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Corona lässt Anzahl von Delikten sinken

Weniger Straftaten, mehr Aufklärung: Polizei Waldkraiburg teilt Kriminalitätsstatistik für 2021

Die Polizeiinspektion Waldkraiburg teilt die Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2021. Die Corona-Pandemie wirkte sich im Jahr 2021 unter anderem stark auf die Anzahl der Straftaten aus.

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Waldkraiburg – Für den Dienstbereich der Polizeiinspektion Waldkraiburg (Stadt Waldkraiburg, Markt Kraiburg am Inn, Gemeinden Aschau am Inn, Jettenbach, Taufkirchen und Unterreit) fließen im Jahr 2021 insgesamt 1224 Straftaten in die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) ein. Im Vorjahr waren es 1580 Taten, das bedeutet einen Rückgang um 356 Fälle bzw. 22,5 Prozent. Die Aufklärungsquote liegt bei 74,7 Prozent und konnte nochmals (Vorjahr 74,4 Prozent) gesteigert werden.

EPHK Georg Deibl, Leiter der Polizeiinspektion Waldkraiburg: „Natürlich hat sich auch 2021 die Corona-Pandemie auf die Kriminalitätsentwicklung ausgewirkt und die Kriminalitätsbelastung auf historisch niedrige Werte sinken lassen. Gleichzeitig konnte die hervorragende Aufklärungsarbeit vom Vorjahr bestätigt werden.“

Vergleich der Gesamtstatistik mit dem Stadtgebiet in den letzten zehn Jahren

Aufklärungsquote

Von den 1224 Straftaten konnten 914 Taten aufgeklärt werden. Die Aufklärungsquote liegt bei 74,7 Prozent damit deutlich über dem bayernweiten Durchschnitt von 66,9 Prozent.

Herausragende Delikte

Nach wie vor bilden die Diebstahlsdelikte mit 337 Fällen (Vorjahr 380) und einem Anteil von 27,5 Prozent den Schwerpunkt der Gesamtkriminalität. In diesem Bereich ergab sich eine Verringerung der Fallzahlen um 11,3 Prozent. Im Dienstbereich wurden vier Wohnungseinbrüche (Vorjahr zehn) registriert, wobei zwei im Versuchsstadium scheiterten und zwei Fälle aufgeklärt werden konnten. Ein Einbruch ereignete sich in Waldkraiburg, drei im restlichen Dienstbereich.

Die Zahl der Fahrraddiebstähle fiel auf 66 Fälle (Vorjahr 87) um 24,1 Prozent. Auffällig ist weiterhin, dass gezielt hochwertige Räder angegangen wurden. Grundsätzlich ist festzustellen, dass oftmals keine geeigneten Sicherungssysteme verwendet worden sind.

Die Zahl der Ladendiebstähle ist mit 84 Taten (86) nahezu unverändert. Innerhalb der Deliktsgruppe Diebstahl fiel der Anteil der schweren Diebstähle auf 101 (154) um 34,4 Prozent. Die Aufklärungsquote blieb in dieser Untergruppe auf 37,6 Prozent (37,7 Prozent) unverändert gut.

Die Straftaten gegen das Leben reduzierten sich auf einen (sieben) Fall, der geklärt werden konnte. Die Rohheitsdelikte blieben mit 236 (238) Fälle unverändert. Die Aufklärung ist hier mit 96,2 Prozent hoch. Die unter anderem darin enthaltenen Delikte der gefährlichen und schweren Körperverletzungen verringerten sich weiter von 39 auf 32 Taten um 18 Prozent bzw. sieben Fälle.

Im Segment der Vermögens- und Fälschungsdelikte, werden z.B. Betrugsdelikte oder Unterschlagungen sowie Taten im Internet erfasst. Hier ist eine Verringerung um 62,4 Prozent auf 111 (295) Fälle zu registrieren. Die Deliktspalette der rund um das Internet begangenen Straftaten verteilt sich auf die verschiedensten Deliktsgruppen. Unter anderem unterscheiden wir Datenveränderung, Computersabotage, Abfangen von Daten, aber auch Callcenter-Betrug, Betrugsdelikte im Zusammenhang mit Online-Shops oder -Aktionen. Auch Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, Beleidigungen oder Betäubungsmitteldelikte werden Online begangen.

