Analyse der „aktiven“ Fälle im Kreis Altötting

Corona-Lage entspannt sich in manchen Orten - aber drei machen großen Satz nach oben

Die Sieben-Tage-Inzidenz kreist seit etwa einer Woche stabil um den Wert 200, beim Blick auf die Zahl der „aktiven“ Corona-Fälle in den einzelnen Gemeinden im Landkreis Altötting zeigt sich mancherorts Entspannung - aber drei Orte fallen besonders negativ auf.

Landkreis Altötting - 442 Fälle von aktuell Corona-Infizierten musste das Landratsamt am 3. Mai vermelden. Im Vergleich zu unserer jüngsten Analyse vor gut einer Woche ist die Zahl damit wieder leicht rückläufig. Am 24. April waren es 35 Fälle mehr. Blickt man auf die Werte der einzelnen Kommunen im Landkreis Altötting, zeigt sich in jedem zweiten Ort eine Entspannung. Vor allem in Erlbach (von 16 auf jetzt sieben „aktive“ Fälle), Reischach (von 22 auf neun), Perach (von sieben auf einen) oder Haiming (von zwölf auf fünf) ist die Tendenz besonders erfreulich.

Stark steigende Corona-Zahlen in Tyrlaching, Winhöring und Garching

Dass es ganz schnell aber auch wieder nach oben gehen kann beweisen in dieser Woche drei andere Orte: In Tyrlaching gab es vor gut einer Woche nur einen aktuell mit Corona-Infizierten, jetzt sind es sieben. In Winhöring hat sich die Zahl von zwölf auf jetzt 24 verdoppelt und in Garching stieg die Zahl gar von 14 auf aktuell 35 „aktiv“ Infizierte. Eine Verdreifachung, wenn auch auf niedrigem Niveau, vermeldet auch Teising mit jetzt sechs Fällen.

Zahl der aktiven Corona-Fälle in den Kommunen im Landkreis Altötting, Stand 3. Mai.

Schaut man sich die absoluten Zahlen der Kommunen an, liegen die großen Orte im Landkreis vorne: Burghausen mit 74 „aktiven“ Fällen vor Burgkirchen (59), Altötting (40), Garching (35) und Neuötting mit 29 Fällen. Im Verhältnis zur Einwohnerstärke liegen jetzt wieder alle Gemeinden unter einem Prozent Infiziertenanteil. Am höchsten ist er mit 0,79 Prozent in Kastl. Knapp dahinter rangieren Tüßling mit 0,73 Prozent und Tyrlaching mit 0,67 Prozent. Der Landkreis-Schnitt beträgt 0,4 Prozent. Eine Gemeinde ganz ohne akuten Corona-Fall gibt es im Landkreis Altötting derzeit nicht.

Entwicklung der „aktiven“ Corona-Fälle in den fünf größten Orten im Landkreis Altötting seit 5. April.

Die Fallzahl in einer Kommune lässt aber keine generellen Rückschlüsse auf die Ansteckungsgefahr vor Ort zu. Denn die Zahl sagt nichts darüber aus, wo sich eine Person mit dem Virus infiziert hat - ob im Gemeindegebiet oder nicht. Zudem sagen die Zahlen nichts über den Zusammenhang einer Ansteckung aus, also ob sich mehrere Personen beispielsweise unabhängig voneinander infiziert haben oder ob sich mehrere Personen innerhalb einer Familie infiziert haben.

In Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung sind laut Robert-Koch-Institut insgesamt 203 Todesfälle im Landkreis zu beklagen. Ein Covid-19-Patient aus dem Landkreis Altötting wird derzeit auf einer heimischen Intensivstation behandelt.

xe

Rubriklistenbild: © pixabay

Kommentare