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Wälder fest im Blick

Holzdiebe im Landkreis Mühldorf – Wie sich Staatsforsten und Waldbesitzer dagegen schützen

Am Waldrand aufgestapelte Baumstämme können angesichts steigender Energiepreise Begehrlichkeiten wecken. Selbstbedienung ist aber keine gute Idee, denn die Wälder im Landkreis stehen unter ständiger Beobachtung.
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Am Waldrand aufgestapelte Baumstämme können angesichts steigender Energiepreise Begehrlichkeiten wecken. Selbstbedienung ist aber keine gute Idee, denn die Wälder im Landkreis stehen unter ständiger Beobachtung.

Angesichts steigender Energiepreise wecken am Waldrand aufgestapelte Baumstämme bei manchem Holzofenbesitzer Begehrlichkeiten.

Mühldorf am Inn – Holzdiebstahl im Staatsforst im Landkreis Mühldorf?

„Habe ich in den siebzehn Jahren, die ich im Forstbetrieb bin, nur einmal erlebt“, so Dr. Heinz Utschig, Forstbetriebsleiter der Bayerischen Staatsforsten in Wasserburg und damit zuständig für den Mühldorfer Forst. Und sogar in dem einen „Fall“ hatte ein Waldkraiburger eher etwas falsch aufgeladen als vorsätzlich stehlen wollen.

Es ist immer jemand unterwegs

Dr. Heinz Utschig, Forstbetriebsleiter der Bayerischen Staatsforsten in Wasserburg.

Von Problemen seiner Amtskollegen in Franken mit Holzdiebstählen habe Utschig gehört. Da seien gleich zwei Lkw-Ladungen spurlos verschwunden. Aber trotz steigender Energie- und Holzpreise sei Holzklau in kleinem oder großen Stil für die Staatsforsten Wasserburg derzeit kein Problem.

Geschlagenes und zum Abtransport gestapeltes Holz aus dem Forst zu klauen, lohne sich gleich zweifach nicht. „Erstens ist das Holz noch feucht und brennt nicht“, so Utschig. „Brennholz muss rund zwei Jahre getrocknet werden.“ Zweitens, bliebe ein solcher Diebstahl keinesfalls unentdeckt. Denn viele Leute passen im Wald auf das Holz auf. „Auch wenn man sich im Wald allein fühlt, hat immer ein Jäger, Förster, Waldarbeiter oder Spaziergänger ein Auge auf das zwischengelagerte Holz“, weiß der Forstfachmann. „Vor allem die Selbstwerber, die sich mit unserer Erlaubnis Holz selbst schneiden, passen höllisch darauf auf, dass ihnen nicht ein Ast wegkommt.“

Zudem dürfe im Forst ohne Berechtigungsschein kein Auto fahren. Wer da erwischt wird, bekommt sofort eine Anzeige. Wenn dann noch ein Anhänger voller Holz dran hänge, sei die Diebstahlsanzeige bei der Polizei nur noch reine Formsache.

Aber nicht nur die Tatsache, dass immer jemand im Wald unterwegs sei, schütze das Holz. Die Bayerische Staatsforsten könnte auch noch andere Sicherungssysteme einsetzen.

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„Käme öfters Holz weg, dann haben wir auch noch die böse Einrichtung, dass wir GPS-Tracker an unser Holz anbringen können“, verrät Dr. Utschig. Dazu werde ein kleiner Apparat in ein Loch im Stamm platziert. „Wird das Holz bewegt, geht der Sender los und übermittelt uns den Transportweg oder den neuen Standort.“

Auch die Waldbesitzervereinigung WBV Mühldorf gibt Entwarnung. „Uns ist aktuell kein einziger Fall von Holzdiebstahl in den Mühldorfer Privatwäldern bekannt“, versichert Johannes Halsbeck, stellvertretender Geschäftsführer und WBV-Förster. „Samma froh, dass so was bei uns ned vorkimmt.“

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