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Einziger Weg aus dem Lockdown?

„Wir haben es in der Hand“: OB Lung richtet persönliche Worte an die Reichenhaller

Oberbürgermeister Dr. Christoph Lung Bad Reichenhall Corona Coronavirus Impfung Stadtrat
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Oberbürgermeister Dr. Christoph Lung richtet sich an die Bad Reichenhaller Bevölkerung: „Lassen Sie sich bitte impfen!

Die Krankenhäuser laufen voll mit Corona-Patienten, das Berchtesgadener Land geht erneut in den Lockdown wegen der hohen Corona-Infektionszahlen. Bad Reichenhaller Stadträte und der Oberbürgermeister selbst appellieren deswegen an die Bevölkerung: Die Corona-Impfung ist der Ausweg.

Bad Reichenhall - „Die Lage ist ernst, ganz unzweifelhaft. Sie alle kennen die dramatischen Berichte aus den Kliniken der Region. Sie kennen möglicherweise auch persönlich Menschen in Ihrem Umfeld, deren regulär geplante OP-Eingriffe wegen der aktuellen Lage verschoben werden müssen.“ Mit persönlichen Worten wendet sich Oberbürgermeister Dr. Christoph Lung (CSU) in der Stadtratssitzung am Dienstagabend (23. November) an die Bevölkerung.

OB Lung appelliert an Bevölkerung: „Lassen Sie sich bitte impfen!“

„Wir alle haben es in der Hand, aktiv etwas gegen die aktuelle Situation zu tun und weitere Lockdowns zu verhindern. Wir alle wissen ,dass es uns wieder treffen wird und ab Donnerstag der Lockdown gelten wird. Das Impfen ist der einzig bekannte Weg, um langfristig und dauerhaft einen Ausweg aus der derzeitigen Situation zu schaffen“, so Lung in seiner Ansprache.

Zum Weiterlesen: Landrat Kern: „Impfbereitschaft muss gegeben sein, sonst werden wir es nicht schaffen“ (Plus-Artikel)

Auch der Oberbürgermeister wisse, dass die „Skepsis gegenüber dem Impfen“ in der Bevölkerung durchaus weit verbreitet ist. „Doch sie ist nach allem, was wir wissen, mit rationalen Argumenten nicht begründbar und daher möchte ich dringend dazu aufrufen: Übernehmen Sie Verantwortung für Sich und für andere, lassen Sie sich bitte impfen!“

Lung sei selbst zwei mal geimpft und werde auch die Booster-Impfung sobald wie möglich in Anspruch nehmen. Es sei wahr, dass auch eine Impfung keine Garantie biete, Corona nicht zu bekommen, sagt Lung weiter. „Aber es ist eben auch wahr, dass die Impfung die Wahrscheinlichkeit schwerer und schwerster Verläufe deutlich absenkt. Daher bitte ich jede Bürgerin und jeden Bürger in unserer Stadt, der ungeimpft ist: Überlegen Sie nochmals genau und treffen Sie eine bewusste Entscheidung für das Impfen!“

Stadträte appellieren an Bevölkerung

Über 300 Menschen seien am Montag an oder mit Covid gestorben, erklärt Guido Boguslawski (SPD). Die Anzahl der Todesfälle in Deutschland nähere sich der 100.000 Grenze, „also der Bevölkerungsanzahl unseres Landkreises“. Doch es gehe nicht nur um die Sterbefälle, sondern auch um die schweren Krankheitsverläufe. Eine an Corona erkrankte Freundin habe ihm gesagt, es sei „als würde man jeden Tag bei vollem Bewusstsein ertrinken“. Die Fälle an Postcovid-Erkrankten nähmen zu, so Boguslawski. Deswegen gebe es nur einen Weg aus der Misere: „Impfen lassen.“ Boguslawski selbst sei schon das dritte Mal geimpft.

Michael Nürbauer (Grüne) verweist auf die planbaren Eingriffe, die in den Krankenhäusern verschoben werden, wo Krebskranke auf ihre OPs warten müssen. Es gebe zwar noch keine Impfpflicht, „aber eine moralische Pflicht gegenüber den anderen“, so Nürbauer. Die Pandemie sei keine Privatsache und keine Solidarität sei eine Gefahr für das Gemeinwohl, so der Stadtrat weiter. „Mich persönlich erschüttert, mit welcher Gleichgültigkeit hier die extrem schwierige Situation beim Klinikpersonal umgegangen wird. Die Leute sind am Limit und es geht um Solidarität.“

Boguslawski ist bereits in der Woche vor der Stadtratssitzung auf den Oberbürgermeister zugekommen und hat ihn um einen Appell an die Bevölkerung gebeten. Auch die Fraktion der Grünen hatten einen Eilantrag eingereicht, der aber aus formellen Gründen nicht am Dienstagabend bearbeitet werden kann. Doch Lung ist sich mit den Stadträten einig, dass der Aufruf zum Impfen Sinn macht.

ce

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