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Tierschutz unter Druck

Geld wird knapp, Kosten bleiben: Tierheime in Waldkraiburg und Winhöring leiden unter Corona

Wenn Mensch und Tier in Not geraten, ist Manuela Gyimes mit ihrem Team vom Tierheim zur Stelle.
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Wenn Mensch und Tier in Not geraten, ist Manuela Gyimes mit ihrem Team vom Tierheim zur Stelle.

Viele Einnahmequellen brechen in Zeiten von Corona weg, der Aufwand für die Betreuung von Hunden, Katzen und anderen Tieren wird dagegen nicht geringer. Die Tierheime in Waldkraiburg und Winhöring geraten deshalb immer mehr unter Druck.

Waldkraiburg/Winhöring – Da kommt Manuela Gyimes, Vorsitzende des Tierschutzvereins Waldkraiburg und Umgebung, sofort auf den Punkt: „Finanziell durchleben wir gerade eine sehr schwierige Zeit. Sämtliche Veranstaltungen, die normalerweise Geld in unsere Kasse spülen, fallen aufgrund der Corona-Pandemie ins Wasser. Und das nicht erst seit gestern“. Die geplante Haussammlung sei ebenfalls Opfer der Krise geworden. Was den Mitarbeitern des Tierheims besonders schwer fällt: Sie müssen auf ihren Stand am Wochenmarkt verzichten. Dort wurde stets erfolgreich Selbstgemachtes für des Tierheims verkauft. Zudem leistete das Team auf dem Markt wichtige Informationsarbeit.

Auf Futterpaten ist Verlass

Mit beiden Tätigkeiten ist seit der Pandemie Schluss. Mit den Kosten, die im Tierheim in Pürten anfallen, nicht. Die bleiben. Und gerade die alte Heizung in der Tierherberge benötige im Winter sehr viel Öl. Gyimes und ihre Kollegen hoffen auf Spenden aus der Bevölkerung. „Wir wollen doch in diesem Jahr unseren so dringend benötigten Tierheim-Neubau starten“, sagt sie.

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Die Futtertröge für die zehn Hunde, 15 Katzen sowie sechs Kleintiere sind allerdings gut gefüllt. Neben stets präsenten „Futterpaten“ haben sich laut Gyimes gerade über Weihnachten viele Tierfreunde großzügig gezeigt. „Wir wurden gut mit Futter und Sachspenden unterstützt.“

Wenn Mensch und Tier in Not geraten, ist Manuela Gyimes mit ihrem Team vom Tierheim zur Stelle.

Tiervermittlung läuft weiter

Obwohl das Tierheim aufgrund der aktuellen Lage für Besucher geschlossen ist, finden nach vorheriger Absprache Tiervermittlungen statt. Das funktioniere relativ gut und stressfrei. Geraten Mensch und Tier in Not, so sind Gyimes und ihre Mitstreiter selbstverständlich zur Stelle. „Wir nehmen nach wie vor Fundtiere aus unseren Gemeinden auf. Auch für Tiere, die nicht mehr bei den Besitzern bleiben können, haben wir ein Plätzchen“, verspricht sie.

Und das, obwohl ihre Mannschaft ziemlich dezimiert ist. Das Tierheim muss aus Sicherheitsgründen nämlich auf die meisten ehrenamtlichen Mitarbeiter verzichten.

Auch Winhöring klagt über finanzielle Einbußen

Marie Hund, Leiterin des Tierheims in Winhöring, klagt ebenfalls über finanzielle Einbußen. Obwohl es so genannte „Standard-Spender“ gibt, fehlen hauptsächlich Veranstaltungen, die sonst Geld einbringen. „Gerade der Tag der offenen Tür ist für unsere Tiere in Sachen Spenden immer bestens gelaufen“, weiß Marie Hund aus Erfahrung, die froh ist, dass wenigstens die Tiervermittlung problemlos über die Bühne geht.

Gerade Katzen könnten zurzeit gut an neue Besitzer überbracht werden.

Vermehrte Kontrollen von illegalen Tiertransporten

Corona hinterlässt auch bei Tiertransporten seine Spuren. In diesem Fall ist es jedoch positiv zu werten, da nach ihren Worten vermehrt Kontrollen stattfinden. „Oftmals sind Welpen Opfer illegaler Transporte“, bedauert sie. Wie eine Mitarbeiterin berichtet, leben momentan 17 Welpen aus illegalen Transporten in Winhöring. „Die Tiere sind teils sehr krank“, sagt sie. Manche würden sogar sterben. Das Dilemma: Einige der kleinen Lebewesen müssen an die Besitzer zurückgegeben werden. Andere darf das Tierheim aber an neue Besitzer vermitteln.

Rüde Boomer sucht ein neues Zuhause

Nach wie vor vermittelt das Tierheim Pürten Hunde und Katzen. Zum Beispiel sucht das Team ein neues Zuhause für „Boomer“. Wer könnte seinem Blick widerstehen? Der neunjährige, etwa 60 Zentimeter große Rüde, hatte sein bisheriges Zuhause aus gesundheitlichen Gründen verloren.

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Jetzt hofft er, bald wieder ein Herrchen oder Frauchen zu finden. Boomer braucht ganz viel Nähe, sagen seine Betreuer im Tierheim. Rüden und kleine Hunde sind nicht sein Ding. Katzen kennt er. Er ist mit zwei Katzen aufgewachsen. Interessenten können unter Telefon 01 73/6222083 Näheres erfahren. hg

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