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Energiepolitische Diskussion in Burghausen

Zur Energiekrise: Dialog setzte positive Impulse

Grünen-Fraktion Dieter Janecek, Werkleiter der Wacker Chemie Dr. Peter von Zumbusch, Geschäftsführer der EnergieGenossenschaft Inn-Salzach, Pascal Lang und als Moderator den Bezirksleiter der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Markus Hautmann.
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Energiepolitischer Dialog in Burghausen.

Zum Energiepolitischen Dialog waren hochkarätige Podiumsgäste geladen. Es ging um mehr Fernwärme, Wind- und Sonnenenergie in der Region.

Burghausen – „Kaum ein Thema elektrisiert momentan so sehr wie Energiekrise“ stellte Peter Aldozo am 15. September beim Energiepolitischen Dialog im Bürgerhaus fest. Der Kreissprecher von Bündnis/ Die Grünen hatte neben Dieter Janecek, dem Sprecher der Grünen-Fraktion, auch den Werkleiter der Wacker Chemie, den Geschäftsführer der EnergieGenossenschaft Inn-Salzach (EGIS) und den Bezirksleiter der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) zur Podiumsdiskussion geladen.

Die geladenen Gäste waren sich einig, dass in Zukunft mehr energetische Wertschöpfung in Deutschland und Europa erfolgen sollte. Wind- und sonnenreiche Ländern sollten Energie liefern um beispielsweise klimaneutralen Wasserstoff für die Industrie zu erzeugen. Dr. Peter von Zumbusch, Werkleiter der Wacker Chemie betonte die gemeinsame Verantwortung. Bereits jetzt müssten konkrete Investitionen getätigt werden, damit das Unternehmen bis 2045 klimaneutral werden könne. Dafür müsse viel nachhaltiger Strom erzeugt werden.

Windenergie vorantreiben

Pascal Lang erinnerte an die Bedeutung des Atomunfalls von Fukushima und der darauf folgenden Gründung der Energiegenossenschaft Innsalzach (Egis). Wichtig sei ihm die Annahme der Maßnahmen im Bereich Strom durch die Bevölkerung. Er erweiterte auch den Blick auf die Wärmewende, wie beispielsweise in Form der Fernwärme. „Wir brauchen diese Gespräche, um aus der Krise herauszukommen“, so Dieter Janecek, der energiepolitische Sprecher der Grünen. Er erinnerte an das Versäumnis der Bayerischen Staatsregierung, rechtzeitig die Stromleitungen aus dem Norden für die Windenergie voranzutreiben oder mehr Windräder im Freistaat zu erlauben. Die Bundesregierung habe mehrere Gesetze zur Beschleunigung erneuerbarer Energien erlassen. Sie plane ein Eingreifen in den Strommarkt, um die Energiepreise deutlich zu senken so dass alle Menschen sich Wärme und Strom leisten könnten.

Ausbau für Wasserstoff beschleunigen

Weil Bayern den Ausbau der erneuerbaren Energie „verschlafen“ hat, so Pascal Lang (IG BCE), brauche auch der Landkreis jetzt mehr Photovoltaik und Windräder, „auch wenn es nicht leicht wird“. Janecek sah die Notwendigkeit den Ausbau für den Wasserstoff zu beschleunigen, um neue Wirtschaftsfelder zu erschließen. Nach dem zweimaligen Scheitern des Projektantrages für „Rhyme“ hofft Werkleiter Dr. von Zumbusch auf das Reallabor und räumte ein: „Die Übergangszeit ist schwierig“. Er wiederholte aber auch das Interesse der Industrie am Strom aus Windrädern. In der Fragerunde aus dem Publikum schlug unter anderem Gerhard Merches vom Bund Naturschutz einen Wärmeverbund im Landkreis für Fernwärme vor, an den verschieden Erzeuger angeschlossen werden können. Die Nutzung der Geothermie begrüßte auch Dieter Janecek, während Dr. von Zumbusch die Bereitschaft der Wacker Chemie herausstellte, sich mit Abwärme an diesem Fernwärmenetz zu beteiligen. 

Dass die jetzige Krise auch Chancen für Veränderungen birgt war die übereinstimmende Folgerung aller Dialogteilnehmer. Die Notwendigkeit zu schnellem Handeln bestehe bereits heute. Der Impuls dafür wurde in der konzentrierten und sachlich verlaufenden Veranstaltung schon sehr konkret sichtbar.

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