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Auch ein Bauchplatscher kann Sinn stiften

Filmfestival in der Region: Regisseur Marcus H. Rosenmüller über Möglichkeiten des Heimatfilms

Regisseur Marcus H. Rosenmüller (orange Mütze) geht mit Milan Peschel (Dritter von rechts) und Sebastian Bezzel (rechts) die Szene vor dem Waldbad durch.
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Regisseur Marcus H. Rosenmüller (orange Mütze) geht mit Milan Peschel (Dritter von rechts) und Sebastian Bezzel (rechts) die Szene vor dem Waldbad durch.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Mühldorf – Am 15. September beginnt das Heimatfilmfestival Biennale Bavaria International. Der erste Film, der außerhalb des Wettbewerbs läuft, ist „Beckenrandsheriff“ von Marcus H. Rosenmüller. Er weiß, wie ein Eis die Heimat verändern kann.

Herr Rosenmüller, sind Ihre Filme Heimatfilme?

Marcus H. Rosenmüller: Ein paar meiner Filme würde ich durchaus als Heimatfilme bezeichnen. Wenn man Heimat geographisch definiert. Ich würde darunter die Beste-Trilogie zählen und auch den Beckenrandsheriff. Während die Trilogie das Aufwachsen im Dorf in Bayern im Fokus hat, geht es bei Beckenrandsheriff um das Bröckeln der Heimat, und wie der Ausverkauf der Heimat durch freudvolles Handeln aufgehalten werden kann oder zumindest soll!

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Was zeichnet Ihre Filme aus?

Rosenmüller: Hm, das kann ich schwer beurteilen. Ich hoffe, es sind Geschichten mit Tiefe, die das Publikum unterhalten. Sie sollen das Publikum zum Lachen, Weinen und Nachdenken bringen.

Würden Sie dem sogenannten neuen Heimatfilm eine sinnstiftende Funktion zu schreiben?

Rosenmüller: Der Begriff Heimat ist ein schwerer Begriff, er wird meines Erachtens zu häufig benutzt. Das müsste ich nach dem Filmfestival nochmals reflektierter betrachten. Vorerst würde ich sagen, dass jeder Film individuell betrachtet werden muss, ob er sinnstiftend ist. Auch da gibt es wiederum keine Pauschale. Die eine mag Tiroler Nussöl, und findet es sinnstiftend, der andere wiederum kann nix damit anfangen.

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Wie kann ein Heimatfilm etwas für die Heimat tun?

Rosenmüller: Ich hoffe, dass Beckenrandsheriff, schon den Sinn stiftet, dass sich etliche Menschen beflügelt fühlen etwas gegen den Ausverkauf unserer Städte und Kommunen zu unternehmen. Aber es gibt viele sinnstiftenden Möglichkeiten. Ein Film kann ja auch dazu animieren, sich mal wieder ein Eis im Freibad zu kaufen. Oder einen Bauchplatscher zu machen. Hm, wobei wenige Filme machen das! Ah doch einer: Beckenrandsheriff! Den muss man sehen. Der macht Sinn!

Welche Bedeutung haben lokale Drehorte für Ihre Filme?

Rosenmüller: Die Drehorte haben eine enorme Wirkung. Film, und manchmal vergisst man das, lebt von den Bildern und davon ist die Hauptkomponente die Location. Ein Drehort liefert schon einen großen Beitrag zur Wirkung des Bildes! Die Außenfassade vom Waldkraiburger Waldbad hat mir enorm gefallen. Ich habe mir viele angeschaut, aber dieser Eingang war einzigartig! Schön dass wir da drehen durften! Herzlichen Dank an alle Waldkraiburger, auch dass wir Eure Straßen benutzen durften. Ich weiß schon, dass die Sperrungen dann immer nerven, aber so konnten wir tolle Szenen drehen!

Film ab zur Biennale Bavaria

Mit einer Gala beginnt heute Abend im Kino Mühldorf das Heimatfilmfestival „Biennale Bavaria International.“ Es zeigt bis Sonntag in sechs Städten in der Region Heimatfilme aus aller Welt. Höhepunkt ist die Verleihung des Heimatfilmpreises am Samstag in Altötting.

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