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Totengedenken an Allerheiligen im Landkreis Mühldorf

Noch nie so viele Neuinfektionen - Corona-Wert im Landkreis Mühldorf schießt über 600

Veronika Spierer bepflanzt das Familiengrab auf dem Friedhof in Pürten.
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Veronika Spierer bepflanzt das Familiengrab auf dem Friedhof in Pürten.

Hohe Belegung der Kliniken, Maskenpflicht bei der Erinnerung an die Toten an Allerheiligen. So trifft Corona den Landkreis Mühldorf.

Mühldorf – Die Zahl der Corona-Fälle ist im Landkreis Mühldorf erneut in die Höhe geschnellt. Nach 135 neuen Fällen liegt die Inzidenz aktuell bei 621,5 (Stand: 28. Oktober). Diese Zahlen veröffentlichte das Robert-Koch-Institut (RKI) auf seiner Internetseite.

So viele neue Fälle gab es im Landkreis Mühldorf laut RKI binnen eines Tages noch nie. Auf dem Höhepunkt der zweiten Welle waren es bis zu maximal 103 neue Erkrankungen.

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41 Corona-Patienten liegen derzeit im InnKlinikum, wobei mit 25 überdurchschnittlich viele in Mühldorf untergebracht sind; die restlichen verteilen sich auf Altötting (vier) und Burghausen (zwölf). Nach Angaben der Klinikleitung liegen von den sieben Intensivpatienten drei in Mühldorf, insgesamt sechs Menschen werden beatmet.

Die meisten Patienten werden aus strategischen Gründen in Mühldorf behandelt

Laut Klinik-Sprecher Mike Schmitzer ist die Verteilung der Patienten auf die verschiedenen Häuser eine strategische Entscheidung des Krisenstabs. „Das liegt unter anderem daran, dass in Mühldorf die Pneumologie verortet ist und die Strukturen aus den vorhergehenden Wellen vorhanden sind.“ Das InnKlinikum sei aber gerade dabei, die Corona-Kapazitäten an den Standorten Burghausen und Altötting massiv zu erweitern.

Keine neuen Todesfälle

Neue Todesfälle melden die Kliniken trotz der hohen Belegung und der hohen Inzidenz auch am Donnerstag nicht.

Allerheiligen soll stattfinden

Im vergangenen Jahr fiel an Allerheiligen in zahlreichen Pfarreien der gemeinsame Gräbergang wegen Corona aus. Zu eng wären die Angehörigen an den Gräbern gestanden. Zu unsicher war man im Umgang mit dem Virus.

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Heuer sollen Katholiken trotz hoher Inzidenzzahlen ihren Verstorbenen am 1. November wieder im großen Kreis gedenken können. Dafür gelten die aktuellen Regelungen der Bayerischen Staatsregierung sowie des Bistums München.

Regeln für den Gräberbesuch an Allerheiligen

Landkreisdekan Pater Ulrich Bednara vom Pfarrverband Gars sieht dem Allerheiligentag gelassen entgegen. „Wir haben uns nicht landkreisweit abgesprochen, aber es wird wohl überall so sein, dass wir die Allerheiligen-Andacht im Freien direkt auf den Friedhöfen abhalten“, erklärt er. „Die Segnung der Gräber mit dem Gang durch die Reihen findet wie gewohnt statt.“

Die Maske bleibt auf

Die Besucher müssen allerdings auf dem Weg über den Friedhof und am Grab Maske tragen. „Es geht nicht anders“, so der Geistliche. „Der Abstand zwischen den Gräbern ist geringer als 1,50 Meter und bei der großen Anzahl an Besuchern müssen wir auf dem Tragen einer Maske bestehen.“

Weitere Nachrichten aus dem Landkreis Mühldorf

„Die regulären Feiertagsgottesdienste an Allerheiligen werden mit den üblichen Zulassungsbeschränkungen in den Kirchen gefeiert“, so Pater Bednara. Dort muss jeder ab dem sechsten Lebensjahr eine medizinische Gesichtsmaske tragen. Diese darf erst am festen Platz abgelegt werden, wenn der Mindestabstand gewahrt wird.

Corona könnte Besucher abhalten

Wie schon im vergangenen Jahr werden aufgrund der hohen Infektionszahlen einige Hinterbliebene ihren Friedhofsbesuch an Allerheiligen auf eine andere Tageszeit oder einen anderen Tag verschieben.

Das dürfte besonders im Landkreis Mühldorf ein Thema sein. Bednara: „Wie unser Landrat meinte, haben wir auch weiterhin gute Chancen bei den Inzidenzzahlen bundesweit auf Platz eins zu bleiben.“

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