausen derzeit deutlich vor Burgkirchen mit 59 und Altötting mit 54 fällen. Auf den Plätzen vier und fünf liegen derzeit Töging (36) und und Neuötting (28). Eine „Corona-freie“ Gemeinde findet man im Landkreis derzeit nicht, dafür drei Orte, die nur einen Infizierten vermelden: Tyrlaching, Halsbach und Stammham. Auch in Teising sind es nur zwei Corona-Fälle, in Feichten drei.

Entwicklung der „aktiven“ Corona-Fälle in den fünf größten Orten im Landkreis Altötting seit 5. April.

Die Fallzahl in einer Kommune lässt aber keine generellen Rückschlüsse auf die Ansteckungsgefahr vor Ort zu. Denn die Zahl sagt nichts darüber aus, wo sich eine Person mit dem Virus infiziert hat - ob im Gemeindegebiet oder nicht. Zudem sagen die Zahlen nichts über den Zusammenhang einer Ansteckung aus, also ob sich mehrere Personen beispielsweise unabhängig voneinander infiziert haben oder ob sich mehrere Personen innerhalb einer Familie infiziert haben.

In Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung sind laut Robert-Koch-Institut insgesamt 200 Todesfälle im Landkreis zu beklagen. Ein Covid-19-Patient aus dem Landkreis Altötting wird derzeit auf einer heimischen Intensivstation behandelt.

xe

Rubriklistenbild: © bla

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