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Bauarbeiten laufen

Warum es in Kraiburg zwei Spatenstiche für ein Naturbad statt eines Freibads gegeben hat

Bis Ende August soll das Kraiburger Naturbad fertig sein, am Donnerstag gingen die Arbeiten mit dem Spatenstich von Thomas Einwang vom Mühldorfer Netz (von links), Bürgermeisterin Petra Jackl, Andreas Bauer von der gleichnamigen Baufirma, Josef Wimmer, Vorsitzender vom Förderverein und Planer Klaus Schmitt offiziell los.
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Bis Ende August soll das Kraiburger Naturbad fertig sein, am Donnerstag gingen die Arbeiten mit dem Spatenstich von Thomas Einwang vom Mühldorfer Netz (von links), Bürgermeisterin Petra Jackl, Andreas Bauer von der gleichnamigen Baufirma, Josef Wimmer, Vorsitzender vom Förderverein und Planer Klaus Schmitt offiziell los.

„Jetzt geht‘s los“, freute sich Bürgermeisterin Petra Jackl. Damit kann der Bau des Kraiburger Naturbads nun wirklich starten. Denn gerade einmal elf Monate ist es her, als schon einmal die Spaten in die Erde gesteckt wurden.

Kraiburg – Viel Geduld und Spucke habe ihr Amtsvorgänger Dr. Herbert Heiml gebraucht, um die Fördermittel zu beschaffen, sagte Bürgermeister Petra Jackl beim Spatenstich Ende der Woche. Aus unterschiedlichen Gründen kam es beim Bundeszuschuss immer wieder zu Verzögerungen. Erst kurz vor seinem Amtsende als Bürgermeister hatte Heiml die Zusage aus Berlin bekommen. Noch in seiner Amtszeit den ersten Spatenstich zu setzen, war für ihn eine Herzenssache.

Planer für die Ausschreibung

Doch die Freude war etwas verfrüht, weshalb die Arbeiten am Naturbad kurz darauf wieder ruhen mussten: „Wir brauchen zuerst einen Planer für die Ausschreibung, um die Auszahlung der Fördermittel nicht zu gefährden“, erklärte Bürgermeisterin Petra Jackl im vergangenen Sommer dem Gemeinderat. Die Planung hatte daraufhin das Planungsbüro Wasserwerkstatt Bamberg übernommen, sodass am Donnerstag der zweite erste Spatenstich gesetzt werden konnte. Petra Jackl hob die Mitarbeit vieler hervor: Der Gemeinderat, ohne dessen Beschlüsse es das Naturbad nicht geben würde, der Förderverein „Naturbad“, der sich mit Hartnäckigkeit eingebracht hat, das Planungsbüro und die Baufirma Bauer sowie Thomas Einwang und Sascha Schürer vom Mühldorfer Netz, die das Projekt für eine Leader-Förderung befürwortet haben.

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Jetzt laufen die Arbeiten. Der Bagger ist im ehemaligen Becken des Freibads zugange, Laster laden Kies ab, an den Seiten häufen sich die Reste des ehemaligen Schwimmbeckens. Seit 2015 ist das ehemalige Freibad in Kraiburg geschlossen. Die genauen Pläne hat der Gemeinderat im Herbst vergangenen Jahres abgesegnet. Bis Ende August soll alles fertig sein, der Badebetrieb wird wohl aber erst im nächsten Jahr starten. Was aber noch öffnen wird: der Kiosk und der Bachlauf. „Für den Kiosk sucht die Gemeinde einen Pächter“, sagt Petra Jackl. Damit könnten zum Ende des Sommers Kinder am Wasserlauf spielen, während sich die Eltern Kaffee und Kuchen am Kiosk kaufen.

Mehr Liegewiese statt Soccerplatz

Nicht länger verfolgt die Gemeinde die Pläne für ein angegliedertes Freizeitgelände. „Wir brauchen den Platz als Liegewiese. Es ist zu erwarten, dass das Naturbad gut angenommen wird“, erklärte Petra Jackl den jüngsten Entschluss des Gemeinderats. Statt eines Soccerplatzes will man mehr Liegewiese schaffen, eine zweite Toilette mit Umkleide ist denkbar.

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Insgesamt investiert die Gemeinde rund 1,14 Millionen Euro in die Neugestaltung des ehemaligen Freibads. Dabei profitiert die Gemeinde von zwei Förderungen: Zum einen 289 800 Euro aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ und zum anderen eine Leader-Plus-Förderung von 200 000 Euro, befürwortet vom Mühldorfer Netz.

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