Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Landkreis Mühldorf bundesweit trauriger Spitzenreiter

Corona-Welle, die alles übertrifft: Intensivstationen in Altötting und Mühldorf kurzzeitig voll

Die Verlegung von Patienten aus dem Krankenhaus Mühldorf ist zwar möglich, aber schwierig. Denn auch die Nachbarkliniken sind stark belastet. Bayernweit steht die Krankenhaus-Ampel dagegen auf grün.
+
Die Verlegung von Patienten aus dem Krankenhaus Mühldorf ist zwar möglich, aber schwierig. Denn auch die Nachbarkliniken sind stark belastet. Bayernweit steht die Krankenhaus-Ampel dagegen auf grün.

Die Intensivstationen im InnKlinikum sind stark mit Corona-Patienten belegt. Das hat Folgen für alle anderen Kranken im Landkreis Mühldorf.

Mühldorf Die Lage im Inn-Klinikum spitzt sich zu: Am Mittwoch (27. Oktober) lagen 41 Corona-Patienten in den drei Akuthäusern Mühldorf, Altötting und Burghausen. Eine Folge: Planbare Operationen hat die Klinikleitung bis auf Weiteres abgesagt.

Denn auch Intensivbetten werden zunehmend für Corona-Patienten gebraucht. Am heutigen Mittwoch waren es sechs Patienten, die dort lagen. Sie mussten beatmet werden.

Intensivstation an einem Vormittag komplett belegt

„Die Lage ist äußerst angespannt“, sagt Dr. Gregor Zimmermann, Chefarzt der Lungenheilkunde im Krankenhaus Mühldorf. „Wir sind stark ausgelastet, und unsere Intensivstationen geraten immer wieder ans Limit der Aufnahmefähigkeit.“ Und er fürchtet, dass es noch viel schlimmer werden könnte.

Lesen Sie auch: Corona-Inzidenz im Landkreis Mühldorf nähert sich dem Wert von 600

Für Zimmermann schlägt sich der Anstieg des Inzidenzwerts bereits im sprunghaften Anstieg der Patientenzahlen nieder. Nach durchschnittlich 20 in den vergangenen Wochen stieg die Zahl am Wochenende 23. und 24. Oktober auf 35, Anfang dieser Woche waren es sogar 42. Am Dienstagvormittag waren alle Intensivbetten im Inn-Klinikum voll belegt.

Auch jüngere Patienten im Krankenhaus

„Wir stellen fest, dass nicht nur ältere Patienten, wie in den vorherigen Wellen, stationär behandelt werden müssen, sondern auch viele Patienten unter 50 Jahren.“ Ein weiterer Anstieg ist nach Ansicht des Lungenarztes programmiert. „Wir bereiten uns in den Kliniken auf eine Corona-Welle vor, die alle vorhergehenden übertreffen könnte“, sagt Zimmermann.

Auch interessant: Corona-Schutz: Wer jetzt die Booster-Impfung braucht

Die Verlegung von Patienten in benachbarte Kliniken ist nach Ansicht der Krankenhausleitung kaum möglich, da auch sie stark ausgelastet sind. „Es laufen Bemühungen, Patienten in weiter entfernte bayerische Kliniken verlegen zu können. Aber wir wissen noch nicht, ob uns das gelingt, da auch hier nur begrenze Kapazitäten vorhanden sind.“

Aktuelle Artikel und Nachrichten finden Sie in unserem Dossier zur Corona-Pandemie

Eine Maßnahme, um die Kliniken funktionstüchtig zu halten, hat die Klinikleitung bereits ergriffen und geplante Operationen verschoben. Damit sollen weitere Stationen für Coronakranke zur Verfügung stehen.

Notfallversorgung bleibt gesichert

„Das ist nur möglich, wenn wir das Personal aus anderen Bereichen vorübergehend versetzen. Alles was verschiebbar ist, wird derzeit pausiert.“ Nachholtermine werden laut Zimmermann aber mit Patienten und behandelnden Ärzten abgestimmt. „Die Diagnostik und Therapie bei schweren Erkrankungen ist jedoch weiterhin möglich und darf nicht verzögert werden.“ Das gelte vor allem für akute Notfälle wie Schlaganfälle, Herzinfarkte oder Tumorerkrankungen.

Krankenhaus-Ampeln landesweit noch auf grün

Während die Krankenhausampel im Inn-Klinikum also zwischen Gelb und Rot pendelt, steht sie nach Angaben des Landesamts für Gesundheit bayernweit auf Grün. Erst wenn 36 Prozent aller Betten in Bayern belegt sind, springt die Ampel auf gelb, rot zeigt sie bei 59.

Kommentare