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Begann als Projekt der Tourismusverbände von BGL, Chiemgau und Inn-Salzach-Region

War Hoffnung auf Ende von Ausflügler-Chaos: Was brachte der Ausflugsticker bisher?

Der Ausflugsticker Bayern sollte ein Ende von Chaos durch einen zu massiven Ansturm von Ausflüglern an einzelnen Orten bringen, wie hier im Berchtesgadener Land. Ursprünglich war er ein gemeinsames Projekt der Tourismusverbände des Berchtesgadener Lands, des Chiemgaus, der Zugspitzregion, der Alpenregion Tegernsee-Schliersee und der Inn-Salzach-Region.
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Der Ausflugsticker Bayern sollte ein Ende von Chaos durch einen zu massiven Ansturm von Ausflüglern an einzelnen Orten bringen, wie hier im Berchtesgadener Land. Ursprünglich war er ein gemeinsames Projekt der Tourismusverbände des Berchtesgadener Lands, des Chiemgaus, der Zugspitzregion, der Alpenregion Tegernsee-Schliersee und der Inn-Salzach-Region.

Was als Projekt der Tourismusverbände des Berchtesgadener Lands, des Chiemgaus, der Zugspitzregion, der Alpenregion Tegernsee-Schliersee und der Inn-Salzach-Region begann, wurde Anfang des Jahres vom Wirtschaftsministerium zum bayernweiten Ausflugsticker ausgebaut. Es ruhten Hoffnungen darauf, er könne beim zuvor nicht unerheblichen Problem von zu viel Besucheransturm an einzelnen Orten helfen. Nun gibt es eine erste Bilanz.

Landkreise Altötting/Berchtesgadener Land/Traunstein - „Insgesamt kann die Nutzung des überarbeiteten Ausflugstickers mit rund 2,7 Millionen registrierten Aufrufen sehr positiv bewertet werden. Er wird auch in Fachkreisen sehr gut angenommen“, so das Bayerische Landwirtschaftsministerium in einer Stellungnahme. So sei der ADAC Tourismuspreis Bayern 2021 an den Ausflugsticker Oberbayern verliehen worden, welcher die Vorversion des Ausflugstickers Bayern ist. Eine Umfrage des Bayerischen Zentrums für Tourismus im April 2021 habe zudem gezeigt, dass 42 Prozent der Kommunen, welche mindestens eine Maßnahme zur Besucherlenkung betreiben, den Ausflugsticker verwenden. „Eine repräsentative Befragung der bayerischen Bevölkerung im Mai 2021 durch das Bayerische Zentrum für Tourismus ergab zudem, dass sieben Prozent der Befragten den Ausflugsticker bereits benutzt haben. Weitere 17 Prozent haben bereits vom Ausflugsticker gehört, ihn aber noch nicht verwendet.“

Ursprünge in der Region: Was brachte der Ausflugsticker bisher?

Ende März war der „Ausflugsticker Bayern 2.0“ offiziell an den Start gegangen. „Ursprünglich war es ja ‚nur‘ als Ausflugsticker für Oberbayern gedacht Das war ein gemeinsames Projekt der Tourismusverbände des Berchtesgadener Lands, des Chiemgaus, der Zugspitzregion, der Alpenregion Tegernsee-Schliersee und uns, der Inn-Salzach-Region. Im Juni des vergangenen Jahres war das Fernsehen für einen Beitrag darüber bei uns in Altötting. Den muss dann wohl Herr Aiwanger gesehen haben. Denn kurz darauf verkündete er, das Projekt solle zum Ausflugsticker 2.0 für ganz Bayern ausgebaut werden“, erinnerte sich damals Andrea Streiter vom Tourismusverband Inn-Salzach gegenüber innsalzach24.de.

Der Ausflugsticker Oberbayern des Tourismus Oberbayern München e.V. (TOM) wurde mit dem ADAC Tourismuspreis Bayern 2021 - Sonderformat Re-Start ausgezeichnet. TOM-Präsident Klaus Stöttner (2.v.l.) und TOM-Geschäftsführer Oswald Pehel (2.v.r.) nahmen die Auszeichnung von ADAC Tourismuspräsident Karlheinz Jungbeck (r.) und ADAC Südbayern-Geschäftsführer Christoph Walter entgegen.

„Dafür sind wir natürlich sehr dankbar“, betonte Streiter. „So hat das Projekt eine enorme zusätzliche Unterstützung bekommen und was sonst vielleicht Jahre gebraucht hätte, wurde nun in Monaten umgesetzt.“ Sie hoffte, dass der Ticker auch über die Pandemie hinaus zu einem wertvollen Hilfsmittel für Touristen und Ausflügler wird und gleichzeitig das zuletzt massive Problem enormer Besucheranstürme auf die Region zu lenken hilft. Verkehrsstaus, zugeparkte Rettungszufahrten, Müll von Wildcampern, unklare Rechtsvorgaben, uneinsichtige Besucher und genervte Einheimische - das sind nur einige der Probleme, mit denen sich zahlreiche Gemeinden der Region in den letzten Monaten konfrontiert sahen. Entsprechende Meldungen sowohl aus der Region, etwa Aschau im Chiemgau, Ruhpolding und Schönau am Königssee aber auch vom Schliersee und dem Spitzingsee hatten zuvor für Schlagzeilen gesorgt.

Bayerisches Wirtschaftsministerium zieht positives Fazit

Nun wollte der aus Mittelfranken stammende Grünen-Landtagsabgeordneter Christian Zwanziger erfahren, welche erste Bilanz die Staatsregierung für das Projekt zieht und stellte eine „Kleine Anfrage“ im Bayerischen Landtag. Als Kleine Anfrage bezeichnet man in deutschen und einigen anderen Parlamenten eine auf wenige Punkte begrenzte Fragestellung eines Parlamentariers an die Exekutive, beispielsweise eines Abgeordneten an die Regierung. Sie ist ein Instrument der parlamentarischen Kontrolle. Für die Staatsregierung übernahm das Bayerische Wirtschaftsministerium die Antwort.

„Inzwischen betreut die Bayern Tourismus Marketing GmbH (BayTM) den Ausflugsticker und entwickelt diesen kontinuierlich weiter. Die Resonanz der Tourismusverbände ist ebenfalls durchweg positiv“, schließt die Bilanz des Ministeriums. „Das zeigt sich unter anderem in den über 350 aktiven Melderinnen und Meldern. Durch regelmäßige Updates zur Weiterentwicklung des Ausflugstickers im Rahmen der Arbeitsgruppe Besucherlenkung des Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie werden auch die anderen an der Besucherlenkung beteiligten Ressorts, Verbände und Kommunen eingebunden.“

hs

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