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Für gestrichene Märkte im Lockdown

Haag: Zusätzlicher Marktsonntag am 18. Juli

Thomas Sax von „Haag aktiv“ will mit dem Ersatzmarkt am Sonntag, 18. Juli, richtig was aufziehen.
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Thomas Sax von „Haag aktiv“ will mit dem Ersatzmarkt am Sonntag, 18. Juli, richtig was aufziehen.

Den Haager Gewerbetreibenden waren heuer durch die Krisenverordnung zwei Märkte gestrichen worden. Nun beantragte Thomas Sax für „Haag aktiv“ einen Ersatzmarkt für den Juli. Der Gemeinderat beschloss einstimmig volle Unterstützung.

Haag – Der Fastenmarkt und der Pfingstmarkt seien heuer ausgefallen, berichtete Bürgermeisterin Sissi Schätz vorweg zur Sitzung im Bürgersaal.

Formalien und Fieranten sind Thema

So beantragte der Werbering „Haag aktiv“ einen zusätzlichen Marktsonntag „außerhalb der in der Satzung genannten Termine“. Zur näheren Erläuterung bat sie „Haag aktiv“-Chef Thomas Sax ans Mikrofon. Er nannte als Termin Sonntag, 18. Juli, und verband damit die Hoffnung auf eine Freigabe durch das Wirtschaftsministerium.

Zum Markt öffnen die Geschäfte von 12.30 bis 17 Uhr. Wenn ein zusätzlicher Sonntag dafür nicht genehmigungsfähig sei, wolle man als Plan B für den Samstag davor, 17. Juli, eine Veranstaltung durchführen.

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Sie soll auf abgegrenzter Fläche auf dem Marktplatz stattfinden und den Geschäften die Möglichkeit zum Öffnen bieten. Dazu plane man Attraktionen für die Bevölkerung: „Wir ziehen richtig was auf.“

Werbekonzept wird aufgestellt

„Grundsätzlich sind wir dafür sehr offen“, so Bürgermeisterin Sissi Schätz. Schwierig werde es, Fieranten zu diesem Termin anzuwerben: „Heuer ist alles anders. Das müssen wir erst abfragen.“ Das Werbekonzept wollen „Haag aktiv“ und die Gemeinde gemeinsam aufstellen. Bei gegebener Möglichkeit solle dann auch eine Satzungsänderung vorgenommen werden.

Egon Barlag (Freie Wähler) befürwortete den Vorschlag, betonte aber, dass es sich um keinen zusätzlichen Markt handle, sondern um das Nachholen eines ausgefallenen Marktes. Grundsätzlich stelle sich da die Frage: „Warum soll ein Ersatzmarkt nicht möglich sein?“ Die allgemeine Situation biete keinen Anlass zu Bedenken oder Absage.

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Vorsichtiger hatte sich vorweg dazu das Landratsamt geäußert, dem der Antrag zur rechtlichen Prüfung vorgelegt worden war. Man bezweifelte, dass an einem Sonntag die Öffnung der Geschäfte „aus rechtlichen Gründen“ möglich sei. Der Rat der Behörden lautete: „Anstatt eines sonntäglichen Marktes eine Aktivität an einem Samstag unter Ausnutzung der möglichen Ladenöffnungszeiten zu veranstalten.“ Dafür sei eine temporäre Sperrung der Hauptstraße und Ausweitung des gastronomischen Angebots in Aussicht zu stellen.

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Die offizielle Betitelung des Marktes heißt laut Satzung „Zusatzmarkt“, erläuterte Thomas Sax. Zweiter Bürgermeister Stefan Högenauer folgerte: „Als Markt und als Gemeinderat müssen wir das unterstützen.“ Die Gemeinde habe „Haag aktiv“ Unterstützung zugesagt. Da dürften eventuelle Satzungsänderungen nicht zum Problem werden, sondern als Formalien geregelt werden. Weiter verwies er auf das Konzept, das den Behörden vorzulegen sei.

„Gestohlene Termine“ jetzt nachholen

Dieses Konzept habe Thomas Sax bereits in der Schublade, berichtete Bürgermeisterin Sissi Schätz.

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Hans Urban (CSU) stimmte zu: „Wir müssen alles machen, was möglich ist.“ Dritter Bürgermeister Dr. Florian Haas (PWG) empfahl mit Eva Rehbein (SPD) die Wahrnehmung des unproblematischeren Samstagtermins.

„Gestohlene“ Märkte zurückerhalten

Deutlicher wurde Herbert Zeilinger (WfH). Man müsse den „Politikern in der höheren Lage auf die Eisen steigen“. Die Haager müssten die Märkte, die man ihnen „gestohlen“ habe, zurückerhalten.

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