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Alpen pur in fünf Filmen

Alpenfilmfestival gastierte im Kulturhof Stanggaß bei Bischofswiesen

Tom Dauer (hinten) begrüßt vor fast ausverkauftem Haus im Kulturhof Stanggaß.
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Tom Dauer (hinten) begrüßt vor fast ausverkauftem Haus im Kulturhof Stanggaß.

Ein Gebirge voller Geschichte und Geschichten bekamen die Zuschauer beim ausverkauften Alpenfilmfestival im Kulturhof Stanggaß zu sehen. Der Münchner Alpinist und Filmemacher Tom Dauer schickte die Besucher nicht nur auf die sechs Großen der Alpen.

Bischofswiesen – Weil die Alpen ein Versprechen sind, sind sie beim Alpenfilmfestival die eindeutigen Hauptdarsteller. Zufrieden zeigte sich Tom Dauer über die große Resonanz auf die Veranstaltung. Das ausgewiesene Ziel: „Menschen zu staunenden Besuchern” zu machen. Das Filmprogramm hat Tom Dauer mit Sorgfalt ausgewählt. Gemein haben alle Beiträge, professionell gefilmt zu sein. Im Vordergrund stehen die Bilder, die Musik ist Begleiter auf rund zweieinhalbstündiger Gebirgserkundungstour.

In den fünf Kurzfilmen, keiner länger als 30 Minuten, begleiten die Zuschauer die diplomierte Sportpsychologin Caja Schöpf und den staatlich geprüften Berg- und Skiführer Ludwig Karrasch auf einer Reise auf Skiern – zu den höchsten Gipfeln Bayerns.

Von den Allgäuer Alpen bis zu den Berchtesgadener Alpen

Ziel sind die sieben bayerischen Gebirgszüge – vom Westen in den Osten Bayerns, von den Allgäuer über die Ammergauer Alpen und das Wettersteingebirge in die Bayerischen Voralpen, das Karwendel, die Chiemgauer und zuletzt in die Berchtesgadener Alpen. Dass das mit viel Humor, aber nicht ganz ohne Hürde geschieht, wird deutlich, als die Kälte die E-Bike-Akkus vor laufender Kamera lahmlegt. 

Über 1000 Kilometer und knapp 31.000 Höhenmeter

Auch auf Kamera gebannt wurde Simon Gietls und Roger Schälis Nonstop-Wahnsinnstour zu den sechs Großen der Alpen: die Nordwände von Großer Zinne, Piz Badile, Matterhorn, Eiger, Petit Dru und Grandes Jorasses. Gleitschirm und Rad inklusive. Ganz nach dem Motto „Schneller, höher, weiter” geht es für die Ausnahmetalente auf mehrwöchige Reise: Über 1000 Kilometer Strecke sind zwischen den Gipfeln zu bewältigen, knapp 31.000 Höhenmeter. Demut vor der Herausforderung? Ist vorhanden. Nur die Realität stellt die beiden vor so manche Schwierigkeit.

Ganz ohne pulstreibende Action – und wo Zeit eine andere Bedeutung zu haben scheint – erleben die Menschen der Schobergruppe in den Hohen Tauern ihre Umgebung. Die dortigen Schutzhütten zu bewirtschaften, hat auch viel mit Einsamkeit zu tun. Christian Krüger findet etwa auf der Nossberger Hütte jenes Alleinsein vor, das er nach dem Sommer gerne „wieder gegen Gesellschaft tauscht”. Der „Vergessene Weg” heißt der Kurzfilm von Tobias Corts und Sven Jansel. „Schneller, höher, weiter”? 

Ins Karwendel zieht es die Filmemacher und Freerider Christoph und Philipp Kaar im 15-Minüter WGerwentil”. Der althochdeutsche Name hat dem Karwendel dessen Namen verliehen, sagt Tom Dauer. Für die beiden Alpinisten ist das Gebiet im Winter der perfekte Spielplatz für reichlich Spaß auf Brettern in abgelegener, unberührter Natur. 

Über die „Kunst, einen Berg zu besteigen” berichtet Tom Dauer in einem 20-Minuten-Beitrag, den er für das Bayerische Fernsehen produziert hat. Im Mittelpunkt steht Bergsteiger, Autor und Fotograf Reinhard Karl. 1982 kam er auf dem Achttausender Cho Oyu ums Leben. Mit erst 35 Jahren. „Wie kaum ein anderer verstand es der Heidelberger, seinem eigenen Erleben, seinen Gedanken und Gefühlen am Berg in Wort und Bild Ausdruck zu verleihen”, so beschreibt es Tom Dauer.

Reinhard Karls Errungenschaften überdauern bis heute: Die Künstlerin Clara Happ fertigt Holzschnitte in Anlehnung an Karls jahrzehntealte Fotografien. Textkraft und Bildästhetik von Karls Werken vereint die junge Frau in ihrer Kunst.

kp