PHK Dietmar Meißner: „Die Zahlen in der PKS spiegeln nur einen Bruchteil der tatsächlichen Cybercrime- und Internet-Delikte wider. Grund hierfür ist, dass die Täter sehr häufig aus dem Ausland agieren und somit nicht in der PKS erfasst werden. Zudem werden wenige der Versuchstaten angezeigt und somit besteht ein erhebliches Dunkelfeld“.

Bei der Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität verringerten sich die Fallzahlen von 215 auf 148 Fälle mit einer Aufklärungsquote von 92,6 Prozent. Die Gesamtzahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (hierzu zählen unter anderem sexuelle Nötigung, Missbrauch von Kindern) ist von 30 auf 38 Fälle gestiegen. Durch die mobile Internetnutzung werden die pornografischen Inhalte besonders auch durch Jugendliche und Kinder verteilt. Die Zahl dieser Delikte stieg auf 17 (fünf) Fälle bei einer Aufklärungsquote von 94,1 Prozent an.

Kriminalitätsstruktur der Polizei Waldkraiburg aus 2021

Häufigkeitszahl

Die Häufigkeitszahl (rechnerischer Wert, der sich aus der Anzahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner zusammensetzt) liegt in der Stadt Waldkraiburg bei 3754 (Vorjahr 5035). Bei 26.076 (25.699) Einwohnern kommen im Verhältnis also auf 1000 Einwohner der Stadt Waldkraiburg knapp 38 (50) Straftaten.

Für Bayern beläuft sich diese berechnete Kriminalitätsbelastung auf 3869 Straftaten je 100.000 Einwohner, im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd bei 3958 Fällen.

Tatverdächtige

Die für den Dienstbereich der Polizei Waldkraiburg ermittelten 685 (854) Tatverdächtigen teilen sich in 75,3 Prozent Männer und 24,7 Prozent Frauen. Die Anzahl der delinquenten Kinder ist mit 39 (34) und im Bereich der Jugendlichen mit 79 (63) leicht gestiegen. Die Erwachsenen und Heranwachsenden (18-21 Jahre) wurden mit 567 Personen (757) registriert.

244 oder 35,6 Prozent (Bayern 37,9 Prozent) der 685 ermittelten Personen besitzen keine deutsche Staatsangehörigkeit (ohne ausländerrechtliche Verstöße). Von allen ermittelten Tatverdächtigen war bei 74 (10,8 Prozent) Personen bekannt, dass diese harte Drogen konsumieren. 71 (10,4 Prozent) der ermittelten Tatverdächtigen standen unter Alkoholeinfluss.

Zuwanderer

Die durch Zuwanderer begangenen Straftaten sanken auf 69 (122) Fälle weiter um 43,5 Prozent. Zuwanderer waren in zwei Fällen (vier) an Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, an 12 (17) Ladendiebstählen, zwei (null) Fahrraddiebstählen, zehn (12) Rauschgiftdelikten und an drei (null) Fällen, die der Straßenkriminalität zugeordnet werden, beteiligt. Im Bereich der Rohheitsdelikte verringerte sich die Beteiligung von Zuwanderern auf 14 (34) Taten um 58,9 Prozent.

Straßenkriminalität

Mit 174 (233) der Straßenkriminalität zuzuordnenden Fällen ist in diesem Segment ein erheblicher Rückgang um 25,3 Prozent festzustellen. EPHK Georg Deibl: „Die Entwicklung der Kriminalitätszahlen der letzten beiden Jahre ist erheblich von der Corona-Krise beeinflusst. Mit dem Wegfall der Einschränkungen wird auch der ‚Corona-Effekt‘ auf die Kriminalität wegfallen. Das wird sich dann 2022 möglicherweise mit steigenden Deliktszahlen bemerkbar machen.“

Pressemitteilung der Polizeiinspektion Waldkraiburg

Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa/Symbolbild

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