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Keine Wiesn 2021

„Obg’sogt is!“ Stadt Mühldorf sagt auch das alternative Volksfest ab

Dicht gedrängt im Wiesn-Zelt, hier beim Hammerwirt: Auch in diesem Jahr wird es ein solches Bild nicht geben. Am Mittwoch hat die Stadt Mühldorf das Volksfest abgesagt, beruft sich dabei auf das Infektionsschutztgesetz und das nach wie vor dynamische Infektionsgeschehen.
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Dicht gedrängt im Wiesn-Zelt, hier beim Hammerwirt: Auch in diesem Jahr wird es ein solches Bild nicht geben. Am Mittwoch hat die Stadt Mühldorf das Volksfest abgesagt, beruft sich dabei auf das Infektionsschutzgesetz und das nach wie vor dynamische Infektionsgeschehen.

Alle Bemühungen, ein alternatives Volksfest auf die Beine zu stellen, hatten keinen Erfolg: Auch heuer wird es nichts mit dem Mühldorfer Traditionsvolksfest. Das teilte die Stadt Mühldorf Mittwochmittag in einer gemeinsamen Presseerklärung mit dem Landratsamt Mühldorf mit. Das sind die Gründe.

Mühldorf – Als Grund für die Absage wird die 13. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung angeführt, die öffentliche Festivitäten derzeit generell untersagt. Die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung ist zum aktuellen Zeitpunkt auch nach einer Auskunft der Regierung von Oberbayern infektionsschutzrechtlich nicht vertretbar, heißt es dazu aus dem Rathaus in Mühldorf.

Fest ist mit infektionsschutzrechtlichen Vorgaben nicht vereinbar

„Es ist sehr schade, wir haben alles versucht, aber ein alternatives Fest ist mit den derzeitigen infektionsschutzrechtlichen Vorgaben nicht vereinbar“, bedauert Mühldorfs Bürgermeister Michael Hetzl (UM). Wie die Situation Ende August aussehe, könne derzeit niemand beantworten und deshalb gäbe es auch kein „grünes Licht“ für ein solches Fest.

„Wir haben bis zum letztmöglichen Zeitpunkt alles versucht, aber uns läuft die Zeit davon“, so Hetzl weiter. Der reguläre Termin für die Mühldorfer Wiesn wäre vom 27. August bis 6. September gewesen. Es habe viele gemeinsame intensive Gespräche gegeben, aber die Durchführung eines Volksfestes sei im Moment nicht realistisch.

Veranstaltung erfordert großen Vorlauf

„Alle Akteure sind übereinstimmend zum Schluss gekommen, dass wir nun absagen müssen“, so Hetzl weiter. „Weiter abzuwarten, wie sich die gesetzlichen Vorgaben im Juli entwickeln, ist aufgrund des großen Vorlaufs einer solchen Veranstaltung nicht möglich.“

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Und auch Kulturamtsleiter Walter Gruber betont: „Wir haben alles bis ins letzte Detail durchgeplant und versucht, gemeinsam eine Lösung zu finden. Aber wenn wir keine behördliche Genehmigung bekommen, hilft es leider nicht.“ Ein weiteres Abwarten sei nicht möglich, da die Brauereien, der Festwirt und die Schausteller Planungssicherheit brauchen.

Den Traum von der großen Wiesn hatte die Stadtverwaltung schon vor Wochen zu den Akten gelegt. Ein Zusammensein von 250.000 Menschen, dicht gedrängt in Zelten und auf Wiesngassen war ohnehin undenkbar. Deshalb gab es Überlegungen für ein kleineres Volksfest mit nur einem Zelt, überschaubaren Besucherzahlen und einigen Fahrgeschäften.

Landrat Heimerl: Corona-Lage unter Kontrolle, aber nicht stabil

Für Landrat Max Heimerl (CSU) ist zum jetzigen Zeitpunkt diese Entscheidung zwingend. Die derzeit geltende Verordnung lässt keine öffentlichen Festivitäten zu und dazu zählt ein Volksfest. Wann und ob es weitergehende Öffnungen oder ein bayernweites Konzept für Großveranstaltungen geben wird, ist derzeit noch nicht absehbar.

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„Wir sind momentan in der erfreulichen Situation, dass die Corona-Lage unter Kontrolle ist, aber sie ist noch nicht stabil.“ Die Erfahrungen aus der Vergangenheit hätten gezeigt, dass das Pandemiegeschehen dynamisch und unkalkulierbar ist.

Auch mögliche Virus-Varianten spielten bei der Entscheidung eine Rolle

Aufgrund dieser Unwägbarkeiten, und auch vor dem Hintergrund der weiteren Entwicklung bei den Virus-Varianten, sei es laut Heimerl derzeit nach wie vor sehr schwierig, vorauszuplanen und größere Veranstaltungen mit hohem planerischen und finanziellem Aufwand zu organisieren. „Aus jetziger Sicht wäre ein Volksfest nicht zu verantworten!“ Und so hoffen die Verantwortlichen von Stadt und Landkreis nun auf ein Volksfest im Jahr 2022.

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