Bereits 15 Millionen Euro an Corona-Hilfen im Berchtesgadener Land

„IHK prüft eingereichte Anträge sorgfältig und bewilligt schnell“

Die IHK München und Oberbayern zieht eine Zwischenbilanz der bisher ausgezahlten Überbrückungshilfe II sowie der Novemberhilfe und zeigt sich zufrieden. Mit „Oktoberhilfen“ soll zudem weitere Unterstützung folgen.

Pressemitteilung im Wortlaut

Bad Reichenhall – Die IHK für München und Oberbayern zieht eine Zwischenbilanz der Überbrückungshilfe II sowie der Novemberhilfe: Bis Mitte März 2021 hat die IHK als bayernweite Bewilligungsstelle in beiden Förderprogrammen rund 15 Millionen Euro zur Auszahlung an die Antragsteller im Berchtesgadener Land angewiesen. Mehr als 1.000 Unternehmen und Soloselbstständige aus dem Landkreis haben bislang Anträge auf Überbrückungshilfe II oder Novemberhilfe gestellt. Bereits mehr als 90 Prozent dieser Anträge sind bearbeitet. Der Bund hatte die Hilfen aufgelegt, um die von der Corona-Krise besonders betroffenen Betriebe direkt zu unterstützen.

Überbrückungshilfe II

Mit der Überbrückungshilfe II bezuschusst der Bund die laufenden Fixkosten von Unternehmen und Soloselbstständigen im Zeitraum September bis Dezember 2020. Im Berchtesgadener Land wurden im Rahmen der Überbrückungshilfe II bislang 3,9 Millionen Euro an 265 betroffene Betriebe ausgezahlt. Den Großteil der Gelder erhielt das Gastgewerbe mit fast zwei Millionen Euro Förderung. Es folgt der Wirtschaftszweig „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen“. Zu diesem gehören neben dem klassischen Einzelhandel auch Autohäuser und Kfz-Werkstätten sowie der Großhandel. An Antragsteller aus diesem Bereich wurden bislang rund 650.000 Euro an Hilfen ausgezahlt. Die Antragsfrist für die Überbrückungshilfe II endete am 31. März.

Novemberhilfe

Bei der Novemberhilfe erstattet der Staat den Betrieben, die während des Teil-Lockdowns im November schließen mussten, bis zu 75 Prozent der ausgefallenen Umsätze. Betroffen von den Einschränkungen waren vor allem Hotels, Gaststätten, Fitnessstudios, Freizeiteinrichtungen, die Reisebranche und Veranstalter. Das zeigt sich auch in den Zahlen der IHK: Insgesamt bewilligte die IHK bereits 696 Anträge auf Novemberhilfe von Unternehmen und Soloselbstständigen im Berchtesgadener Land mit einer Gesamtfördersumme von mehr als 10,7 Millionen Euro. Davon flossen sieben Millionen Euro in das Gastgewerbe im Landkreis, gefolgt von einer Million Euro für Betriebe aus dem Wirtschaftszweig „Kunst, Unterhaltung und Erholung“, zudem unter anderem Kinos, Museen, Theater, Konzertveranstalter, Freizeitparks und Fitnessstudios gehören. Anträge auf Novemberhilfe können noch bis Ende April gestellt werden. „Seit einem Jahr bestimmt die Corona-Pandemie das öffentliche Leben und die Wirtschaft in unserem Landkreis. Die Einschränkungen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens treffen besonders hart die Gastronomie, die Hotels, die Veranstalter, die Reise- und Tourismusbranche, der Einzelhandel und die Kunst- und Kulturbranche“, erklärt Irene Wagner, Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Berchtesgadener Land.

„Die staatlichen Hilfen haben in den vergangenen Monaten vielen Unternehmerinnen und Unternehmern geholfen, ihre Zahlungsfähigkeit abzusichern. Diese können aber niemals alle Verluste ausgleichen. Nur mit selbst erwirtschafteten Umsätzen können Betriebe langfristig überleben“, so Wagner. Die Ausschussvorsitzende lobt die schnelle Abwicklung der Corona-Hilfen in Bayern. „Sobald der Bund die Software zurAntragsbearbeitung zur Verfügung gestellt hatte, konnte die IHK schneller als andere Bundesländer Anträge bewilligen und Auszahlungen anweisen.“ Die IHK für München und Oberbayern wickelt zudem das bayerische Landesprogramm „Oktoberhilfe“ für Betriebe in den Landkreisen Berchtesgadener Land, Rottal-Inn sowie in den Städten Augsburg und Rosenheim ab, die bereits im Oktober 2020 in den harten Lockdown versetzt wurden. 85 Prozent der bereits 760 bayernweit gestellten Anträge konnten seit dem Bearbeitungsbeginn am 23. März bewilligt und ausgezahlt werden. In der Abwicklung aller Förderprogramme werden die IHK-Mitarbeiter von mehr als 250 externen Vollzeitkräften unterstützt – unter anderem von Beamten des Freistaats, der Messe München und von Personaldienstleistern. Alle Informationen zu den Corona-Hilfsprogrammen für die Wirtschaft, denAntragsbedingungen und den aktuellen Stand der Antragsbearbeitung sind online verfügbar unter www.ihk-muenchen.de/corona.

Aus der Pressemitteilung der IHK München und Oberbayern im Wortlaut

Rubriklistenbild: © Monika Skolimowska

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