Wusstet ihr das schon? Teil 2 unserer Serie

Artikelserie zur Burghauser Geschichte: Das Adelsgeschlecht der Mautner

Das Adelsgeschlecht der Mautner - hier eine Zeichnung des Gedenksteins der Mautner in der Heiliggeistspitalkirche Burghausen aus dem 19. Jahrhundert.
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Das Adelsgeschlecht der Mautner - hier eine Zeichnung des Gedenksteins der Mautner in der Heiliggeistspitalkirche Burghausen aus dem 19. Jahrhundert.

In unseren neuen Serie präsentieren wir euch in Zusammenarbeit mit dem Burghauser Stadtarchiv in regelmäßigen Abständen interessante Details aus der Geschichte der alten Herzogstadt. Der zweite Teil befasst sich mit bekanntesten Adelsgeschlecht in Burghausen: die Mautner.

Burghausen - Die Stadt Burghausen blickt auf eine lange Geschichte zurück. Und sie bietet weit mehr als nur die längste Burg der Welt. Zusammen mit dem Stadtarchiv Burghausen wollen wir euch besondere Geschichten aus der Burghauser Vergangenheit präsentieren. Den Anfang machte Johann Anton von Manner, der erste Burghauser Bürgermeister, von dem ein Porträt überliefert ist. Der zweite Teil thematisiert das Adelsgeschlecht der Mautner.

Das bekannteste Adelsgeschlecht in Burghausen: die Mautner

Die Mautner waren das bekannteste Adelsgeschlecht Burghausens. Im 14. Jahrhundert besaßen sie die Burghauser Mautstelle und erhoben dort Zoll bei der Wareneinfuhr auf der Salzach. Mit diesen Einnahmen erwarben sie ihren legendären Reichtum. Die Funktion als Mautner wurde zu ihrem Familiennamen. Ihr Wohnsitz und die Mautstelle befanden sich im Gebäude des heutigen Rathauses am Stadtplatz. Höchste Persönlichkeiten waren ihre Schuldner, darunter Kaiser Ludwig der Bayer und Erzbischof Friedrich III. von Salzburg.

Friedrich der Mautner ist der bekannteste Vertreter aus dem Geschlecht der Burghauser Mautner. Er ging als Gründer des Heiliggeistspitals 1332 in Burghausens Geschichte ein. Wenngleich das Spital bereits Jahre zuvor durch die niederbayerischen Wittelsbacher gegründet worden war, war sein Beitrag in der Tat äußerst gewichtig. Er stiftete das Grundstück, auf dem das Spital errichtet wurde sowie zahlreiche Wirtschaftsbetriebe und Wohnhäuser als finanzielle Grundlage für das Spital.

Die Söhne Friedrichs des Mautners begründeten drei Linien mit Wohnsitz in Hohenaschau, Vilsheim und Katzenberg in Oberösterreich. Da die Katzenberger Linie am längsten existierte, bürgerte sich für das ganze Geschlecht die Bezeichnung „Mautner von Katzenberg“ ein. Allerdings begann mit der Generation nach Friedrich der wirtschaftliche Niedergang. 1525 starb das Geschlecht mit Hans Mautner von Katzenberg aus. Das Amt der Mautner blieb jedoch weiter bestehen. Seit dem 16. Jahrhundert überwachten im Burghauser Mautnerschloss beamtete Mautner die ordnungsgemäße Bezahlung der Salzachmaut.

Auch viele interessante Persönlichkeiten aus Rosenheim und Mühldorf

Angefangen hat unsere Serie mit Rosenheim. Auch dort spielten gewisse Persönlichkeiten eine besondere Rolle. Damit diese nicht in Vergessenheit geraten und auch einfach weil viele diese Menschen, deren Namen immer noch häufig in der Stadt auftauchen, nicht mehr kennen, startete rosenheim24.de zusammen mit Christopher Kast, dem Leiter des Stadtarchiv Rosenheim vor kurzem eine Serie über „berühmte“ Rosenheimer Persönlichkeiten. Jede Woche wird eine Person genauer beleuchtet, im zehnten Teil war dies Marie Faber. Auch zu berühmten Mühldorfern Persönlichkeiten gibt es inzwischen eine Artikel-Serie. Im ersten Teil wurde Peter Ostermayr, Produzent und Filmregisseur, vorgestellt.

Stadtarchiv Burghausen/jz

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