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Einfach und genial

Ständig offene Schuhbänder an Fußballschuhen – Tüftler aus Töging hat die Lösung gefunden

Der sechsjährige Leo Holzhauser von der F-Jugend des FC Töging hat die „Lazies“ für seinen erfinderischen Papa auf ihre Tauglichkeit getestet.
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Der sechsjährige Leo Holzhauser von der F-Jugend des FC Töging hat die „Lazies“ für seinen erfinderischen Papa auf ihre Tauglichkeit getestet.

Welcher Jugendtrainer kennt das Problem nicht: Während des Spiels lösen sich immer wieder die Schnürsenkel an den Spielerschuhen, werden zur Stolperfalle und das Nachknoten unterbricht den Spielfluss. Die Idee von Lukas Holzhauser setzt dem ein Ende.

Töging – Elektromeister Lukas Holzhauser (29) aus Töging trainiert nicht nur die F-Jugend des FC. Seit gut einem Monat ist er auch patentierter Erfinder.

Mithilfe von Berliner Anwälten hat er sich die Rechte an seiner Idee sichern lassen, Schnürsenkel an Sportschuhen mit einem Silikonband so zu befestigen, dass sie nicht ständig aufgehen. „34 Seiten ist die Patentschrift stark“, erklärt der unternehmungslustige Hobbysportlehrer, der schon einige tausend Euro in das Projekt investiert hat. Gefertigt werden seine „Lazies“ in China.

Erfindung bannt auch die Stolpergefahr

Am Anfang der Idee stand die schiere Verzweiflung eines Spielervaters, dessen fußballbegeisterter Bub auf dem Platz immer wieder offene Schuhbänder hinter sich herzog. Die notwendigen Spiel- und Trainingsunterbrechungen dürften vielen Eltern bekannt sein.

Das Problem ist nicht nur gefährlich, weil die Kinder so leicht ins Stolpern kommen, sondern es ist auch sportartübergreifend verbreitet. Beispielsweise vom Tischtennis kannte Lukas‘ Frau Lisa Holzhauser (29) das Problem der Kinder auch. Die Physiotherapeutin ist beim TuS Töging als Trainerin aktiv und muss auch so manches Mal Kindern helfen, die noch nicht selbst Schuhe binden können.

Zunächst versuchte sich das Trainer-Paar mit den Isoliergummis der Firma Weck zu behelfen. Die Gummis der Einweckgläser konnten das Problem aufgrund der Stabilität und der Haptik aber nur leidlich gut lösen. Deshalb trat der Elektromeister via Internet in Kontakt mit einem Hersteller aus der südchinesischen Provinz Guangdong. Dieser fertigte zunächst Prototypen aus recyceltem Silikon, die bei den Tests durch Holzhausers sechsjährigen Sohn Leo überzeugten.

„Lazies“-Erfinder Lukas Holzhauser.

Der Name lag mit „Lazies“ – englisch „laces“ für Schuhbänder und „lazy“ für faul – auf der Hand, weil sie ein dauerndes Neubinden der Schuhbänder erfolgreich verhinderten. Eine marokkanische Künstlerin entwarf das Markenlogo. Lukas Holzhauser nahm sich ein Herz und investierte in die Bänder, die weder beim Laufen stören, noch sich durch Tritte nach dem Ball vom Schuh lösen sollen.

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„200 Stück haben wir online schon verkauft“, erklärt der geschäftstüchtige Handwerker über die ersten 30 Tage seit Markteinführung. Darüber hinaus konnte er eine Kooperation mit einem Trainermagazin erreichen: Die „Lazies“ soll es dort künftig als Abogeschenk geben.

In verschiedenen Farben erhältlich

Erhältlich sind die sogenannten „Schnürsenkel-Fixierbänder“ über einen eigenen Onlineshop, den Internetriesen Amazon und ausgewählte Sportgeschäfte in der Region für rund acht Euro in den Farben grün, rot und schwarz sowie den Größen S, M und L. „Die Bänder können auch beim Ausziehen einfach an den Fußballschuhen bleiben“, erklärt Lukas Holzhauser. Was für Fußballschuhe perfekt zu sein scheint, ist bei Hallenschuhen und generell bei flachen Sohlen jedoch eher problematisch. Eine Rille in der Sohle könnte aber dabei helfen, dass die Bänder auch dort nicht verrutschen oder sich übermäßig abnutzen. Ob die Hersteller bei so einer Entwicklung mitmachen, hängt wohl auch vom Erfolg der „Lazies“ ab.

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