TV-Show auf ProSieben

Der erste Liebling ist schon raus –„The Masked Singer“ wieder mit Kostümen aus Mühldorf

Sie stecken zwar nicht in, aber hinter den Masken: Marianne Meinl (links) und Alexandra Brandner in ihrem Atelier in Mühldorf. Die Fotos an der Wand zeigen prominente Künstler, für die die beiden Frauen in der Vergangenheit gearbeitet haben.
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Sie stecken zwar nicht in, aber hinter den Masken: Marianne Meinl (links) und Alexandra Brandner in ihrem Atelier in Mühldorf. Die Fotos an der Wand zeigen prominente Künstler, für die die beiden Frauen in der Vergangenheit gearbeitet haben.

Leid tut es Gewandmeisterin Alexandra Brandner jedes Mal, wenn eine ihrer Masken gehen muss. Denn sie und ihre MItarbeiter haben Herzblut in den Bau der Kostüme gesteckt. Zum Auftakt erwischte es das etwas beleidigte Schweinchen. Für andere aber geht die Reise am Rhein weiter, die am Inn begonnen hat.

Mühldorf – Alexandra Brandner ist gerade im Auto unterwegs von Köln nach Mühldorf, von einer maskierten Sängershow zur nächsten. Die Gewandmeisterin klingt begeistert: „Das war richtig aufregend“, sagt sie über den vergangenen Abend, an dem ihre Masken zur Premiere auf der Bühne standen. Zum vierten Mal sendet Pro Sieben „The Masked Singer“, zum vierten Mal kommen die mit dem Deutschen Fernsehpreis prämierten Kostüme aus Mühldorf.

„Wir hatten über zwölf Prozent“, jubelt Brandner und meint den Marktanteil, den 3,5 Millionen Zuschauer dem Sender nach eigenen Angaben und Brandners Masken bescherte. Für die Zuschauer geht es darum, gemeinsam mit einer Jury zu erraten, welcher Sänger sich unter den Masken verbirgt, für Brandner und ihre Kolleginnen, wie ihre Kostüme funktionieren.

Denn die sind heuer anders als in den Vorjahren. Sie sind größer als bisher. „Und das ist schwierig für den, der sie trägt.“ Bei einem Durchmesser von eineinhalb Metern hätten die Sänger ein schlechtes Gefühl dafür, wie groß sie sind. „Es ist aber prima gelaufen“, sagt sie.

Die Masken sind heuer viel größer

Katrin Müller-Hohenstein und das beleidigte Schweinchen. dpa/picture alliance

Das gilt allerdings nicht zu 100 Prozent für das Kostüm, das als erstes aus dem Rennen flog: Das Schweinchen. Brandner hatte die Figur besonders ins Herzen geschlossen, weil sie anders ist als die anderen. „Es hat ein bisschen beleidigt geschaut“, sagt sie. Genutzt hat es dem Schweinchen nichts, es flog in der ersten Runde raus, Sportmoderatorin Katrin Müller-Hohenstein fand mit ihrer Interpretation von Bob Marleys Sun is Shining nicht genügend Anhänger.

Wen die Zuschauer bevorzugen werden, will Brandner heuer nicht vorhersagen. „Die Kostüme sind komplett anders als sonst“, deshalb sei die Prognose so schwer. Ihre Favoriten stehen aber fest: der Flamingo und die verwegene Schildkröte, die als Pirat Bühnenkarriere machen will.

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In Gedanken schon bei der nächsten Show

Brandners Liebling und Mitfavorit: Die Schildkröte, ein Pirat der sieben Meere.

Während Brandner am Telefon aus dem Auto davon erzählt, sind ihre Gedanken eigentlich schon zurück im heimischen Atelier in der Mühldorfer Altstadt. Denn dort wartet auf sie und ihre zehn Mitarbeiter der nächste Großauftrag für eine Fernsehshow: Die belgische Ausgabe der verkleideten Sänger beginnt Mitte Mai , ebenfalls mit Kostümen vom Inn.

Die OVB-Themenseite zu „The Masked Singer“

Der tägliche Coronatest

So ist die Gewandmeisterei Brandner trotz Corona gut ausgelastet. Bis Ende des Jahres ist das Auftragsbuch voll. Zuletzt standen die Dreharbeiten für einen Werbefilm auf dem Programm. Um trotz der Reisen auf der sicheren Seite zu stehen, werden die Mitarbeiter fast ständig auf Corona getestet. „Da sind die Studios sehr hinterher“, sagt Brandner. „Und wir wissen täglich den neuesten Stand.“

Masked Singer läuft an jedem Dienstagabend um 20.15 Uhr auf ProSieben.

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