Grenzpolizei Piding zieht Straftäter aus dem Verkehr

102 Tage Gefängnis oder zahlen - Mann (34) mit zwei Haftbefehlen gesucht

Keinen guten Start brachte das neue Jahr für einen 34-jährigen Ungarn, als er auf der A8 von der Bayerischen Grenzpolizei kontrolliert wurde - ihm blieb die Wahl zwischen einem längeren Gefängnisaufenthalt oder der Begleichung einer hohen Geldstrafe.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Anger - Am Montag, den 4. Januar, gegen 22.30 Uhr wurde auf der A8 ein Auto mit deutscher Zulassung bei der Einreise ins Bundesgebiet gesichtet. Auf Höhe Anger wurde der Pkw schließlich durch die Schleierfahnder der GPI Piding angehalten und die Insassen einer Kontrolle unterzogen.

Für einen der „Fahrgäste“ im Fond des Fahrzeuges, einen 34-jährigen Ungarn, war die Reise vorerst beendet. Wie eine Personenüberprüfung ergab, wurde er von der Staatsanwaltschaft Karlsruhe gleich mit zwei Haftbefehlen gesucht. Sowohl wegen eines Vergehens des besonders schweren Falls des Diebstahls als auch wegen Sachbeschädigung wurde er rechtskräftig verurteilt. Bislang war er für die Justizbehörden jedoch nicht greifbar und konnte sich so seiner Strafe entziehen.

Nun blühten ihm 102 Tage Freiheitsstrafe, die er nur durch sofortige Zahlung eines hohen vierstelligen Eurobetrages abwenden konnte. Er selbst war dazu nicht in der Lage, doch zu seinem Glück erklärte sich ein in Deutschland wohnhafter Verwandter bereit, für ihn die geforderte Geldsumme zu begleichen. 

Nachdem der Betrag bei der Justizkasse eingegangen war, konnte der 34-Jährige sichtlich erleichtert die Dienststelle in Urwies als freier Mann verlassen.

Pressemitteilung Grenzpolizeiinspektion Piding

Rubriklistenbild: © picture alliance/Bernd Settnik

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