Versammlung in Waldkraiburg

Rund 60 Querdenker protestierten gegen staatliche Corona-Politik

Rund 60 Querdenker protestierten gegen staatliche Corona-Politik in Waldkraiburg
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 Ist bei den Anti-Corona-Aktionen in Waldkraiburg die Luft raus? Bei den Protestkundgebungen gegen den ersten Lockdown im Frühsommer waren deutlich mehr Teilnehmer auf dem Volksfestplatz

Waldkraiburg – Die Luft scheint raus zu sein, bei den Anti-Corona-Aktionen in Waldkraiburg. Rund 60 Teilnehmer kamen am Freitagnachmittag zur ersten Demo der Querdenker-Organisation am Volksfestplatz.

Nahezu transparentfrei, ohne Masken, aber mit Mindestabstand versammelten sich die Pandemie-Leugner auf der Festwiese. Im Frühsommer waren bei den Protestkundgebungen gegen den ersten Lockdown noch deutlich mehr Teilnehmer.

Franz Stemmer aus Haag, der als Versammlungsleiter fungierte, hatte die Kundgebung angemeldet, bei der einmal mehr die Maßnahmen der Regierungen gegen die Pandemie, insbesondere die Maskenpflicht, und die Einschränkungen der persönlichen Freiheiten durch die Infektionsschutzgesetzgebung und staatliche Verfügungen massiv kritisiert wurden.

Mit einer Unterschriftenaktion riefen die Organisatoren um den Sprecher der Querdenker-Organisation Landshut, Bernd Thomas Dreyer, zur Abberufung des bayerischen Landtags auf. Die Redebeiträge aus der Teilnehmerrunde attackierten unter Beifall scharf die Politiker in Berlin und München. Einen Kontrapunkt setzte der Waldkraiburger Hartmuth Lang.

Der Vorsitzende des Vereins für Demokratie „Mühldorf ist bunt“ kam seinerseits mit Unterschriftenlisten zur Demo und forderte alle Pandemie-Leugner vom Podium aus dazu auf, für den Fall einer schweren Covid-19-Erkrankung eine Verzichtserklärung auf ein Beatmungsgerät zu unterschreiben. Das sei doch nur konsequent.

Die Polizei, die mit mehreren Fahrzeugen vor Ort war, musste nicht eingreifen. Es habe keine besonderen Vorkommnisse gegeben, stellte der Waldkraiburger Polizeichef Georg Deibl auf Anfrage fest. 

hg 

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